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Schlagfertigkeit trainieren

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Redner-Training: So werden Sie schlagfertig

Stimmpräsenz

Wer brüllt, hat unrecht – souveräne Menschen argumentieren leise. Sie bilden mit ihrer Stimme einen Gegenpol zum Angreifer:

  • Redet der Gegner laut und aggressiv, bringt ihn eine leise Stimme aus dem Konzept. Er muss zuhören, um ins Gespräch zurückzufinden.
  • Aggressive Menschen reden schnell – zu schnell. Sprechen Sie langsam; so verleihen Sie Ihren Worten mehr Tiefe und Seriosität.
  • Nicht lautes und schnelles, sondern langsames und leises Sprechen erzeugt Wirkung beim Publikum und zieht die Zuhörer in den Bann des Sprechers.

Blickkontakt

Wer schlagfertig sein will, muss stets bereit sein. Die wichtigste Voraussetzung dafür ist der Blickkontakt:

  • Wer keinen Blickkontakt hält, strahlt keine Sicherheit aus und ist angreifbar.
  • Wer sein Gegenüber anschaut, signalisiert seine Präsenz und strahlt die Botschaft aus: „Du kannst mich nicht überrumpeln – ich bin vorbereitet.“
  • Wer mit offenem Blick Interesse an seinem Gegenüber zeigt und ihm freundlich, also mit positiver Einstellung, begegnet, nimmt dem anderen die Aggressivität.

Emotionale Dickhäutigkeit

Beziehen Sie Angriffe nie auf die eigene Person. Schlagfertige Menschen müssen sich ein dickes Fell zulegen.

  • Schalten Sie alle Emotionen ab, bleiben Sie sachlich.
  • Was der Angreifer inhaltlich gesagt hat, ist sekundär. Konzentrieren Sie sich ausschließlich auf die eigene Antwort.

Streitgespräch gründlich vorbereiten

Schlagfertige Konter müssen keineswegs erst in der Situation entwickelt werden; im Gegenteil: Ein Grundrepertoire an Wissen und möglichen Antworten sichert Ihren Erfolg:

  • Bereiten Sie sich gründlich vor, bevor Sie für eine Veranstaltung zusagen.
  • Überlegen Sie, welche Fragen und Einwände kommen könnten.
  • Legen Sie sich die entsprechenden Gegenargumente zurecht.
  • Bauen Sie ein Einwand-Archiv auf: Schreiben Sie zu jedem Punkt einen Einwand auf eine Karteikarte. Denken Sie sich mehrere Antworten dazu aus und lernen Sie die Konter auswendig. Alternative: Lassen Sie einen Sparringspartner den Angreifer spielen.
  • Bereiten Sie auch Universalantworten vor, die auf möglichst viele Situationen passen.

Auf einen Zwischenruf mit einer Gegenfrage antworten

Eine Schweigepause nimmt dem Angreifer zunächst den Wind aus den Segeln. Die Methode funktioniert allerdings nur, wenn Sie während des Schweigens ständig Blickkontakt zu dem Angreifer halten. Reagieren Sie danach mit einer Gegenfrage:

  • „Darf ich fortfahren? Ich werde Ihre Frage am Ende beantworten.“
  • „Würden Sie mir Ihren Einwand bitte näher erläutern?“
  • „Warum stellen Sie die Frage? Können Sie dem Publikum sagen, was Sie mit Ihrem Einwand bezwecken?“
  • „Haben Sie mit Ihrer Frage nicht selbst schon die Antwort gegeben?“

Killerphrasen parieren

Killerphrasen („Das Geld kriegen wir nie!“ oder „Das machen wir schon immer so!“) vergiften jede Gesprächsatmosphäre und verhindern den Dialog. Solche Einwände sollten direkt vom Tisch.

  • Stellen Sie Killerphrasen, die ungeprüfte Tatsachen enthalten, falsche Wissenssätze gegenüber. Die Übersteigerung nimmt den Behauptungen die Schlagkraft.
    Zwischenruf: „Das klappt sowieso nicht, das weiß jeder, der etwas davon versteht!“ Entgegnung: „Genau! Und die Titanic ist unsinkbar, sagte jeder, der etwas davon verstand!“
  • Stimmen Sie dem Störer scheinbar zu – das nimmt ihm die Möglichkeit, noch mal anzusetzen.
    Zwischenruf: „Controller wie Sie sind Erbsenzähler und sonst nichts.“
    Replik: „Stimmt. Und nach dem Zählen habe ich Tipps, was Sie mit den Erbsen machen können.“
  • Bei einem wirklich aggressiven Gegner dürfen Sie auch zurückschlagen.
    Zwischenruf: „Sie haben doch keine Ahnung!“
    Erwiderung: „Versuchen Sie jetzt noch mal einen intelligenten Zwischenruf.“
    Oder
    Zwischenruf: „Sie sagen uns nicht die ganze Wahrheit!“
    Replik: „Die würden Sie auch nicht vertragen!“

Mit Zitaten kontern

Persönliche Angriffe laufen fast immer nach dem gleichen Schema ab: Der Gegner wirft Ihnen direkt oder indirekt Ahnungslosigkeit, Blauäugigkeit oder mangelnden Sachverstand vor. Mit einem Zitat können Sie souverän kontern:

  • Machen Sie Anleihen bei anerkannten Autoritäten. Notieren Sie schon im Vorfeld möglicher Auseinandersetzungen griffige Zitate, die sich leicht behalten lassen.
  • Der Name einer berühmten Persönlichkeit verleiht Ihrer Äußerung Gewicht. Ihr Publikum sieht die Autorität hinter der Aussage.
  • Wenn Sie so zitieren, vermeiden Sie weitere Angriffe auf Ihre Person: Niemand kann Ihnen etwas vorwerfen, da die Aussage ja nicht von Ihnen stammt.
  • Greifen Sie jedoch nicht ein x-beliebiges Zitat aus der Luft. Es muss schon genau in den Zusammenhang passen und belegbar sein!
  • Zum Vorwurf „So ein dummes Zeug habe ich lange nicht mehr gehört!“ hat sich Mark Twain zitierfähig geäußert, nämlich so: „Das Recht auf Dummheit wird von der Verfassung geschützt. Es gehört zur Garantie der freien Entfaltung der Persönlichkeit.“

Assoziieren üben

So wie sich sportliche Höchstleistungen nur bei ordentlichem Training einstellen, stellt sich Schlagfertigkeit nur ein, wenn Sie spontanes Assoziieren üben. Versuchen Sie es zu verschiedenen Themen:

  • Lassen Sie sich fünf bis zehn Karten geben, auf denen jeweils ein Begriff steht (Beispiel: Spätgotik, Tannenbaum, Taufkissen, Muttersöhnchen, Kamin, Lawine, Beerdigungsinstitut, Hafenviertel, Ausbildungsvertrag). Erzählen Sie eine zusammenhängende Geschichte, in der alle diese Begriffe vorkommen.
  • Lassen Sie sich Themen stellen, über die Sie spontan referieren – je schräger das Thema, desto besser.
    Beispiel: „Bei der Fußballweltmeisterschaft 2014 in Brasilien wird nur noch auf ein Tor gespielt.“ Wenn Sie mit solchen Aufgaben gut fertig werden, fällt Ihnen auch in der Debatte schnell etwas Eindrucksvolles ein.
  • Schreiben Sie drei Minuten lang ununterbrochen auf, was Sie alles mit einem Mann anfangen können. Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
    Halten Sie anschließend einen Blitzvortrag. Danach dasselbe Spiel, aber diesmal lautet die Aufgabe: „Was können Sie alles mit einer Frau anfangen?“ Ganz spontan natürlich! Und keine platten Sexgeschichten – das wäre zu billig!
    Alternativ können Sie sich auch folgende Übungsaufgabe stellen: „Sie sind Führungskraft. Es ist Sonntag, 22 Uhr. Sie sind fremd in Hamburg. Ihnen ist Ihr Portmonee samt Geld, Kreditkarten, Flugtickets gestohlen worden. Ihr Partner ist mit den Eltern im Urlaub in Neuseeland. Am Sonntag können Sie in der Firma niemanden erreichen.
    Überlegen Sie sich zehn Lösungen, wie Sie am nächsten Morgen um 8 Uhr in München sein können, um dort Ihren Geschäftstermin wahrzunehmen, und referieren Sie darüber!“
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