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Stegreif-Rede

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Stegreif-Rede: So präsentieren Sie erfolgreich


Die Zeit läuft: Nutzen Sie sie! Nichts geht über eine gut vorbereitete Präsentation. Doch manchmal fehlt schlicht die Zeit, einen in Wort und Visualisierung perfekten Vortrag auszuarbeiten:

  • In einem Meeting werden Sie überraschend aufgefordert, über den Stand eines Projekts zu referieren.
  • Ihr Vorgesetzer kündigt kurzfristig Besuch an – Sie sollen „mal eben” zu einem Punkt der Tagesordnung Stellung nehmen. In solchen und ähnlichen Überraschungssituationen haben Sie nur eine Chance: Sie müssen gezielt improvisieren!

Lesen Sie hier,

  • wie Sie trotz immensem Zeitdruck den Überblick behalten und
  • wie Sie in maximal 4 Schritten zum Erfolg kommen.

Stegreif-Rede: Chuck Millers 4-Schritt-Stegreif-Technik

Jede gute „Spontan-Präsentatorin“ und jeder gute Stegreif-Redner folgen einem simplen System, um ihre Einfälle zu organisieren.
Besonders empfehlenswert ist die Technik von Chuck Miller, die er in seiner Zeit als Direktor an der US-Luftwaffen- Akademie entwickelt hat. Seine Methode besteht aus 4 Schritten, die kurz genug sind, um sie leicht zu behalten:
1. Hauptpunkt
2. Stützen / „Helfer”
3. Einstieg
4. Schluss
Eine „merkwürdige” Abfolge? Ja! Denn die 4 Schritte sind nach der Reihenfolge geordnet, in der Sie denken, nicht nach der Reihenfolge, in der Sie vortragen sollen.

Versuchen Sie, Zeit zu gewinnen

„Sie sind dran” – was tun? Versuchen Sie als Erstes, Zeit zu gewinnen: Erheben Sie sich langsam, lächeln Sie, knöpfen Sie Ihr Jackett zu, oder streichen Sie (als Frau) Ihren Rock glatt. Sammeln Sie Ihre Notizen, und gehen Sie bedächtig ans Pult (oder an den Platz, vom dem aus Sie vortragen wollen). Das Ganze aber bitte nicht aufreizend lässig, sondern so wie ein besonnener, konzentrierter Mensch, der seine Gedanken sammelt! So zeigen Sie der Hörerschaft, dass Sie sich (und die Situation) unter Kontrolle haben und – gewinnen wertvolle Zeit zum Nachdenken: über Ihre 4-Schritt-Technik.

Stegreif-Rede: 1. Schritt - Hauptpunkt

Wenn Sie eine „normale” Präsentation vorbereiten, sammeln Sie erst einmal alle verfügbaren Materialien und Ideen, der als Klammer für Ihren gesamten Vortrag dienen kann.
In einer Situation wie dieser jedoch, die Sie zur Improvisation zwingt, haben Sie nicht die Zeit, all das Revue passieren zu lassen, was Sie über das Thema wissen. Stattdessen müssen Sie Ihr Gedächtnis nach einem einzigen Punkt durchforsten, den Sie ansprechen können.
Suchen Sie dabei nicht nach dem bestmöglichen Punkt, der denkbar wäre. Nehmen Sie stattdessen von den brauchbaren Punkten den 1., dessen Sie habhaft werden können.
Sobald Sie Ihren Hauptpunkt gefunden haben, müssen Sie konkreter werden (z. B. ein spezielles Problem oder eine besonders positive Entwicklung) und genauere Aussagen formulieren. Damit kommen Sie dem Schwall von Fragen zuvor, den Sie vor allem dann auslösen, wenn Sie Negatives zu berichten haben: Nennen Sie praktische Gründe, Ursachen, Hintergründe.

Stegreif-Rede: 2. Schritt - Stützen / „Helfer“

Machen Sie sich auf die Suche nach 2 oder 3 Punkten, die Ihren Hauptpunkt direkt unterstützen. Wie zuvor suchen Sie nicht nach der bestmöglichen Stütze – Sie haben dafür keine Zeit –, sondern nehmen Sie die ersten brauchbaren „Helfer“, die Ihnen in den Sinn kommen. Sie können weitere Punkte als Stützen und Helfer ansprechen. Aber jeder folgende Punkt muss Ihren Hauptpunkt untermauern.

Stegreif-Rede: 3. Schritt - Einstieg

Eine Eröffnung aus dem Stegreif verfolgt die gleichen Ziele wie jeder andere Einstieg auch:

  • die Sympathie des Publikums zu gewinnen und
  • dessen Aufmerksamkeit auf den Gegenstand Ihrer Präsentation zu lenken.

Wenn Ihre Zuhörer Sie nicht kennen, sollten Sie sich am besten kurz vorstellen, z. B.: wer Sie sind, in welcher Beziehung zum Vortrags-Gegenstand Sie stehen, welche Funktion Sie in dem betreffenden Unternehmen ausüben, für welchen Fachbereich Sie verantwortlich sind.

Genau wie die bereits genannten Elemente Hauptpunkt und Stützen braucht auch der Anfang Ihrer Stegreif- Präsentation nicht perfekt zu sein. Greifen Sie auf den ersten Einfall zurück, von dem Sie annehmen, dass er funktioniert:

  • Eine bewährte Einstiegs-Methode ist, die Zuhörer mit „einer guten und einer schlechten Nachricht” zu konfrontieren (siehe nachfolgendes Praxis-Beispiel).
  • Auch erlebte Geschichten sind für die Eröffnung aus dem Stegreif geeignet. Berichten Sie einfach, was Sie kürzlich oder soeben im Zusammenhang mit dem Thema erlebt haben. („Ich komme gestern abend um sechs auf die Baustelle: Kein Mensch mehr da. Nur der Bau- stellenleiter. Herr Schmitz sitzt in seinem Container und beugt sich über ein Blatt. ,Was ist los?,, frage ich. ,Uns fehlt Baumaterial. Ich hab, alle nach Hause geschickt.,”)

Stegreif-Rede: 4. Schritt - Schluss

Auch der Schluss eines Stegreif-Vortrags folgt den gleichen Gesetzen wie jeder Rede-Schluss:

  • Fassen Sie die wichtigsten Punkte zusammen.
  • Fordern Sie dazu auf, entsprechend zu handeln.
  • Hinterlassen Sie den Zuhörern einen Merksatz („Wir arbeiten an der Lösung. Nach dem Motto: Ein Problem ist eine Chance in Arbeitskleidung”),
  • und / oder schließen Sie den Kreis, wie Sie ihn beim Einstieg begonnen haben. Herr Ofera kommt zum Schluss seiner Stegreif- Präsentation: „Meine Herren, die schlechte Nachricht ist: Wir liegen zurück. Die gute Nachricht ist: Wir können alles noch aufholen. Wenn wir die einzelnen Phasen des Projekts wie geschildert umstrukturieren, lässt es sich problemlos termingerecht zu Ende bringen.”

Wenn keine Zeit für alle 4 Schritte bleibt

Ist es möglich, einen kompletten Vortrag in so kurzer Zeit im Kopf zu entwerfen? – Ja! Denn in aller Regel sollen Sie nur über etwas referieren, mit dem Sie vertraut sind. Der zusätzliche Adrenalin-Stoß wird Ihnen ein Extramaß an geistiger Beweglichkeit verleihen. Wenn Sie keine Zeit haben, unseren Empfehlungen zu folgen, denken Sie daran: Die 4-Schritt-Technik ist nach Prioritäten geordnet. Der erste Schritt, den Hauptpunkt auszuwählen, ist zwingend. Sollten Sie am Pult angekommen sein, bevor Ihnen ein Punkt eingefallen ist, machen Sie eine kleine Pause, bis Sie ihn gefunden haben. Ihre Zuhörer werden eine Eingangspause tolerieren, in der Sie Ihre Gedanken sammeln.

Im Übrigen gibt es mehrere Kunstgriffe, die dabei helfen, das innere Geschehen zu kaschieren, z. B.:

  • kurz in Ihre Notizen zu schauen,
  • einige Papiere zu ordnen,
  • sich ein paar Stichwörter zu notieren,
  • den Projekt-Namen ans Flip-Chart zu schreiben,
  • den Hauptpunkt auf eine Overhead-Folie zu schreiben,
  • sich ein Glas Wasser einzuschenken,
  • einen Schluck zu trinken,
  • ein Fenster zu schließen.

Achtung: Wenn Sie erst einmal wissen, worüber Sie sprechen wollen, wird dieser Hauptpunkt wie von allein zum roten Faden. Wenn Sie jedoch anfangen, bevor Sie einen klaren Gedanken (einen Hauptpunkt) haben, werden Sie „um den heißen Brei herumreden”. Dann überzeugen Sie Ihr Publikum nur von einem: dass Sie desorganisiert sind!

Gehen Sie assoziativ vor
Haben Sie keine Zeit, die Schritte 2, 3 und 4 vorzubereiten: Gehen Sie assoziativ vor. Sprechen Sie, sobald Sie ihn gefunden haben, von Ihrem Hauptpunkt, und knüpfen Sie alle weiteren Sätze daran an. Assoziativ vorzugehen ist ohnehin für jede Stegreif- Rede das leichteste Verfahren – und auch vom Publikum am leichtesten nachvollziehbar: Jeder Satz knüpft an den Vor-Satz an. Der Vor-Satz gibt stets das Stichwort für den Folgesatz.

Solange Sie Ihren Hauptpunkt fest im Auge behalten, wird ihn praktisch wie von selbst alles stützen, was Sie daran knüpfen.

Und der Schluss?

Wenn Ihnen zum Ende Ihrer 5-Minuten-Präsentation noch keine griffige Schlussformel eingefallen ist, fassen Sie das Gesagte noch einmal kurz zusammen und wiederholen den Hauptgedanken.

Stegreif-Rede Checkliste: So gelingt Ihnen eine erfolgreiche Stegreif-Präsentation

  • Wenn Sie für eine gründliche Vorbereitung keine Zeit haben, wenden Sie die 4-Schritt-Stegreif-Technik an:
    1. Hauptpunkt: Nehmen Sie den 1. Ansatz, der zu Ihrem Thema passt. Nennen Sie konkrete Hintergründe / Ursachen zu Ihrem Hauptpunkt.
    2. Stützen / „Helfer“: Finden Sie 2 oder 3 Punkte, die Ihren Hauptpunkt direkt unterstützen. 3. Einstieg: Gewinnen Sie Sympathie und Aufmerksamkeit Ihrer Zuhörer. Bewährte Einstiegs-Methoden sind: „Gute Nachricht / Schlechte Nachricht“ und „Die erlebte Geschichte“.
    4. Schluss: Fassen Sie zusammen. Fordern Sie zu (entsprechender) Aktion auf. Geben Sie Ihrem Publikum einen Merksatz an die Hand (zusätzlich oder alternativ: Schließen Sie den Bogen zum Anfang).
  • Starten Sie erst mit Ihrem Vortrag, wenn Sie einen Hauptpunkt gefunden haben.
  • Bei extremer Zeitnot: Konzentrieren Sie Ihre Gedanken auf den Hauptpunkt. Dann können Sie mit Ihrem Vortrag auch sofort beginnen, ohne über die 3 letzten Punkte bereits entschieden zu haben. Gehen Sie stattdessen assoziativ vor.
  • Fassen Sie abschließend das Gesagte noch einmal zusammen, und wiederholen Sie den Hauptgedanken.
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