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Rede-Auftritt vor feindlich gesinnten Zuhörern

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Rede-Auftritt - Wie Sie vor feindlich gesinnten Zuhörern bestehen

Bei bestimmten Präsentationen wissen Sie von vornherein, dass Ihre Zuhörer Ihnen nicht wohlgesinnt sind: wenn Sie zum Beispiel unbequeme Maßnahmen ankündigen, einen Konflikt klären oder mit Ihrem Projekt erst noch überzeugen müssen.

Rede-Auftritt: Das A und O ist Ihre gute Vorbereitung

Bereiten Sie eine Präsentation vor feindlich gesinnten Publikum intensiv vor. Konzentrieren Sie sich dabei nicht nur auf den Inhalt, sondern auch auf das psychologische Wie der Präsentation:

1. Seien Sie in Ihrer Zielsetzung realistisch: Ein feindlich gesinntes Publikum wird Sie trotz all Ihrer Bemühungen am Ende Ihrer Präsentation nicht lieben – allerhöchstens achten. Ihr Ziel lautet deshalb: Sie wollen diese Präsentation überleben.

2. Versuchen Sie, eine positive Beziehung zu Ihrem Publikum aufzubauen. Berichten Sie zum Beispiel von gemeinsamen Erlebnissen oder Ihrer persönlichen Beziehung zu einzelnen Teilnehmern. Leiten Sie erst dann zum Hier und Jetzt über: „Als wir im letzten Jahr hier zusammenkamen, war tiefster Winter mit viel Schnee und Eis. Ich hoffe, eine derart kalte Atmosphäre haben wir heute nicht hier im Saal, obwohl es um die neuen Restrukturierungspläne geht.“

3. Drücken Sie Verständnis und Mitgefühl aus: „Ich weiß, dass die geplanten Änderungen Sie belasten.“ Nur auf der emotionalen Ebene können Sie Ihre Zuhörer für rationale Argumente öffnen.

4. Gehen Sie inhaltlich nicht nur auf Ihre Vorschläge, sondern auch auf die dazugehörigen Gegenargumente (soweit Sie Ihnen bekannt sind) ein: „Lassen Sie mich zunächst alle Argumente und Gegenargumente darstellen …“ So demonstrieren Sie Ihren Zuhörern, dass Sie ihre Meinung ernst nehmen.

5. Zum Schluss sprechen Sie noch einmal explizit die Themen an, die die Gegnerschaft Ihres Publikums begründen. Erklären Sie dieses Vorgehen wie folgt: „Ich schlage vor, dass wir erst in die Diskussion der kritischen Punkte einsteigen, wenn wir alle auf demselben Informationsstand sind.“

Rede-Auftritt: 4 Abwehrtechniken, mit denen Sie souverän auf Angriffe reagieren

Ihre Handlungsmaxime bei unfairen Angriffen lautet in jedem Fall: Tief durchatmen, ruhig bleiben und zurück zur Sachebene! Folgende Abwehrtechniken stehen Ihnen dazu zur Verfügung:

1. Vereinzelte unfaire Bemerkungen können Sie ignorieren. Lenken Sie einfach den Fokus wieder auf das Sachthema, entweder durch eine Rückfrage oder indem Sie selbst die Sachargumentation weiterführen: „Herr Schulze, Ihr Einwand zeigt mir, dass Sie das Konzept mit Skepsis sehen. Wo konkret liegen Ihre Bedenken?“

„Die Einwürfe zeigen mir, dass die Bedeutung des Konzeptes für unsere Wettbewerbsfähigkeit nicht klar herausgekommen ist. Lassen Sie mich die entscheidenden Punkte deshalb noch einmal verdeutlichen …“

2. Setzt der Zuhörer seine Angriffe fort, hinterfragen Sie die Bemerkungen: „Wie haben Sie das gemeint?“ – „Könntest du mir das genauer erläutern?“ Durch die Wiederholung verliert der Angriff einen Großteil seiner Wirkung. Und der Angreifer muss mit seiner Antwort zurück auf die Sachebene.

3. Sie appellieren an die Vernunft des Angreifers und brandmarken die Bemerkung offen als unfair:

  • „Ich denke, wir sollten hier nicht die Zeit aller Anwesenden für diese Auseinandersetzung verschwenden. Können wir das später unter vier Augen klären?“
  • „Ich möchte Ihren unfairen Angriff jetzt nicht kommentieren. Stattdessen lade ich Sie zu einer fairen Argumentation ein. Welche Argumente haben Sie?“

4. Sie betreiben Argumentations- Aikido. Das heißt: Wie in der fernöstlichen Verteidigungssportart leiten Sie die negative Energie, die in einem verbalen Angriff steckt, ins Positive um. Dazu senden Sie zunächst eine Ich-Botschaft, mit der Sie ausdrücken, dass Sie verletzt, verunsichert, verwirrt, verärgert oder Ähnliches sind.

Im zweiten Schritt formulieren Sie irgendetwas Positives, das Sie an dem Angriff erkennen können. Und im dritten Schritt leiten Sie zum Sachthema zurück.

Rede-Auftritt: Beispiele

  • „Entschuldigen Sie bitte, meine Herren, aber Ihr anhaltendes Störfeuer bringt mich ein wenig aus dem Konzept (= Ich-Botschaft). Natürlich freue ich mich über fundierte Verbesserungsvorschläge (= Positiv-Formulierung). Der Zeitpunkt dafür ist aber die im Anschluss vorgesehene Diskussionsrunde. Daher lassen Sie mich bitte mein Konzept erst ungestört vorstellen. Zu Punkt vier ... (= Überleitung zum Sachthema).“
  • „Es verletzt mich, dass Sie hier eine Verknüpfung zu meinen Karriereplänen sehen (= Ich-Botschaft). Es ist ja nett von Ihnen, sich über mein weiteres Fortkommen Gedanken zu machen (= Positiv-Formulierung). Doch der Grund dafür, dass ich den neuen Vorschlag unterstütze, ist ein anderer, nämlich ... (= Überleitung zum Sachthema).“

Mit der Positivreaktion beweisen Sie Stärke durch Gelassenheit, werden wieder Herr der Lage und machen aus der destruktiven eine konstruktive Situation. Auch wenn Sie nicht im eigentlichen Sinne „stark“ reagieren – nun sind Sie allemal der Stärkere.

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