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Telefonieren: Wie Sie Quasselstrippen in den Griff bekommen

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So beenden Sie ein Telefonat mit Überlänge

 

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

kennen Sie auch Menschen, die Telefonate immer wieder unnötig in die Länge ziehen? Denen auch nach dem fünften „Okay, dann Danke für den Anruf“ immer noch etwas Wichtiges einfällt, das sich in den folgenden fünf Minuten doch als nebensächlich herausstellt?

 

Was tun Sie dann, liebe Leserin, lieber Leser?

 

 

Als Studentin habe ich in solchen Fällen immer einen sehr erfolgreichen Trick angewandt. Ich hatte zwar noch kein schnurloses Telefon, aber ein Kabel, das so lang war, dass ich es mit dem Telefon bis zu meiner Wohnungstür geschafft habe. Und damit bis zur Türglocke. Ich klingelte und meinte daraufhin ganz überrascht: „Oh, es hat geklingelt. Ich habe ja ganz vergessen, dass ich gleich abgeholt werde. Ich muss jetzt wirklich los. Nicht böse sein. Wir hören uns.“ Und wenn der Anrufer dann noch einmal angesetzt hat, dann habe ich einfach noch einmal auf die Klingel hingewiesen und gemeint: „Also ich muss jetzt echt auflegen. Bis bald.“ Und schon war der Hörer auf der Gabel, die es damals bei Telefonen ja noch gab.

Auch als ich noch nicht selbstständig war und mir mit einer Kollegin ein Büro geteilt habe, hatten wir unseren kleinen Trick. Ich brauchte nur meiner Kollegin ein Zeichen zu geben und schon rief sie mich über die Sprechanlage aus. Und diese Sprechanlage war so laut, dass auch der Anrufer die Ansage hören konnte: „Frau Sievers, bitte kommen Sie zum Empfang, Sie werden erwartet.“ Das reichte dann auch für den erzählfreudigsten Anrufer als Grund aus, um mich aus dem Gespräch zu entlassen.

Natürlich geht es auch ohne solche kleinen Schwindeleien, die sicher nicht besonders stilvoll sind.

Und damit Sie, liebe Leserin, lieber Leser, wenn Sie das nächste Mal in einer solchen Situation sind, souverän und taktvoll das Gesprächsende herbeiführen, hier ein paar Tipps.

 

 
 

Was tun, wenn der Anrufer eine Quasselstrippe ist?

Quasselstrippen sind oft sehr liebenswert und es kann unterhaltsam sein, mit ihnen zu plaudern. Aber was sollen Sie tun, wenn Sie keine Zeit (mehr) für lange Gespräche haben?

1. Sprechen Sie den Anrufer konsequent mit seinem Namen an

Nichts hört der Mensch lieber als seinen Namen. Sprechen Sie den Anrufer deshalb mit seinem Namen an: „Herr Müller, ich habe da noch eine Frage …“, „Paula, du meinst also ...“. Spätestens nach dem zweiten oder dritten Mal können Sie sich der Aufmerksamkeit Ihres Gesprächspartners sicher sein. Dieser Trick hilft Ihnen somit, überhaupt zu Wort zu kommen und weiter auf das Ende des Gesprächs hinzuarbeiten.

2. Schränken Sie den Zeitraum für das Gespräch ein

Lassen Sie Ihren Gesprächspartner nicht in dem Glauben, Sie hätten unendlich viel Zeit, sondern geben Sie klar vor, wie viel Zeit Sie (noch) in das Telefonat investieren können (bzw. wollen).

„Herr Müller, ich habe um 15:00 Uhr einen Besprechungstermin. Schaffen wir es bis dahin, die wichtigsten Punkte zu klären?“

„Paula, ich muss in zehn Minuten zum Yoga. Sag mir einfach schnell die wichtigsten Punkte.“

3. Fassen Sie das bisher Gesagte zusammen

Kündigen Sie mit einem Griff in die rhetorische Trickkiste das Gesprächsende an, indem Sie das Gesagte zusammenfassen:

„Gut, Herr Müller, dann fasse ich noch einmal zusammen: Wir sind uns also einig, dass …“

„Ja, Paula, dann verbleiben wir also so: …“
4. Betonen Sie, welchen Vorteil der Anrufer von einem baldigen Gesprächsende hat

„Herr Müller, wenn wir das Gespräch beendet haben, sende ich Ihnen die Informationen sofort per E-Mail.“

„Paula, wir machen jetzt Schluss und ich suche dir die Sachen gleich zusammen.“
5. Für ganz Hartnäckige: Beenden Sie das Gespräch höflich, aber konsequent 

„Herr Müller, mein nächster Termin beginnt in genau zwei Minuten. Ich muss jetzt gehen. Danke für Ihren Anruf, wir haben ja alles Wichtige besprochen, auf Wiederhören!“

„Paula, ich würde gern noch ein wenig mit dir weiterreden, aber ich muss jetzt zum Einkaufen, sonst haben wir heute Abend nichts zu essen. Danke für deinen Anruf. Wir sehen uns am Mittwoch!“

 

Mit diesem Vorgehen, liebe Leserin, lieber Leser, haben Sie es in der Hand, wie lang ein Gespräch mit Quasselstrippen dauert. Und Sie brauchen in Zukunft nicht mehr mit den Zehenspitzen auf den Fußboden zu trommeln und stillschweigend darauf hoffen, dass der Anrufer selbst zum Ende kommt.

 

 
 

Das hat Stil:

Auch wenn ein Gespräch in Ihren Augen schon erheblich zu lange dauert und Sie eine gewisse Genervtheit nicht leugnen können: Eine stilvolle Geste ist es

  • sich für den Anruf oder das Gespräch zu bedanken.

Und wenn Sie noch einen Schritt weiter gehen möchten, dann fügen Sie  hinzu, dass Sie sich auf das nächste Gespräch bzw. das bevorstehende persönliche Treffen freuen.

 

Mit herzlichen Grüßen<br/>

Ihre

 

 

Alexandra Sievers<br/>

 

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