Gratis-Download

Brave, folgsame Angestellte, die zuverlässig ihre Arbeit tun, sind etwas Wunderbares. Geordnete Abläufe, die wie am Schnürchen laufen, ohne Mahnungen,...

Jetzt downloaden

Rede-Strategie: So setzen Sie sich durch

0 Beurteilungen

Erstellt:

Wie Sie Besserwisser und Sprach-Beeindrucker aus dem Feld schlagen

 

Die beste Idee hilft nichts, wenn Sie keine Anhänger findet. Und oft wissen wir schon im Vorfeld, wer sich unserem Vorhaben in den Weg stellen könnte. Ist dieser jemand eine Schlüsselperson, kann das gleichbedeutend sein mit dem Aus für unsere Idee. Deshalb heißt es: Die vorgehen und im Gespräch mit dem Idee-Blocker Dieögen zeigen. Aber wie?

 

Hier für Sie, liebe Leserin, lieber Leser, die passenden Strategien, wie Sie mit zwei der besonders häufig vorkommenden Ideen-Blockern umgehen: mit dem Besserwisser und dem Sprach-Beeindrucker.

Ein Hinweis vorweg, liebe Leserin, lieber Leser: Im Folgenden geht es nicht um meine persönliche Einschätzung, welche Idee jeweils sinnvoller ist, sondern lediglich darum, Ihnen die rhetorischen Strategien zu veranschaulichen.

 

Und so geht's:

Der Besserwisser

Ihr Gesprächspartner ist ein Besserwisser, der immer eine noch überzeugendere Idee hat. Und oftmals sind seine Ideen auch nicht schlecht, aber trotzdem nicht in Ihrem Sinn. Klingt nach einer Herausforderung, die Sie mit diesem Gegenmittel meistern:

Übertreiben Sie so lange, bis Ihr Gesprächspartner seine eigene Idee nicht mehr gut findet.

Hören Sie sich in aller Ruhe an, was laut Ihrem Gesprächspartner gegen Ihre Idee spricht. Konzentrieren Sie sich dabei vor allem auf seine Gegenvorschläge und picken Sie sich aus der Summe der Gegenvorschläge schließlich einen heraus.

Beispiel:

Ihre Idee: Sie sind der Ansicht, dass mehr in die Mitarbeitermotivation investiert werden sollte, und schlagen deshalb einen Verkaufswettbewerb vor.

Der Ideenblocker aber meint, ein Betriebsausflug, der den Teamgeist fördert, würde mehr bringen.

Ihre Strategie: Sie übertreiben die Behauptung Ihres Gegenübers und führen sie bis ins Absurde.

„Natürlich ist Teamgeist für unser Unternehmen wichtig. Aber denken Sie doch bloß einmal an den letzten Betriebsausflug: Wie viele plötzliche Krankheitsfälle hatten wir da am Tag danach? Weil sich das Team bis morgens um drei gut verstanden hat. An Teamgeist mangelt es unserer Firma gewiss nicht. Sie brauchen nur einmal durch die Büros zu gehen: alle einträchtig miteinander ins Gespräch vertieft. Und beim Betriebsausflug gibt es dann zum üblichen Bürotratsch auch noch die Verköstigung auf Kosten des Hauses. Natürlich müssen unsere Verkaufsmitarbeiter mal wieder raus aus den Büroräumen, aber nicht an die frische Luft, sondern zu den Kunden. Beim Betriebsausflug begegnen sich nur bekannte Gesichter. Aber bei Kundenbesuchen würde so mancher Verkaufsmitarbeiter staunen, wie viele einst bekannte Gesichter er mittlerweile vergessen hat ...“

Übertreiben Sie immer weiter. Aber Achtung: „Übertreiben“ ist nicht gleichbedeutend mit „fantasieren“. Alles, was Sie sagen und auf die Spitze treiben, muss auf einer realen, sachlichen Gegebenheit basieren.

Der Sprach-Beeindrucker

Ihr Gesprächspartner verfügt über einen schier unerschöpflichen Wortschatz an Fremdwörtern und Fachbegriffen? Und diesen setzt er gezielt ein, um seine Argumente auf ein höheres Niveau zu heben und seine Idee als die einzig geniale darzustellen? Da hilft nur eines: Holen Sie ihn wieder auf den Boden der Tatsachen zurück!

Deuten Sie einen Begriff, der für seine Argumentation wichtig ist, einfach um.

Beispiel:

Ihre Idee: Sie sind Studienrat an einem Gymnasium und der Ansicht, dass der Unterricht praxisnäher gestaltet werden sollte. Deshalb schlagen Sie vor, mehr Exkursionen zu machen.

Der Ideenblocker jedoch vertritt die Einstellung: „Wir sollten der innovativen Technologie den Vorzug geben. Simulationsprogramme sind ‚State oft the Art‘. Darauf sollten wir setzen.“

Ihre Strategie: Sie picken sich den Begriff „Simulation“ heraus und deuten ihn um.

„‘Simulation‘ bedeutet doch: ‚etwas vortäuschen‘. Sie wollen also wirklich, dass wir unseren Schülern etwas vortäuschen, anstatt sie anhand der realen Gegebenheiten der Praxis näher bringen.“

Auf diese Weise bringen Sie den Sprach-Beeindrucker erst einmal ins Ruder, denn an Ihrer Auslegung des Begriffs ist nicht zu rütteln. Und Sie bringen gleichzeitig alle anderen Anwesenden dazu, bei den Ausführungen des Sprachakrobaten genauer hinzuhören und diese nicht nur nach dem Klang, sondern auch den Inhalt zu bewerten.

 

In diesem Sinn, liebe Leserin, lieber Leser: Lassen Sie sich von Besserwissern und Sprach-Beeindruckern nicht ausbremsen. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

 

Herzlichst Ihre

 

 

Alexandra Sievers

 


 

Gefällt Ihnen unser Newsletter?
Dann empfehlen Sie ihn doch weiter, damit auch Ihre Freunde und Kollegen von unseren hilfreichen Tipps profitieren können.

 
Rhetorik-News

Rhetorik-Tipps und Zitate für Ihre Reden, Vorträge und Präsentationen kostenlos per E-Mail direkt auf Ihren Schreibtisch, dann steht Ihrem nächsten Rede-Auftritt nichts mehr im Wege.

Datenschutz

Anzeige

Gratis Downloads
125 Beurteilungen
5 Beurteilungen
58 Beurteilungen
Produktempfehlungen

Kompetent, wertvoll und effizient im Büro

Ihr starker Berater für ein rechtssicheres Online-Marketing

Erfolgreiche internationale Geschäfte, Projekte und Meetings für Fach- und Führungskräfte

Expertengeprüfte Anleitungen, Tools und Tricks für E-Mails, Kontakte, Kalender & Co.

Einfach. Besser. Präsentieren.

Zu jedem Anlass die perfekte Rede