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Redner-Rhetorik verbessern

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Redner-Attacken erfolgreich abwehren: 6 Insider-Tricks, wie Sie sich gegen unfaire Angriffe behaupten

Als der US-Ingenieur Robert Fulton, der Erfinder des Dampfschiffs, sein erstes brauchbares dampfgetriebenes Boot testete, stand eine Menschenmenge an den Flussufern und sah zu, wie die Techniker noch an den Maschinen bastelten. Einige Skeptiker fingen an zu rufen: „Das wird niemals fahren, niemals!“ Endlich, inmitten von Dampf und sprühenden Funken, begann sich das Boot flussaufwärts zu bewegen. Die Menschen am Ufer waren kurze Zeit still, dann brüllten sie: „Das kriegt ihr nie mehr zum Stehen!“

Redner-Rhetorik verbessern: Wenn Ihre Kritiker nicht verstummen wollen ...

... sollten Sie sich nicht erst auf lange Diskussionen einlassen. Nehmen Sie ihnen mit der Dampfschiff- Anekdote endgültig den Wind aus den Segeln. Es ist fraglich, ob dann noch jemand nachlegen will.
Doch sollten Sie dieses Mittel erst anwenden, wenn die Veranstaltung bereits weit fortgeschritten ist. Indem Sie auf einen Schlag alle Kritiker mundtot machen, setzen Sie der Debatte ein Ende.
Es ist wie beim Stierkampf: Töten Sie den Widersacher zu früh, meckert das Publikum. Doch es gibt ja zahlreiche andere Methoden, Gegner zu düpieren:

Redner-Rhetorik verbessern: Zerlegen Sie die gegnerische Beweisführung

In Diskussionen greifen Teilnehmer gerne zu wissenschaftlicher Beweisführung. Dann heißt es:

  • „Neueste Forschungen haben gezeigt: ...“
  • „Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass ...“
  • „Eine aktuelle Umfrage hat ergeben ...“
  • „Klimaforscher haben herausgefunden, dass sich der Treibhauseffekt in den letzten Jahren dramatisch verstärkt hat ...“

Meistens können die Forscher ihre Thesen auf die Schnelle nicht beweisen. Genau hier liegt Ihre Chance: Fragen Sie nach! So zertrümmern Sie die Argumentation der Gegenseite:

  • Hinterfragen Sie alle Informationen, deren Urheber nicht genannt werden.
  • Bitten Sie um Angabe der genauen Quelle („Wo steht das?“ – „Wo kann ich das nachprüfen?“).
  • Wird keine Quelle oder kein Autor genannt, nennen Sie das Kind ruhig beim Namen: „Fakten, dienicht belegt werden können, sind keine Fakten, sondern allenfalls Behauptungen.“

Redner-Rhetorik verbessern: Führen Sie Zahlenspiele der Gegenpartei ad absurdum

Ein versierter Diskussionsteilnehmer präsentiert seine Statistiken nie ohne Quellenangabe. Doch auch dann haben Sie die Möglichkeit, seine Argumentation zu torpedieren. Immerhin werden die meisten Umfragen durchgeführt, um einen bestimmten Sachverhalt mit Zahlen zu untermauern. Dafür zahlt der Auftraggeber, davon leben die Meinungsforscher. Weisen Sie auf diesen Umstand hin:

  • „Statistik ist bekanntlich doch nur die Kunst, mit Zahlen zu lügen. Stimmt die Methode, kann ich damit alles beweisen.“

Ihr Gegner ist bestimmt auch nicht auf den Mund gefallen und wird von Ihnen Beweise für Ihre schamlose Behauptung einfordern. Hier können Sie nonchalant die folgende Geschichte nachschieben:

  • „Ich habe einmal über eine Erhebung in einer Wohnsiedlung gelesen. Die eine Hälfte der dort lebenden Menschen wurde in eine Sauna, die andere in einen Kühlraum gesperrt. Anschließend errechneten die Statistiker, die Bewohner dieser Siedlung lebten in einem angemessenen Durchschnittsklima.“
  • Schließen Sie dann mit einem Spruch des früheren Bonner Operndirektors Jean-Claude Riber: „Die Statistik ist ein spanisches Gasthaus: Jeder findet darin das, was er sucht.“

Redner-Rhetorik verbessern: Nutzen Sie Schwächen in der Argumentation Ihrer Widersacher aus

Der Arzt und Reichstagsabgeordnete Rudolf Virchow warf dem früheren Reichskanzler Otto von Bismarck in einer Parlamentsdebatte vor, er vermisse bei ihm auch das leiseste Verständnis von nationaler Politik. Bismarck konterte: „Ich muss dem Herrn Abgeordneten dieses Kompliment zurückgeben – unter Weglassung des Eigenschaftswortes ,national‘.“
Achten Sie bei den Argumenten Ihrer Gegner auf die Einwände. Machen Sie es wie Bismarck: Picken Sie sich eine Stelle heraus, an der Ihr Widersacher verwundbar ist, und treffen Sie ihn dort!
Eine ähnliche Methode ist die rhetorische Überzeichnung. Greifen Sie einfach einen Einwand Ihres Gegners auf und übertreiben Sie ihn maßlos. So machen Sie seine ganze Argumentation wirkungslos. Ein Beispiel: Ihnen wird vorgeworfen, dass das, was Sie vorhaben, einfach nicht funktionieren könne. Sie antworten mit einer Übertreibung :

  • „Genau! Und die Titanic ist unsinkbar!“

Ihren Gegner schlecht aussehen lassen Sie auch mit der negativen Verallgemeinerung: Sie greifen sich eine Idee heraus und zeigen deren schlimme Folgen für die Allgemeinheit – für „die Umwelt“, „die Gesellschaft“, „die Wirtschaft“, „unsere Kinder“. Ein Beispiel: Ihr Kontrahent spricht sich für eine Kürzung der Gehälter aus. Sie malen sofort den Teufel an die Wand:

  • „Das würde dazu führen, dass niemand in diesem Unternehmen [in unserer Wirtschaft, in unserem Staat] mehr Lust hat, zu arbeiten.“

Um Ihr Gegenüber vollends niederzumachen, könnten Sie noch einen draufsetzen:

  • „Damit hätten Sie dann noch mehr Gleichgesinnte gefunden.“

Doch Vorsicht! Hier hört der Spaß auf! Mit solchen Formulierungen machen Sie sich Feinde fürs Leben. Wenn Sie langfristig lieber auf Dialog und Verständigung setzen, sollten Sie auf bösartige Spitzen verzichten.

Redner-Rhetorik verbessern: Nehmen Sie Ihren Gegner scheinbar in Schutz

Eine oberflächlich harmlose, tatsächlich aber tief treffende Methode der Abwertung ist das scheinbare Inschutznehmen des Gegners. Dadurch zeigen Sie dem Publikum, dass Sie großzügig über Schwächen und Defizite Ihres Kontrahenten hinwegsehen. In Wirklichkeit machen Sie diese nur noch deutlicher. Beispiele:

  • „Das kann der Kollege gar nicht wissen, wenn er gestern keine Nachrichten gehört oder nicht in die Zeitung geschaut hat.“ (Er hätte aber unbedingt Nachrichten hören oder in die Zeitung schauen müssen, um informiert und auf das Thema vorbereitet zu sein!)
  • „Machen Sie Herrn Müller keinen Vorwurf. Wer nicht auf ein humanistisches Gymnasium gegangen ist, hat eben noch nie etwas von Cicero gehört.“ (Peinlich nur für Herrn Müller, dass er in der Diskussion soeben mit dem Spruch „Was brauchen wir die Klassiker?!“ die Ausrichtung der höheren Schulen weg vom Bildungsideal und hin zu berufsnahen Inhalten gefordert hat!)
  • „Das kann doch mal passieren, dass man Slowenien mit der Slowakei verwechselt. In ihren Muttersprachen hören sich die Ländernamen ja fast gleich an.“ (Dabei weiß jeder im Publikum, dass der Angesprochene weder Slowenisch noch Slowakisch beherrscht!)

Redner-Rhetorik verbessern: Spielen Sie den Verständnisvollen

Abwertungen und Beleidigungen sind die häufigsten Streitauslöser in Gesprächen. Davon sollten Sie sich mit Ihren Worten stets distanzieren. Das neutrale Publikum weiß solch umsichtiges Verhalten zu würdigen.
Wie Sie sich tatsächlich verhalten, ist Ihre Sache. Sie können Ihrem Publikum Friedensliebe demonstrieren und gleichzeitig Ihren Gegner provozieren – und dennoch im günstigsten Licht dastehen. Sagen Sie etwa:

  • „Ich habe mich offensichtlich nicht für alle verständlich ausgedrückt. Bitte lassen Sie mich Ihnen, Herr Müller, noch einmal erklären, was ich meine.“
  • „Ich bin nicht sicher, ob Sie das in alle Richtungen genau durchdacht haben, was Sie da vorschlagen ...“
  • „Es ist schön, dass Sie sich zu diesem Thema Gedanken gemacht haben, und ich finde Ihren Ansatz bemerkenswert. Ich wundere mich allerdings, dass vorher noch niemand auf diese Idee gekommen ist.“
  • „Ich schätze solche kreativen Ideen. Allerdings muss ich sagen, dass ähnliche Lösungen in der Vergangenheit bei diesem Problem nicht zum Erfolg geführt haben.“

Ganz wichtig: Achten Sie darauf, dass Sie immer mit Blick auf Ihr Publikum argumentieren. Ihre Zuhörer müssen stets wissen, dass Sie sie für intelligenter halten als Ihren Kontrahenten!

Redner-Rhetorik verbessern: Warum Sie sich mit dem Publikum verbünden sollten

Bugsieren Sie Ihren Gegner in eine bestimmte Ecke. Das schaffen Sie am einfachsten, wenn Sie ihn mit etwas in Verbindung bringen, das Ihre Zuhörergruppe zutiefst verabscheut. Nehmen wir etwa den Kopftuchstreit:

  • Prämisse 1: Ihr Kontrahent ist gegen ein Kopftuchverbot. Sie beschwören ein Szenario des Schreckens herauf, in dem die Kinder der Zuhörer von islamistischen Lehrerinnen unterrichtet und einer Gehirnwäsche unterzogen werden.
  • Prämisse 2: Ihr Kontrahent ist für ein Kopftuchverbot. Sie zitieren das Urteil des Bundesverfassungsgerichts, nach dem das Tragen eines Kopftuchs auch in Schule und Unterricht unter den Schutz der Glaubensfreiheit fällt. Anschließend fragen Sie Ihren Gegner, ob er auch den Anwesenden im Raum verbieten will, sich mit einem Tuch vor sommerlicher Hitze oder gegen winterliche Kälte zu schützen.
  • Kommt der Einwand, es handle sich hierbei doch um ganz verschiedene Beweggründe, kontern Sie: „Wollen Sie Gedankenpolizei spielen? Sie scheinen ja zu wissen: Was auf dem Kopf drauf ist, ist auch im Kopf drin. Kopftücher werden – das wissen alle hier im Saal – und darauf hat unser Bundesverfassungsgericht ausdrücklich hingewiesen – auch aus praktischen und kulturellen Gründen getragen.“
  • Ihre Strategie funktioniert immer dann, wenn Sie ein Wir-Gefühl zwischen sich und den Zuhörern entstehen lassen, von dem Ihr Gegner ausgeschlossen ist.
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