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Redenschreiber sind Goldgräber, wenn es gilt:

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Schweigen ist Silber – Reden ist Gold!?

 

In jeder praktizierten Berufstätigkeit ist es wichtig, ab und an aus der Alltagsroutine herauszukommen. Gemeint sind damit nicht der Urlaub, sondern die Fortbildung, ein Kongress, eine Mitgliederversammlung, ein Seminar. Während die Ferien ja dazu dienen, sich zurückzuziehen von allen Themen, die um den Job kreisen und allerhöchstens mal so unterschwellig ein paar Gedanken arbeiten zu lassen oder vielleicht aufzuschreiben, geht es bei den anderen Ereignissen gerade darum, den Kopf über den Tellerrand hinaus zu recken, um fachbezogen in die Zukunft zu schauen, die Atmosphäre des Gemeinsamen zu atmen und die eigene Position im kollegialen Erfahrungsaustausch zu messen und neu zu justieren. 

Ich komme soeben von einem Kongress meiner Zunft der Redenschreiber, und schon während der Anreise war ich so gespannt voller Vorfreude auf Themen, Referenten und Wiedersehen mit Kolleg/inn/en, dass ich spürte: ‚Das wird ein guter Tag heute!’ Mit jedem Kilometer vorwärts vergrößerte sich tatsächlich der innerliche Abstand zu Büro und Terminen, Angeboten (gestern erst war eines durchgefallen) und Aufträgen (der nächste Termin war/ist problemlos einzuhalten). Und während ich die Werbung betrachtete: >Schweigen ist Silber / Reden ist Gold< entstand in meinem Kopf die Betreffzeile für den heutigen Newsletter – siehe oben.

 

Da können Sie mal sehen, wie entspannt ich war! Offensichtlich zu sehr, denn mir fiel nicht auf, dass die berühmte Volksweisheit doch etwas anders heißt, nämlich so: >Reden ist Silber, Schweigen ist Gold<. Himmel noch mal, welche Version stimmt denn nun? 

Eine Rede muss immer besser sein als es wäre zu schweigen! 

Das mit der anderen Reihenfolge der Begriffe im Sprichwort war mir noch nicht bewusst, als ich mich ins Auditorium setzte und den hochkarätigen Referenten lauschte. Dabei sprachen zumindest zwei davon genau zu diesen unterschiedlichen Gewichtungen zwischen Gold und Silber, was zeigt, dass beide stimmen, so oder so. Franz Müntefering, MDB, Bundesminister a.D. antwortete z.B. auf die Frage, ob er sich in den vielfältigen Funktionen seines politischen Wirkens auch der Dienste von Redenschreibern bedient hätte sinngemäß: Ja, das habe er getan, wenn auch eher vereinzelt. Denn es sei wichtig, aufzuschreiben, was man aussagen wolle. Und oft sei es ihm so gegangen, dass er beim Lesen eines von ihm initiierten Textes gedacht habe: So ein Quatsch – nicht die Formulierungen, sondern der Gedanke, der dahinter steht. Da wusste er dann: Ich muss mich anstrengen, und er zitierte dazu den Satz des großen Journalisten Claus Jacobi: „Man muss lange nachdenken, um kurz schreiben zu können!" 

Noch zugespitzter formulierte es Dr. Michael Engelhard, Generalkonsul a.D. und u.a. Redenschreiber für die Bundespräsidenten Walter Scheel und Richard von Weizsäcker sowie Bundesminister Hans-Dietrich Genscher. Er sprach von der Leidenschaft und Beharrlichkeit, die sich ein Redenschreiber in der Politik – und ich füge hinzu: Nicht nur dort! – bewahren müsse, um sich auf Dauer zu bewähren. Und deshalb sei es seine Pflicht, alles das in seinem Redeentwurf aufzuschreiben und vorzuschlagen, was er nach bestem Nachdenken für passend, richtig und wichtig zum Thema und zum Vortragenden hält. Im übrigen merkte man diesem Herrn auch heute noch die Begeisterung an, mit der er seine Tätigkeit ausgefüllt hatte, und nur einmal verwies er auf sein Alter, als er auf eine Frage antwortete, man möge ihm nachsehen, dass er diesen Aspekt in seiner Rede vergessen habe, aber er habe sich kein Manuskript gemacht! 

Seit diesem Tag im Kongress fühle ich mich erfrischt und erneut motiviert, für meine Klienten den Goldgräber zu machen, wenn ich ihnen ihre Rede entwerfe. Und selbst, wenn Reden nur Silber wäre, würde ich mich für jeden Entwurf in mein Kanu setzen und lospaddeln, um den Schatz im Silbersee zu bergen! 

Wie schaut's, wann seh'n wir uns zum Gold und Silber sammeln?

 

Herzlich grüßt

Jürgen M. Bergfried

 


 

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