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Menschen(s)kinder! Was soll man da bloß sagen?

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Kinder sind ein ganz besonderes Publikum!

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

manchmal stellen uns gerade die Kleinen vor eine große Herausforderung. Und das nicht nur, wenn sie endlos viele Fragen stellen und uns damit irgendwann an den Rand unseres Wissens bringen. Da hilft dann oft die beste Schulbildung nichts mehr und auch das größte Allgemeinwissen ist nutzlos - ebenso wie die längste Berufserfahrung.

"Warum heißt die Kuh 'Kuh'?" und "Warum sagen wir zum Pferd 'Pferd'?" - "Wir könnten doch auch zur Kuh einfach 'Pferd' sagen. Oder zum Hasen 'Igel'. Und woher haben die Tiere ihre Namen? Warum heißen sie in einer anderen Sprache anders? Ein Pferd ist doch immer noch ein Pferd, auch wenn es in Amerika auf einer Koppel steht." - Wissen Sie darauf eine Antwort, liebe Leserin, lieber Leser?

Kinder denken anders als Erwachsene und hinterfragen alles. Sie sind eben keine "kleinen Erwachsenen", sondern Kinder - und damit auch ein ganz spezielles Publikum.

Jetzt, im Frühjahr, beginnt wieder die Zeit, in der überdurchschnittlich oft Reden auf Kinder gehalten werden: durch die Kommunionskinder.

In der katholischen Kirche ist der "Weiße Sonntag", also der erste Sonntag nach dem Ostersonntag, seit Jahrhunderten der traditionelle Tag für die Erstkomminion. Mittlerweile wird dieses Sakrament in vielen Gemeinden aufgrund der Osterferien aber auch etwas später gefeiert.

Im Verlauf des Jahres folgen dann die Firmlinge und die Konfirmanten, auf die ebenfalls Reden gehalten werden. Und damit, liebe Leserin, lieber Leser, bin ich bei der Herausforderung, die ich anfangs schon angedeutet habe: Was soll man als

  • Pate,
  • Eltern,
  • Großeltern oder
  • gute/r Freund/in der Familie

in einer Rede, in deren Mittelpunkt ein Kind oder ein/e Jugendliche/r steht, bloß sagen? Diese Aufgabe hat selbst die routiniertesten Redner schon zum Schwitzen gebracht.

 

 

Was wollen Kinder hören?

Kinder und Jugendliche haben als Zuhörer eine äußerst niedrige Toleranzgrenze. Sie gehören zu den anspuchvollsten Zuhörern überhaupt und bilden ein sehr spezielles Publikum. Sie brauchen nur mal eine Lehrerin oder einen Lehrer zu fragen, liebe Leserin, lieber Leser: Sie werden diese Aussage sofort mit einem Seufzer bestätigt bekommen.

Kinder verlieren sich schnell in ihren Gedanken, werden ungeduldig, unruhig und schalten entweder ab oder drehen auf, wenn sie das, was sie hören, nicht mitreißt.

Aber lassen Sie sich dadurch nicht abschrecken, liebe Leserin, lieber Leser: Wer es richtig anstellt, hat es wiederum ganz leicht, Kinder mit seinen Worten in seinen Bann zu ziehen. Wenn Kinder etwas hören, das sie packt und interessiert, sind sie enorm gute Zuhörer und können stundenlang lauschen. Dann sind sie ein ganz wunderbares Publikum und saugen die Worte gespannt und gierig auf. Denken Sie doch bloß einmal daran, wie gerne Kinder Märchen und Geschichten hören.

  • Genau solche erzählenden Elemente sollte Ihre Ansprache beinhalten, wenn die Hauptperson Ihrer Rede ein Kind oder ein/e Jugendliche/r ist.

Kinder und Jugendliche wollen durch eine Ansprache noch mehr unterhalten werden als Erwachsene. Sie wollen lachen und mitmachen.

  • Sprechen Sie deshalb das Kind in Ihrer Rede immer wieder direkt an, indem Sie ihm zum Beispiel eine Frage stellen, auf das es eine kurze Antwort geben kann. Etwa: "Soll ich dir dazu eine kleine Geschichte erzählen?", "Hast du davon schon einmal gehört?", "Das hast du doch gewiss auch in der Schule gelernt, oder?", "Und wer glaubst du, wer dann durch die Tür kam?" etc.

Noch ein ganz wichtiger Aspekt: Kinder und Jugendliche sprechen eine eigene Sprache. Und wer sie im wahrsten Sinn des Wortes ansprechen will, sollte diese Sprache benutzen.

  • Wählen Sie daher für Ihre Rede eine bildhafte und leicht verständliche Ausdrucksweise, die dem Alter des Kindes oder der/des Jugendlichen gerecht wird.

Was natürlich nicht heißt, dass Sie, liebe Leserin, lieber Leser, in den Jugend-Jargon verfallen sollen. Das würde vermutlich kaum zu Ihnen passen.

 

Was sollen Sie sagen?

Nun, über die Bedeutung der Kommunion, der Firmung oder der Konfirmation haben die Kinder in der Vorbereitungszeit viel gehört. Sie können dieses Thema in Ihrer Rede selbstverständlich aufgreifen, aber sie sollten nicht zu lange darauf eingehen.

Ein guter Ansatzpunkt ist, sich auf den Kerngedanken der Gemeinschaft zu beziehen, die die Kirche darstellt - und zu der das Kind beziehungsweise die/der Jugendliche gehört.

  • Dafür, wie wichtig die Gemeinschaft - das Bewusstsein, nicht alleine zu sein - für uns alle ist, gibt es zahllose Beispiele.

Unter diesem Aspekt können Sie aus Ihrem eigenen Leben berichten und von einer Situation erzählen, in der Sie erkannt haben, wie wichtig Gemeinschaft ist.

Sie können sich aber auch auf ein Märchen stützen: beispielsweise auf das der "Bremer Stadtmusikanten" von den Brüdern Grimm. Nur gemeinsam und indem alle zusammengeholfen haben und jeder das gemacht hat, was er am besten kann, haben die Tiere ihr Ziel erreicht.

Ein weiterer Ansatzpunkt:

  • Überlegen Sie, was das Kind oder die/der Jugendliche gerne mag. Wofür interessiert sich die Hauptperson Ihrer Ansprache? Welche Musik hört sie gerne? Welche Bücher liest sie? Welches Hobby hat sie? In welchem Verein ist sie? Usw.

Stellen Sie zu diesen Themen einen Bezug her, der den Gedanken der (kirchlichen) Gemeinschaft untermalt. Drücken Sie aus, dass auch Sie immer für das Kind oder die/den Jugendlichen da sein werden. Gehen Sie darauf ein, dass auch die Familie eine wertvolle Gemeinschaft ist, die jedem Familienmitglied - ob groß oder klein - Halt gibt etc. Und schon ist Ihre Rede fertig!

Gerade Lieder, die Kinder und Jugendliche ansprechen und deren Inhalt Sie unter dem Aspekt der Gemeinschaft interpretieren können, gibt es mittlerweile in großer Zahl, beispielsweise "Sicherheit" von der Band "Silbermond". Ein Auszug aus dem Text:

"Gib mir ein kleines bisschen Sicherheit

in einer Welt in der nichts sicher scheint.

Gib mir in dieser schweren Zeit irgendwas das bleibt.

Gib mir einfach nur ein bisschen Halt.

Und wieg mich einfach nur in Sicherheit.

Hol mich aus dieser schnellen Zeit.

Nimm mir ein bisschen Geschwindigkeit.

Gib mir was ... irgendwas, das bleibt."

Ich bin mir sicher, liebe Leserin, lieber Leser, mit diesen Anregungen und Tipps gelingt es Ihnen, dass nicht nur die Hauptperson, sondern auch alle Gäste vom ersten bis zum letzten Satz an Ihren Lippen hängen.

 

In diesem Sinn wünsche ich Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, einen unterhaltsamen und spannenden Tag!

Herzlichst Ihre

 

 

Alexandra Sievers

 

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