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Verhaltenstraining für die Bühne – kleine Regelkunde in 4 Akten

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Urheber: kasto | Fotolia

Von Alexandra Sievers,

„content is king“ heißt es in der Kommunikation – was zählt, ist der Inhalt. Doch Zuhörer dringen gar nicht bis zum Inhalt vor, wenn der Überbringer sie brüskiert. Stimmen Sie Ihr Publikum also durch Ihren Gesamtauftritt gewogen.

1. Akt: La mise en scène – vor dem Auftritt

Erinnern Sie sich daran, was Ihre Eltern Ihnen am ersten Schultag nach den Ferien sagten:

„Bist du ordentlich angezogen?“ – heißt für Sie: Passt Ihre gewählte Kleidung zu Publikum und Anlass? Sitzt alles, sodass Sie sich in Ihrer (zweiten) Haut wohlfühlen? Sind die Schuhe poliert? Stimmen Frisur und ggf. Make-up?

„Hast du deine Hausaufgaben?“ – heißt für Sie: Haben Sie das richtige Manuskript im richtigen Sakko oder Blazer?

„Benimm dich anständig!“ – heißt für Sie: Seien Sie freundlich und zuvorkommend zu jedem, der Ihnen auf dem Weg zum Auftritt begegnet; es könnte einer Ihrer Zuhörer sein.

„Pass schön auf und mach mit!“ – heißt für Sie: Prüfen Sie vor der Veranstaltung Ihre Technik (Computer, Beamer, Mikrofon etc.) und Ihre Requisiten (Flipchart, Stifte etc.). Und mischen Sie sich unter das Publikum, fangen Sie Stimmungen und Positionen ein; so erhalten Sie wertvolle Hinweise, um während der Rede Nähe zum Publikum herzustellen.

2. Akt: Showtime – auf der Bühne

Die Bühne will bereitet sein, und jedes Solo braucht den richtigen Rahmen. Sie müssen also nicht nur Ihren Einsatz kennen, sondern ihn am besten mitgestalten: Legen Sie fest, wie Ihre Rede angekündigt werden soll. Sprechen Sie mit dem Vorredner, dem Veranstalter oder dem Moderator die einleitenden Sätze für Ihren Auftritt ab (besprechen Sie auch, was unbedingt NICHT gesagt werden soll).

Ihr Auftritt selbst beginnt mit dem Weg vom Platz auf die Bühne und zum Redner-Pult: Bauen Sie bereits jetzt die nötige Körperspannung auf, gehen Sie zielstrebig und gerade – so signalisieren Sie Souveränität.

Sofern Ihr Vorredner noch auf der Bühne ist, geben Sie ihm freundlich die Hand. Jetzt „gehört“ das Podium Ihnen.

Beachten Sie dabei aber die Veranstaltungsdramaturgie: Es kommt vor, dass Auf- und Abgang getrennt sind. Dann verlässt Ihr Vorredner die Bühne, bevor Sie ihn erreichen. Laufen Sie nicht hinterher – Ihr Ziel ist das Pult!

Stellen Sie in diesem Fall den Bezug (und die Übergabe) verbal her (zum Beispiel: „Frau XY hat uns einen großen Raum eröffnet; lassen Sie uns diesen füllen ... / Vielen Dank für die einleitenden Worte.“).

Halten Sie einen Moment inne und blicken Sie ins Publikum. Blickkontakt ist die erste Verbindung, die Sie zu Ihren Zuhörern aufnehmen. Auf dieser Verbindung bauen Sie auf, wenn Sie Ihre Inhalte/Argumente platzieren. Halten Sie die Verbindung zum Auditorium. (Hier helfen Ihnen mitunter auch die Hinweise aus den Gesprächen vor der Veranstaltung; nehmen Sie darauf Bezug.)

3. Akt: Finale furioso? Der Abgang

Ein Abgang kann spektakulär sein, muss es aber nicht. Wichtig ist, dass Ihr letzter Satz sitzt. Thematisch und in der Formulierung. Wenn Sie starke Worte für Ihre Schlussbotschaft gefunden haben, merkt das Publikum, dass Ihre Rede beendet ist – und klatscht.

Vermeiden Sie Danksagungen am Ende: Sie haben einen brillanten Auftritt geliefert, dafür sollten andere danken. Außerdem schwächen Sie sonst die Wirkung Ihrer letzten Worte.

Verlassen Sie Ihre Position nicht, bevor der Applaus verklingt. Genießen Sie Ihren Erfolg. Manche Themen lassen keinen Applaus zu. Dann verneigen Sie sich kurz, um das Ende der Rede zu signalisieren.

Danach übergeben Sie die Bühne – wieder mit Handschlag – an den Moderator oder an den Nachredner. Dann gehen Sie ab, und zwar souverän wie am Anfang.

4. Akt: Epilog

Ihr Auftritt ist noch nicht vorbei! Auch im Abgang achten Sie auf Kleinigkeiten: Sammeln Sie Ihre Utensilien (Skript, Stifte, etc.) zusammen, bevor der Nachredner / der nächste Veranstaltungspunkt beginnt. Nehmen und/oder schalten Sie Ihr Mikrofon nach den letzten Worten ab. Auch das bilaterale Gespräch mit Zuhörern in der Pause und nach der Veranstaltung gehört zu Ihrem Auftritt. Das Publikum sieht Sie nach wie vor als Redner – und rechnet Ihr Verhalten der Rede zu. Die elterlichen Mahnungen vom Anfang sind auch hier hilfreiche Erinnerungspunkte ... Wirklich vorbei ist es erst, wenn Sie wieder in heimischen Gefilden sind.

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