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Lampenfieber: Was tun?

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Von Alexandra Sievers,

Lampenfieber ist nichts anderes als Nervosität - und diese wiederum ist ein Schutzmechanismus, den unser Organismus nutzt, wenn er sich bedroht fühlt. Er produziert eifrig das Hormon Adrenalin, das die Konzentration erhöht und in Extremsituationen zu unglaublichen Leistungen beitragen kann. Es macht wach und steigert die Energie.

Freunden Sie sich mit Ihrem Lampenfieber an

Vielleicht überrascht Sie meine Antwort, aber ich rate Ihnen, gegen Ihr Lampenfieber nicht viel zu machen, sondern es zu nutzen! Selbst der frühere amerikanische Fernseh-Talkmaster Dick Cavett stand dazu, dass er vor jedem seiner Auftritte mehr oder weniger aufgeregt ist. Und aus mindestens zwei Gründen hat das auch zu seinem Erfolg beigetragen.

Lampenfieber sorgt für den nötigen Adrenalin-Kick!

Manche Menschen sind geradezu süchtig nach diesem Adrenalin-Kick und stürzen sich daher immer wieder bewusst in Extremsituationen: sei es beim Bungee-Jumping oder bei einem Überlebensurlaub. Wobei es immer etwas Neues, noch Aufregenderes sein muss! Denn der Körper gewöhnt sich mit der Zeit an die Situationen, und dann bleibt der Adrenalin-Kick aus.

Folglich können Sie als Redner, liebe Leserin, lieber Leser, trotz aller Aufregung vor Ihrer Rede ganz beruhigt sein: Sie werden sich nach wenigen Sätzen oder vielleicht auch schon nach ein paar Worten an die Situation gewöhnen und können dann ganz gelassen fortfahren.

Für den Anfang Ihrer Rede jedoch ist das Lampenfieber sehr wertvoll, da es dafür sorgt, dass Sie hellwach, energiegeladen und konzentriert an die Sache herangehen.

Als Redner ist Konzentration für Sie das A und O. Viele Menschen sind vor einer Rede ja gerade deshalb so nervös, weil sie befürchten, dass ihr Kopf mit einmal leer ist, sobald sie vor dem Publikum stehen. Sprich: Sie haben Angst, dass sie sich nicht ausreichend konzentrieren können.

Um dem Lampenfieber das Feuer zu nehmen, ist es somit ein sehr effektives Mittel, wenn Sie vor Ihrer Rede Ihre Konzentrationsfähigkeit gezielt fördern. Und das geht ganz einfach, indem Sie dafür sorgen, dass Ihr Kopf voll ist - und zwar mit Sauerstoff!

Wenn wir uns schlecht konzentrieren können, liegt das meist daran, dass unser Gehirn zu wenig Sauerstoff bekommt. Ohne ein ausreichendes Maß an Sauerstoff kann es nicht richtig arbeiten.

Sollten Sie die Möglichkeit dazu haben, heißt es vor Ihrer Rede also: Raus an die frische Luft und tief durchatmen! Und dabei bewegen, damit der Sauerstoff über die Durchblutung auch ins Gehirn gelangt.

Es hilft aber auch schon, wenn Sie sich an ein offenes Fenster stellen, mit den Armen kreisen oder ein paar Kniebeugen machen. Auch eine Treppe mehrmals hinauf- und wieder hinunterlaufen kurbelt Ihren Kreislauf, den Stoffwechsel und die Durchblutung an.

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Nach diesem Aufwärmtraining für die Konzentration können Sie dann auch noch etwas für Ihre Stimme tun:

Machen Sie - wie ein Sänger vor dem Auftritt - ein paar Stimmübungen; räuspern Sie sich, hüsteln Sie. Sie können auch gurgeln oder ein Glas lauwarmes Wasser trinken.

Nach diesen Vorbereitungsmaßnahmen gibt es kaum mehr einen Grund, nervös zu sein, da Sie wissen, dass Sie sich auf Ihre Stimme und Ihren Kopf verlassen können. Und sollte Ihre Stimme doch wackelig werden: Sprechen Sie einfach lauter! Sie werden sehen, Sie haben Ihre Stimme damit sofort wieder unter Kontrolle.

Und wie gesagt: Ein bisschen Lampenfieber tut Ihrer Rede nur gut.

Lampenfieber ist ein Kompliment für Ihr Publikum!

Gute Redner, für die Lampenfieber wirklich ein Fremdwort ist, sind eine Rarität. Aber es gibt zahlreiche Redner, denen ihr Lampenfieber nicht anzumerken ist. Das liegt schlicht daran, dass diese Redner mit der Zeit gelernt haben, ihre innere Anspannung nach außen hin nicht zu zeigen.

Wenn Sie, liebe Leserin, lieber Leser, also zum Beispiel wissen, dass Ihre Hände bei Aufregung zu zittern beginnen:

Drucken Sie Ihr Manuskript nicht auf DIN A4-Papier aus, sondern verwenden Sie lieber stabile Stichwortkärtchen. Verzichten Sie auch auf einen Laserpointer, der Ihr Zittern für alle sichtbar macht. Und unterstreichen Sie Ihre Worte mit Gesten - so sind Ihre Hände beschäftigt. Durch diese kleinen Tricks wird niemandem im Publikum Ihr Zittern auffallen.

Die innere Anspannung dagegen ist für jeden Redner wichtig. Wer zu gelassen und souverän vor den Zuhörern steht, wirkt schnell unbeteiligt und erweckt den Anschein, als würde er sein Programm nur abspulen.

Ihr Publikum würde ein solches Auftreten gewiss nicht als Wertschätzung empfinden!

An ein bisschen Nervosität wiederum erkennt Ihr Publikum, dass Ihnen Ihre Rede wichtig ist und dass Sie Ihre Aufgabe ernst nehmen.

Und warum nehmen Sie Ihre Aufgabe ernst? Weil Ihnen Ihr Publikum wichtig ist! Und damit ist ein kleines bisschen erkennbare Nervosität ein großes Kompliment für Ihre Zuhörer.

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