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Vergleichstest Redemanuskripte: Stichworte oder ausfomulieren?

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Ein Test für Temperamente und Themen.

 

Immer wieder werde ich gefragt, wie denn nun das perfekte Redemanuskript aussehen sollte? Worauf dann meine erste Antwort ist, dass ein Manuskript nicht nach der Schönheit, sondern nach dem Inhalt zu beurteilen sei – und dann meinen die Leute, nein, es gehe ihnen darum, ob es richtiger wäre, für einen Vortrag jeden Satz auszuformulieren oder vielleicht auch ausreiche, nur Stichpunkte zu notieren? „Tja“, sage ich dann mit bedeutungsvoller Miene, „zuerst einmal dient doch ein Manuskript dazu, dass sich der Redner daran festhalten kann!“ Und haben im privaten Rahmen nicht schon einige von uns zu ihren Gästen gesprochen und hielten in der Hand nur ein belangloses Stück Papier wie die Einladung oder die Speisen- und Getränkekarte? 

Die Frage nach dem ausformulierten oder Stichwort-Manuskript ist durchaus berechtigt und ernst zu nehmen. Es kommt zuerst einmal auch wirklich darauf an zu überlegen: „Wer hält die Rede und sagt was zu welchem Thema und spricht wann zu welcher Gelegenheit und tritt wo in welchem Rahmen auf und vor wem, vor welchen Zuhörern?“ Es gibt selbstverständlich Redner/innen, die sind so erfahren in ihrem Thema oder so wortgewandt und in ihrem Auftreten so selbstsicher oder unbefangen, dass ihnen Stichworte ausreichen, um ihre Zuhörer/innen in den Bann zu schlagen und zu unterhalten oder unterhaltsam zu informieren. Und es gibt andererseits Redner/innen, die sich nur sicher fühlen, wenn sie ihre Gedanken genauestens aufgeschrieben haben und Wort für Wort ablesen beim Vortrag – und die kommen eben auch so gut an wie die anderen. Da kann das erste Fazit also nur lauten: Jede/r schreibt so sein eigenes Manuskript, wie er/sie sich fühlt!

 

Jetzt aber mal rein in die Praxis. Zur Abwägung von Form und Umfang Ihres Manuskriptes machen Sie die Analyse: 

  1. Als Rednertyp bin ich eher der Ableser oder der Stichpunktverwerter?
  2. Das Thema kann ich locker >nachts im Schlaf< abhandeln oder muss ich mir immer wieder genau durchdeklinieren?
  3. Diesen Vortrag halte ich zum ersten Mal und überhaupt nur ein Mal oder wiederhole ihn immer wieder gerne?
  4. Die Rede soll es auch als Manuskript zum Nachlesen geben oder als Handout oder für eine Veröffentlichung?
  5. Meine Zuhörer sind fachlich so versiert, dass sie mir Fahrlässigkeiten nicht durchgehen lassen?
  6. Werden Medien eingesetzt, um die Ausführungen mit Bildern und/oder Grafiken visuell zu unterstützen (Power Point, Flip Chart o.ä.)?
  7. Die Situation inspiriert mich zur Improvisation oder Variation meiner Beispiele und Vergleiche, so dass ich sie aufspüren und aktuell einbauen möchte?
  8. Die Zeit zur Vorbereitung oder Darstellung reicht nicht aus zu tiefer gehenden Aussagen? 

Diese Fragen sollten Sie sich stellen, wenn Sie sich auf einen Auftritt als Redner/in vorbereiten. Und dann gehen Sie an die Arbeit. 

Mein Testergebnis: Schreiben – redigieren – neu schreiben! 

Als Redner bin ich ein erfahrener Typ, der meistens durchaus mit Stichworten über die Runden kommen kann. Ich stelle jedoch immer wieder fest, dass so mancher Gedanke zu schwer auszudrücken oder zu unsicher nur spontan zu formulieren ist. Deshalb ist mein Urteil aus Erfahrung: Aufschreiben. Das ist nämlich die beste Übung zur Beantwortung der Frage: Was will ich sagen und erreichen? Schließlich ist der Inhalt die Botschaft, auf die es ankommt, und die Rhetorik ist nur das Mittel zum Zweck, nämlich, dass die Botschaft auch 'rüberkommt'. 

Zu allem anderen sagte der römische Philosoph Boethius: „Si tacuisses, philosophus mansisses! – Wenn du geschwiegen hättest, wärst du ein Philosoph geblieben!“ 

 

Herzlich grüßt

Jürgen M. Bergfried

 


 

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