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Vorsicht Falle: 5 Formulierungen, durch die Sie Ihre Autorität verlieren

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5 Warnungen: So stehen Sie sich selbst im Weg

 

Heute vor genau 40 Jahren, am 20. Oktober 1971, erhielt Bundeskanzler Heute Brandt den Friedensnobelpreis. Er war der Ansicht:  „Die besten Reden sind die, die nicht gehalten werden. Die zweitbesten sind die scharfen, die drittbesten die kurzen.“

 

Willy Brandt, der am 8. Oktober 1992 verstarb, war bekannt für seine Reden. Er formulierte treffend, bildhaft und einprägsam - und damit setzte er sich von vielen Rednern seiner Zeit ab, die sich der akademischen Geschwollenheit hingaben. Floskeln und Phrasen waren nicht sein Ding. Willy Brandt brachte die Dinge auf den Punkt, und zwar so, dass viele seiner Aussprüche bis heute in Erinnerung geblieben sind. Wie beispielsweise seine Worte am Tag nach der Maueröffnung: „Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört.“ Oder einige Wochen später: „Der Zug zur Einheit rollt. Jetzt kommt es darauf an, dass niemand unter die Räder kommt.“

Natürlich hatte auch Willy Brandt seine Redenschreiber. Aber er war keiner, der die für ihn formulierten Texte vom Manuskript ablas. Als Meister der freien Rede hielt er sich an seinen eigenen Grundsatz: „Man sollte, wo es darauf ankommt, sich in freier Rede äußern können. Das Gütezeichen öffentlicher Rede bleibt der ansprechende Vortrag eines nicht anspruchslosen Textes.“ Dabei schüttelte er seine Reden keineswegs aus dem Ärmel, sondern nahm deren Vorbereitung sehr ernst. So äußerte er einmal: „An der Rede - so sie nicht aus dem Stand zu halten ist - muss gearbeitet, an den wichtigsten Sätzen gefeilt werden.“

Willy Brandt war unbestritten eine Autorität: ein Vorbild, das es verstand, andere Menschen dazu zu veranlassen, sich ihm in seinem Denken und Handeln anzuschließen.

Damit Sie, liebe Leserin, lieber Leser, sich bei Ihren Rede-Auftritten und Verhandlungsgesprächen ebenfalls als Autorität beweisen, hier 5 Warnungen, wodurch Sie sich selbst im Weg stehen könnten.

 

5 Formulierungen, durch die Sie Ihre Autorität verlieren können

Warnung 1: Vorsicht vor „Wenn …, dann …“-Sätzen!

„Wenn wir heute im Bereich XY die Saat ausstreuen, dann werden wir in Zukunft eine reiche Ernte einfahren.“ - Und was ist, wenn wir das nicht tun? Wie lange wird die Zukunft auf sich warten lassen? - So richtig und vielversprechend der Inhalt Ihrer „Wenn …, dann ...“-Aussagen auch ist, liebe Leserin, lieber Leser, Sie drücken damit nur wenig Zuversicht aus. Ebenso verhält es sich bei Formulierungen, die mit „falls“ beginnen.

Ersetzen Sie „wenn“ und „falls“ besser durch „sobald“: „Sobald wir im Bereich XY die Saat ausstreuen, erwartet und eine reiche Ernte.“  Auf diese Weise zeigen Sie, dass Sie aus voller Überzeugung hinter Ihrer Sache stehen und dass es jetzt losgehen kann.

Warnung 2: Vorsicht vor Formulierungen, die träge und passiv wirken!

„Ich werden in die Wege leiten …“, „Ich werde veranlassen …“ - Mit derartigen Formulierungen wirken Sie, als würden Sie die Verantwortung und Arbeit anderen zuschieben. Zeigen Sie sich besser aktiv und engagiert. Sagen Sie: „Ich nehme das in die Hand …“, „Ich kümmere mich darum …“,  oder „Ich sorge dafür …“. Dadurch bekräftigen Sie auch Ihre Entschlossenheit.

Warnung 3: Vorsicht vor Aussagen, die andere wie Verlierer aussehen lassen!

„Mit dieser Behauptung haben Sie Unrecht …“, „Das stimmt so nicht …“, „Das lässt sich so nicht umsetzen …“ - Es ist nicht unbedingt stilvoll, Ihre Kompetenz zu unterstreichen, indem Sie eine andere Person als unwissend darstellen. Zeigen Sie, dass Sie Einwänden, abweichenden Meinungen und anderen Vorschlägen offen gegenüberstehen und dass Sie die andere Person ernst nehmen.

Sagen Sie zum Beispiel: „Ich habe diesen Einwand erwartet und kann ihn durchaus nachvollziehen. Bei meinen Überlegungen bin ich zu dem Schluss gekommen …“, „Ihre Aussage ist durchaus richtig. Nur fehlt mir dabei der Punkt …“ oder „Das ist sicher eine Möglichkeit, die Sie da ansprechen. Sobald wir aber bedenken, dass …“. Mit diesen Formulierungen drängen Sie niemanden in die Ecke der Verlierer. Vielmehr erkennen Sie auch die Kompetenz anderer an und beweisen sich gleichzeitig als die oberste Kompetenz.

Warnung 4: Vorsicht vor Floskeln, mit denen Sie Ihre Integrität in Frage stellen!

„Ich will ganz offen zu Ihnen sein …“, „Um es einmal ganz ehrlich zu sagen“, „An dieser Stelle will ich es einmal unmissverständlich ausdrücken …“ - Und was machen Sie sonst? Sind Ihre Aussagen sonst nicht offen, ehrlich und unmissverständlich? Streichen Sie solche Formulierungen am besten komplett aus Ihrem Wortschatz! Nicht nur als Redner und im Geschäftsalltag, auch bei privaten Gesprächen stellen Sie sonst unterschwellig Ihre Glaubwürdigkeit in Frage.

Warnung 5: Vorsicht vor Einleitungen, mit denen Sie selbst Ihre Kompetenz anzweifeln!

„Ich bin zwar kein Experte auf diesem Gebiet, aber ich glaube dennoch“, „Wenn ich mir dazu eine Aussage erlauben darf“, „Wenn meine persönliche Meinung in diesem Zusammenhang interessiert …“ - Mit solchen Einleitungen nehmen Sie Ihren Aussagen im Vorfeld bereits die Kraft und legen nahe, dass das, was Sie sagen, falsch oder unwichtig sein könnte. Sagen Sie besser kurz und bündig: „Ich bin der Ansicht …“, „Ich bin der Meinung …“, „Meine Einstellung dazu ist …“ - So treten Sie entschlossen für Ihre Überzeugung ein und spornen andere dazu an, sich Ihnen anzuschließen.

„Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten.“

Willy Brandt

 

In diesem Sinn, liebe Leserin, lieber Leser: Reißen Sie Ihre Zuhörer mit und überzeugen Sie sie davon, sich Ihrem Denken und Handeln anzuschließen. Ich wünsche Ihnen dabei viel Erfolg!

 

Herzlichst Ihre

 

 

Alexandra Sievers

 


 

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