Gratis-Download

Brave, folgsame Angestellte, die zuverlässig ihre Arbeit tun, sind etwas Wunderbares. Geordnete Abläufe, die wie am Schnürchen laufen, ohne Mahnungen,...

Jetzt downloaden

Redner-Pannen

0 Beurteilungen

Erstellt:

Redner-Pannen: Warum es nicht an Ihnen liegen muss, wenn Ihre Rede floppt – eine Anekdote von Mark Twain

Aus welchem simplen Grund ein Redner schlimm scheitern kann, lernen wir aus den Tagebuchaufzeichnungen von Mark Twain:

„Als der Humorist De Cordova auftrat, wurde er mit einem unserer Ansicht nach völlig übertriebenen und beinahe unanständigen Applaus empfangen. Ich glaube nicht, dass wir eifersüchtig oder auch nur neidisch waren, aber es widerte uns jedenfalls an. Als ich merkte, dass er eine humoristische Erzählung – vom Manuskript – vorlesen wollte, wurde mir wohler, und ich schöpfte Hoffnung, hatte aber immer noch meine Befürchtungen (…).

Das Publikum war so überzeugt, er werde witzig sein, dass es ein Dutzend seiner ersten Aussprüche auf Treu und Glauben hinnahm und herzlich lachte – so herzlich, dass es füruns kaum auszuhalten war und wir uns sehr niedergeschlagen fühlten.

Dennoch versuchte ich, an seinen Misserfolg zu glauben, denn ich merkte, dass er nicht vorzutragen verstand. Bald begann das Gelächter abzuflauen; dann war es nicht mehr so allgemein; dann kam es nicht mehr so spontan; dann traten zwischendurch Pausen ein; die Pausen wurden länger; sie wurden noch länger; noch länger; immer noch länger.

Bald gab es fast nur noch eine lange Pause, ein langes Schweigen, durch das jene ungeschulte und eintönige Stimme dröhnte. Dann saß das Publikum volle zehn Minuten starr und empfindungslos da.

Wir seufzten tief auf; es hätte eigentlich ein Seufzer des Mitgefühls für einen geschlagenen Kollegen sein müssen, aber das war er nicht – denn wir waren niederträchtig und selbstsüchtig, wie das ganze Menschengeschlecht, und es war ein Seufzer der Befriedigung, unseren harmlosen Bruder durchfallen zu sehen.

Er war jetzt in Nöten, er rackerte sich ab; dauernd wischte er sich mit dem Taschentuch über das Gesicht, Stimme und Haltung waren eine einzige demütige Bitte um Mitleid, um Hilfe, um Erbarmen, und es war erschütternd anzusehen. Doch das Publikum blieb kalt, schwieg und starrte ihn neugierig und fragend an.

Hoch oben an der Wand hing eine große Uhr; bald ließen die Augen der Menge vom Vortragenden ab und hefteten sich auf das Zifferblatt.

Wir wussten aus übler Erfahrung, was das bedeutete; wir wussten, was passieren würde, aber ganz offensichtlich war der Redner nicht vorher gewarnt worden und ahnte nichts.

Es ging nun auf neun Uhr – die Hälfte des Publikums beobachtete die Uhr, der Vortragende quälte sich weiter. Fünf Minuten vor neun standen zwölfhundert Leute geschlossen auf und strömten durch die Gänge auf die Türen zu!

Der Redner stand da wie gelähmt; er rang minutenlang nach Luft und starrte in bleichem Entsetzen auf diesen Rückzug, dann wandte er sich gebrochen ab und verließ mit dem tastenden und unsicheren Schritt eines Schlafwandlers die Bühne.

Schuld waren die Veranstalter. Man hätte ihm sagen müssen, dass die letzten Vorortzüge um neun abfuhren und dass um diese Zeit die Hälfte des Publikums aufstehen und gehen werde, gleichgültig, wer da auf dem Podium stand. Ich glaube, De Cordova ist nie mehr öffentlich aufgetreten.“

Rhetorik-News

Rhetorik-Tipps und Zitate für Ihre Reden, Vorträge und Präsentationen kostenlos per E-Mail direkt auf Ihren Schreibtisch, dann steht Ihrem nächsten Rede-Auftritt nichts mehr im Wege.

Datenschutz

Anzeige

Gratis Downloads
125 Beurteilungen
5 Beurteilungen
59 Beurteilungen
Produktempfehlungen

Kompetent, wertvoll und effizient im Büro

Ihr starker Berater für ein rechtssicheres Online-Marketing

Erfolgreiche internationale Geschäfte, Projekte und Meetings für Fach- und Führungskräfte

Expertengeprüfte Anleitungen, Tools und Tricks für E-Mails, Kontakte, Kalender & Co.

Einfach. Besser. Präsentieren.

Zu jedem Anlass die perfekte Rede