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Redner-Praxis: Argumente strukturieren

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Redner-Praxis: Wie Sie mit dem 5-Satz Ihre Argumente strukturieren

Ein stringenter Rede-Aufbau lässt Ihre Zuhörer den roten Faden erkennen und gibt Ihnen gleichzeitig die nötige Sicherheit für Ihren Auftritt. Außerdem zwingt Sie die Rede-Gliederung dazu, sich kurz zu fassen und auf das Wesentliche zu besinnen. Ihre Rede wird prägnanter und klarer.

Als Argumentationsstruktur für Redebeiträge hat sich der so genannte 5-Satz bewährt. Er besteht aus 5 gedanklichen Schritten, die einen Gedankengang argumentativ zu einer Schlussfolgerung, einem Zielsatz hinführen. 5 Schritte entsprechen ungefähr dem, was ein Hörer in einem Zug aufnehmen kann. Für Sie als Redner bieten die 5 Schritte genügend Raum, um einen zusammenhängenden Gedankengang zu entwickeln.

Wichtig ist, dass Sie die Planung des rhetorischen 5-Satzes „von hinten aufzäumen“, das heißt, die Planung verläuft umgekehrt zur Durchführung! Sie überlegen sich zuerst den Zielsatz. Dieser soll die Kurzrede auf eine These, einen Appell oder eine Frage zuspitzen.

Der Mittelteil der Figur besteht aus einem 3-Schritt und bereitet den Zielsatz vor. So kurz wie möglich, aber so ausführlich wie nötig begründen, folgern, erläutern und veranschaulichen Sie. Erst ganz zum Schluss überlegen Sie sich den Einstiegssatz. Er soll die Hörer dort abholen, wo sie sich gedanklich gerade befinden. Sie können zum Beispiel die Hörer einbeziehen oder an den Vorredner anknüpfen.

Redner-Praxis: Der 5-Satz und seine Varianten

Die folgenden Argumentationsmuster, die allesamt das 5-Satz-Schema nutzen, können Sie als Grundlagen nehmen und beliebig verändern, erweitern und ergänzen. Die Wahl der Argumentationsstruktur hängt im Einzelnen auch davon ab, wie die Gesamtatmosphäre und der erreichte Diskussionsstand sind. Damit Sie möglichst flexibel und schlagfertig reagieren können, deklinieren Sie Ihre Beweisführung durch alle Varianten. Sie merken dann sicherlich auch die unterschiedliche Wirkungsweise!

Redner-Praxis: 5-Satz-Variante Nr. 1: Die Kette

Beispiel: 5-Satz "Kette"

1) Vor zehn Jahren wurde ... (Problemsicht)
2) Das hatte zur Folge ... (Beweiskette)
3) Heute noch sehen wir ... (Beweiskette)
4) Morgen könnte es aber zu spät sein ... (Beweiskette)
5) Deshalb müssen wir jetzt handeln … (Folgerung)

Nutzen Sie dieses Argumentationsmuster, wenn es zum Beispiel in einer Besprechung hoch hergeht. Die Kette ist spannungslos, sie reiht nur aneinander. Sie können mit ihrer Hilfe zum Beispiel einen Konflikt zwischen zwei Positionen versachlichen. Dabei unterstützen Sie dies auch durch den Tonfall.

Wichtiger Hinweis: Verwenden Sie die Argumentationsfigur der Kette nicht, wenn die Zuhörer nicht aufmerksam sind – dann ist eine anregendere Konstruktion günstiger!

Redner-Praxis: 5-Satz-Variante Nr. 2: Die Begründung
Mit drei Argumenten, die gleichwertig nebeneinander stehen, begründen Sie die eigene Meinung.

Beispiel: 5-Satz "Begründung"

1) Ich bin der Meinung, dass... (Meinung, These)
2) Denn … (Argumente)
3) Zudem … (Argumente)
4) Schließlich … (Argumente)
5) Daher … (Folgerung)

Sie können dieses 5-Satz-Muster anwenden, wenn es darum geht, kurz und prägnant Ihre Meinung noch einmal zusammenzufassen. Beginnen Sie mit einem kraftvollen Argument. Das darauf folgende Argument kann etwas schwächer ausfallen – entscheidend ist aber, dass Sie mit dem stärksten und überzeugendsten Argument enden!
Redner-Praxis: 5-Satz-Variante Nr. 3: Die Berichtigung

Sie stellen Ihre Auffassung einer Ihrer Ansicht nach falschen Meinung gegenüber.

Beispiel: 5-Satz "Berichtigung"

1) Herr … (Name) hat gesagt … (Ausgangsthese)
2) Ich dagegen meine … (Antithese, eigene Meinung)
3) Denn … (Argumente für die eigene These)
4) Außerdem … (Argumente für die eigene These)
5) Folglich … (Folgerung)

Dieses Muster setzen Sie ein, wenn die Meinungsbildung noch unklar ist. Indem Sie die Position der Gegenseite benennen und beschreiben, nehmen Sie der anderen Seite den Wind aus den Segeln.
Achten Sie darauf, der Gegenposition, die Sie entkräften wollen, nicht zu viel Raum zu geben. Psychologisch gesehen ist es aber günstig, zu signalisieren, dass Sie sich sehr wohl mit der anderen Position auseinandergesetzt haben. Auch hier ist es empfehlenswert, das stärkste Argument als letztes anzuführen.
Während es bei den obigen drei Argumentationsmustern um die eigene Ansicht geht, stellen die folgenden Gliederungsschemata „Kompromiss“ und „Vergleich“ zwei verschiedene Meinungen gegenüber:
Redner-Praxis: 5-Satz-Variante Nr. 4:
Der Vergleich Sie vergleichen zwei Ansichten und deren Argumentation. Aus dem Vergleich folgt die eigene Position.
Beispiel: 5-Satz „Vergleich“

1) Herr … (Name) vertritt die Meinung, dass … (These)
2) Er begründet das damit, dass … (Argumente für die These)
3) Dagegen meint Frau … (Name), dass … (Antithese)
4) Sie stützt sich dabei auf die Untersuchung … (Argumente für die Antithese)
5) Wenn ich beide Meinungen vergleiche … (Eigene Position, Zielsatz)

Mit dem Vergleich von zwei Positionen können Sie in einer unübersichtlich gewordenen Situation zur Klärung und eigenen Positionsbestimmung beitragen.

Gerade wenn Sie den Meinungen, die Sie vielleicht nicht teilen, Raum geben, fühlen sich deren Vertreter ernst genommen und sind bereiter, Ihnen erst einmal zuzuhören.

Redner-Praxis: 5-Satz-Variante Nr. 5: Der Kompromiss
Aus dem Vergleich verschiedener Ansichten stellen Sie das Gemeinsame heraus und folgern weiter.

Beispiel: 5-Satz „Kompromiss“

1) Der Vorstand verlangt, dass … (These)
2) Einige wehren sich mir dem Argument … (Antithese)
3) Nun ist es uns gleichzeitig wichtig, dass … (Vergleich)
4) Hier sehe ich eine Einigung, denn … (Synthese)
5) Wir sollten uns also darauf konzentrieren, dass … (Konsequenz)

Hier geht es darum, den Konflikt übersichtlich gegliedert darzustellen und den Vermittlungsvorschlag gut zu begründen. Gerade in Entscheidungsdiskussionen ist es besonders wichtig, gemeinsame Nenner zu finden. Noch wichtiger als der Anfangssatz Ihres Redebeitrags ist der Schlusssatz. In der Erinnerung der Zuhörer bleibt er am längsten haften, weil er nicht mehr durch weitere Informationen überdeckt wird.

Praxis-Tipp: Bringen Sie bei direkten Verhandlungen die stärksten Argumente am Ende! Der letzte Satz ist der wichtigste Satz und der dramaturgische Höhepunkt, den Sie gut planen sollten.

Redner-Praxis: Typische Schwierigkeiten beim 5-Satz

Der 5-Satz hat keine eindeutig definierte Länge. Im Extremfall könnten Sie einen 5-Satz in einem einzigen Schachtelsatz unterbringen. Darunter würde aber die Klarheit Ihrer Aussage leiden. Am deutlichsten wird die Struktur Ihrer Argumentation, wenn Sie für jeden gedanklichen Schritt einen Satz reservieren.
Redner-Praxis: Übung zum strukturierten Sprechen: Denken Sie an ein Thema, das Sie schon lange beschäftigt. Formulieren Sie diesen Wunsch als Meinung oder Forderung. Suchen Sie sich eine Argumentationsstruktur aus, beispielsweise die Standpunktformel oder Berichtigung, und begründen Sie Ihre Meinung Schritt für Schritt! Beginnen Sie mit dem Zielsatz!

Redner-Praxis: Wichtiger Hinweis: Ihre Aussage ist umso überzeugender, je prägnanter und klarer sie ist! Packen Sie keine zusätzlichen Aussagen wie weitere Begründungen und Einschübe hinein. Prüfen Sie, ob Sie auf bestimmte Informationen verzichten können.

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