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Soforthilfe: Grundregel für Rede-Pannen

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Liebe Leserin, lieber Leser,

Sie erinnern sich bestimmt an Karl Heinz Köpcke, einen der ersten Sprecher der "Tagesschau". Durch sein Auftreten und seine Arbeitsweise hat er als "Mr. Tagesschau" im deutschsprachigen Raum die Maßstäbe für Nachrichtensprecher gesetzt.

 

Heute vor 23 Jahren, am 10. September 1987, kurz vor seinem 65. Geburtstag, hat Karl Heinz Köpcke seine Karriere als "Tagesschau"-Sprecher beendet - und damit auch die Zeit, in der er bei jedem seiner Fernsehauftritte mit einer Panne rechnen musste.

Pannen-Möglichkeiten gab und gibt es beim Fernsehen viele. Der Ton kann ausfallen, das Bild stören oder die falsche Einspielung gesendet werden. Und neben der Technik, die unentbehrlich, aber nicht immer verlässlich ist, ist da ja auch noch der Mensch als potenzielle Pannengefahr.

(Übrigens: Die allgemein äüßerst geringe Chance auf eine wiederholte Ausstrahlung steigt bei Nachrichtensendungen durch Pannen enorm! Denn Pannen sind das, was der Zuschauer sehen will - sofern er sich darüber amüsieren kann.)

Was tun, wenn plötzlich ein Schluckauf kommt? Ein Niesreiz oder der allbekannte "Frosch im Hals" sich bemerkbar macht?. Wenn die Manuskriptseiten durcheinandergeraten? Der Einsatz verpasst wird?

Sie, liebe Rednerin und lieber Redner, dieser "Liste der möglichen Pannen" könnten Sie gewiss noch einige Punkte hinzufügen. Aber kennen Sie auch die Grundregel der Pannenhilfe?

Hier ist Sie!

Stehen Sie zu Ihren Pannen!

... Und das am besten mit einer Prise Humor!

  • Versuchen Sie nicht, Ihre Panne zu vertuschen.
  • Zeigen Sie sich souverän und selbstsicher!

Sagen Sie sich: „Das kann doch jedem mal passieren!“ – und bleiben Sie locker und gelassen.

 

Ihr Publikum wird Ihnen die Panne nicht übel nehmen und sich später allenfalls positiv daran erinnern, wenn Sie gekonnt reagieren. Deshalb:

Vergessen Sie die Angst vor Pannen und nutzen Sie diese als Ihre Chance!

 
 

Und so geht's:

1. Beispiel: Wenn Sie gleich zu Beginn Ihrer Rede, noch beim Aufstehen,
Ihr Glas umwerfen

Sagen Sie zum Beispiel:

"Liebe Familie, liebe Gäste, an sich hatte ich mir das mit dem Glas für den Schluss meiner Rede vorgenommen. Allerdings wollte ich es nicht umstoßen, sondern mit euch auf den heutigen Anlass (unser Geburtstagskind, das Brautpaar, unsere Silber-Jubilare etc. ) anstoßen."

2. Beispiel: Wenn sich ein Hustenreiz bemerkbar macht

  • Unterbrechen Sie Ihren Vortrag,
  • wenden Sie sich für einen Augenblick von Ihrem Publikum ab, um zu husten,
  • und trinken Sie anschließend einen Schluck Wasser.
  • Sobald der Hustenreiz verebbt ist, entschuldigen Sie sich mit einem knappen „Entschuldigen Sie (Entschuldigt) bitte.“
  • Dann können Sie mit einem humorvollen Spruch fortfahren, beispielsweise:
„Ich hoffe, Sie fanden meine bisherigen Ausführungen nicht so trocken wie offensichtlich mein Hals. Aber ich werde zusehen, dass es jetzt wie geschmiert weitergeht ...“

Oder: „Keine Angst, liebes Geburtstagskind (lieber Jubilar, liebes Brautpaar etc.), ich habe mich nicht an dem vielen Lob verschluckt, das ich dir bisher ausgesprochen habe. Das hast du dir (habt ihr euch) rundum verdient. Und ich bin damit auch noch nicht fertig ...“

Wenn Ihre Rede schon fast den Schluss erreicht hat:  „Ich merke schon, die Luft wird langsam trocken und es ist Zeit, dass wir miteinander anstoßen. Aber lasst mich diesen Gedanken noch zu Ende bringen ...“

  • Und ganz wichtig: Lächeln Sie, bevor Sie fortfahren!

3. Beispiel: Wenn Ihr Manuskript oder Ihre Stichwortkärtchen
zu Boden fallen

Sagen Sie beispielsweise:

"Ihr seht selbst: Ich habe mir zum heutigen Tag (Anlass) gewichtige Gedanken gemacht. Offensichtlich so gewichtig, dass sie sich der Erdanziehungskraft nicht widersetzen können."

4. Beispiel: Wenn Sie den Faden verlieren

Sagen Sie etwa:

"Nun, liebe Freunde und Gäste, ihr könntet jetzt denken, ich hätte den Faden verloren. Und vielleicht habt ihr damit sogar Recht. Aber möglicherweise will ich ja auch nur kontrollieren, ob ihr mir wirklich aufmerksam zuhört. Deshalb nun die Kontrollfrage (mit einem verschmitzten Lächeln) : Wo war ich gerade? (Was habe ich zuletzt gesagt? Bei welchem Punkt bin ich stehen geblieben? etc.) ..."

Eine Ausnahme bilden Trauerreden. Wenn Sie bei einer Trauerrede ins Stocken kommen, wird es Ihnen niemand übel nehmen, wenn Sie Ihre Ansprache notfalls abbrechen. Mehr dazu lesen Sie im nächsten Rhetorik-Newsletter.

 
 

In diesem Sinn wünsche ich Ihnen einen "pannensicheren" Tag!

Herzlichst Ihre

Alexandra Sievers


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