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Sprachstil: 5 Tipps für ansprechende Reden

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Von Alexandra Sievers,

Der Kabarettist Matthias Brodowy hat einmal gesagt: "Hinter einem denglisch-babylonischen Sprachgewirr kann man sich wunderbar verstecken, Wissenslücken vertuschen und Kompetenz vorgaukeln. Unterm Strich bleibt allerdings oft nur heiße Luft. Der Gebrauch der eigenen Sprache ist hingegen nicht nur eine Frage der Kultur, sondern auch der Ehrlichkeit: Der Zuhörer will, dass man mich versteht!" - und das ist doch sicherlich auch Ihr Ziel als Redner.

Was immer Sie zu sagen haben: Sagen Sie es "auf gut Deutsch"!

Jeder junge Verkäufer lernt bei seinem ersten Verkaufstraining: "Sprechen Sie immer die Sprache Ihrer Kunden!" – Dasselbe gilt für Sie als Redner, nur dass Ihre Kunden "Zuhörer" heißen. Auch Sie als Redner wollen etwas verkaufen: Ihre Gedanken, Ideen und nicht zuletzt sich selbst.

Sprechen Sie deshalb so, dass Ihr Publikum Ihren Ausführungen problemlos folgen kann und nicht lange über einzelne Wörter grübeln muss. Vermeiden Sie überflüssige Fremdwörter, beschränken Sie sich auf die wirklich nötigen, für alle gängigen Fachbegriffe und sagen Sie das, um was es Ihnen geht, ansonsten "auf gut Deutsch".

Sprechen Sie die Sprache Ihrer Zielgruppe

Deshalb sollten Sie Fremdwörter vermeiden, denn es ist nicht sicher, ob Ihre Aussage so "rüberkommt", wie Sie es erwarten. Benutzen Sie Verben, denn sie bringen Dynamik und Lebendigkeit in Ihre Sprache. Allzu viele Substantive wirken schwerfällig und statisch. Wichtig sind auch Beispiele, denn sie schaffen Nähe, und Ihre Zuhörer schalten nicht ab. 

Tipp 1: Achtung bei Fremdwörtern und Anglizismen!

Frei nach Schiller gilt als Faustregel: Drum prüfe, wer in die Rede fremde Worte bindet, ob sich nicht auch ein gutes deutsches findet.

Natürlich lassen sich Anglizismen und Fremdwörter nicht immer vermeiden. Gerade im Bereich der Informationstechnologie haben sich zahlreiche Begriffe durchgesetzt, die in der deutschen Version seltsam klingen: wie "Klapprechner" für "Laptop" oder "tragbarer Musikspieler" für "iPod".

Aber Achtung vor den Anglizismen, die sich so gut tarnen, dass sie kaum mehr als solche erkannt werden – und die in der deutschen Sprache absolut nichts zu suchen haben.

So leben wir in Deutschland beispielsweise auch 2016 nicht "in 2016". Dieses aus dem Englischen kommende "in" ist in der deutschen Sprache vor der Jahreszahl völlig fehl am Platz.

Und ebenso ergibt es auf Deutsch keinen Sinn, wenn jemand behauptet, etwas würde Sinn "machen". Das englische "to make sense" heißt korrekt übersetzt nun mal "Sinn ergeben" oder auch "sinnvoll sein".

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Tipp 2: Machen Sie’s kurz!

In der Kürze liegt die Würze – und das gilt nicht nur für Ihre Rede als Ganzes, sondern auch für jeden einzelnen Satz Ihrer Ansprache. So mancher Nebensatz, der sich in der Schriftsprache noch stilvoll anhängen lässt, verlangt bei der gesprochenen Sprache nach Eigenständigkeit. Verlieren Sie sich also nicht in langen Satzkonstruktionen, sonst verlieren Sie schnell auch Ihre Zuhörer!

Tipp 3: Bleiben Sie sich treu!

Sprechen Sie auch als Redner so, wie es Ihr Publikum aus persönlichen Gesprächen mit Ihnen gewohnt ist. Sie sind schließlich Redner, nicht Schauspieler. Wer in eine andere Rolle schlüpft wirkt oftmals komisch und in der Regel unglaubwürdig. Auch wenn Ihre Sprache von einem leichten Dialekt gefärbt ist: Zwingen Sie sich nicht zu einem gestelzten Hochdeutsch. Wenn Ihr Publikum schmunzeln soll, dann besser über gezielte Pointen, als über gezwungene Sprachakrobatik. 

Tipp 4: Drücken Sie sich auch ohne Worte lebendig aus!

Achten Sie auch auf Ihre Körpersprache! Und bringen Sie Bewegung in Ihre Rede. Wer nur stocksteif dasteht, kann nun mal keine lebendige Rede halten. Allerdings sollten Sie Ihre Worte mit Ihren Gesten auch nicht "übertönen". Das richtige Maß liegt wie fast immer in der Mitte.

Tipp 5: Sprechen Sie kein Amtsdeutsch!

Vermeiden Sie Substantivierungen und knochentrockene Faktensammlungen, die Ihre Rede schnell abgehackt und unpersönlich wirken lassen. Das Verb, das auch als "Tun-Wort" bezeichnet wird, trägt diesen Namen nicht umsonst. Auch in Ihrer Rede sorgt es dafür, dass sich etwas tut.

Es klingt doch gleich ganz anders, wenn ein Redner anstatt "Es geht um die Einberufung einer Besprechung zwecks Detailinformation über die Inbetriebnahme einer neuen Produktionsstätte für nächsten Mittwoch" sagt: "In Kürze werden wir unsere neue Produktionsstätte eröffnen. Deshalb treffen wir uns nächsten Mittwoch, um alle wichtigen Einzelheiten zu besprechen." Welcher Einladung würden Sie lieber folgen, liebe Leserin, lieber Leser? Geben Sie sich in Ihrer Rede also nicht förmlich, sondern aktiv – und beziehen Sie Ihre Zuhörer in Ihre Rede ein.

Auch durch eine reine Fakten-Sammlung reißt schnell die Verbindung zu Ihrem Publikum ab. Sprechen Sie deshalb Ihre Zuhörer immer wieder an. Führen Sie Ihr Publikum mit ein paar Worten zum nächsten Punkt hin oder kommentieren Sie die einzelnen Punkte kurz. Und vor allem: Geben Sie Ihrem Publikum – auch durch kleine Sprechpausen – die Zeit, die einzelnen Fakten aufzunehmen und zu verarbeiten.

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