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Lampenfieber-Symptome bekämpfen

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Rede-Praxis: So bekäpfen Sie typische Lampenfieber-Symptome

Stellen Sie sich vergangene Lampenfieber- Situationen vor und registrieren Sie, welche Symptome bei Ihnen auftraten, oder überlegen Sie nüchtern, welche auftreten könnten:

  • Herzklopfen/Pulsrasen: Atmen Sie einige Male langsam tief ein und aus. Sagen Sie sich innerlich: „Ich bin ganz ruhig“ oder „Ich bin ganz entspannt“. Wiederholen Sie das mehrmals und konzentrieren Sie sich dabei auf Ihre Atmung.
  • Trockener Mund: Essen Sie vorher nichts Klebriges und trinken Sie keinen Kaffee. Ebenso verzichten Sie besser auf Milch oder süße Getränke. Halten Sie, während Sie reden, immer ein Glas nicht zu kaltes Wasser in Reichweite – umstoßsicher und vorzugsweise stilles oder kohlensäurearmes.
  • Belegte oder zitternde Stimme: Wenn Sie vorher merken, dass Ihre Stimme rau klingt und Sie einen „Frosch im Hals“ haben, dann hilft folgende „Stimmbandpflege“:
    Husten Sie, nehmen Sie einen Schluck Wasser zum Gurgeln und versuchen Sie, beim Gurgeln ein Lied zu summen. Um Ihre Stimmbänder zu lockern und geschmeidig zu machen, können Sie auch auf ein einfaches, altbewährtes Rezept zurückgreifen: Trinken Sie ein halbes Glas warmes Leitungswasser.
  • Zitternde Hände: Benutzen Sie kein DIN-A4-Papier als Notizzettel. Je größer das Papier ist, das Sie in der Hand halten, umso stärker fällt das Zittern auf. Besser: postkartengroße Karteikarten. Wenn Sie während der Rede stehen, lassen Sie Ihre Arme nicht locker herunterhängen, denn das verstärkt das Zittern noch. Setzen Sie stattdessen Ihre Arme und Hände zur Gestik ein.
  • Schweißausbrüche: Kleiden Sie sich so, dass Sie ohne Probleme ein Kleidungsstück ausziehen können. Schweißflecken fallen auf weißem Stoff weniger auf als auf dunklem. Halten Sie ein Stofftaschentuch bereit für den Fall, dass Sie sich den Schweiß von der Stirn wischen wollen.
  • Rot werden: Sie nehmen Ihr Rotwerden viel stärker wahr als Ihre Zuhörer. Mit zunehmender Rede- Praxis aber lässt sich das Rotwerden ignorieren. Und so verfliegt es am schnellsten.
  • Nervosität: Akzeptieren Sie Ihr Lampenfieber als etwas ganz Normales und Selbstverständliches.
    Denken Sie daran, dass auch vermeintliche Routiniers wie Schauspieler oder TV-Moderatoren nervös sind. Nervosität ist nichts anderes als ein Schutzmechanismus: Sobald Sie vor einem Publikum reden müssen oder nur daran denken, reagiert Ihr Körper so, als werde er bedroht, und produziert Adrenalin. Dieses Hormon hat aber auch seine guten Seiten: Es erhöht die innere Gespanntheit und Konzentration und trägt so zu herausragenden Leistungen bei.
  • Konzentrationsschwierigkeiten: Frischer Sauerstoff bringt Ihr Gehirn auf Trab. Deshalb tief einatmen und langsam wieder ausatmen! Oder ziehen Sie sich – wenn möglich – in einen abgeschiedenen Raum zurück und machen Sie etwas Gymnastik, zum Beispiel ein paar Kniebeugen. Das regt den Kreislauf an und bringt Sauerstoff ins Blut und ins Gehirn.
  • Vergesslichkeit/Blackout: Viele Menschen verstärken ihr Lampenfieber, weil sie sich viel zu sehr mit sich selbst beschäftigen. Gedanken wie „Liegen meine Haare auch richtig?“ oder „Was denken die anderen von mir?“ oder „Warum guckt der da vorne so komisch?“ lenken Sie von Ihrer eigentlichen Aufgabe ab, verstärken Ihre Nervosität und blockieren Sie.
  • Selbstzweifel: Erinnern Sie sich an Ihren letzten Erfolg, und gehen Sie das Ereignis noch einmal in Ihrer Vorstellung durch. Sagen Sie sich: „Ich habe diese Situation schon einmal gemeistert und bin daraus als Gewinner hervorgegangen!“
  • Unbegründete schlechte Vorahnungen: Lenken Sie sich ab, indem Sie intensiv an eine Begebenheit, Person oder Sache denken, die für Sie einen besonders positiven Wert hat. Denken Sie zum Beispiel an den Menschen, der Sie am meisten liebt – auch dann, wenn Ihnen ein Fehler unterläuft –, und versetzen sich so in eine positive Stimmung. Damit vertreiben Sie Ihre negativen Gedanken.
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