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Was Sie von Angela Merkel lernen können

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Lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen!

 

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

haben Sie ihn auch gesehen? Ich meine den Ellbogen vor Angela Merkels Gesicht, als unsere Bundeskanzlerin in einem Nachrichtenbeitrag darüber sprach, welche Atomkraftwerke in Deutschland  - aufgrund der Überlegungen, zu denen die Katastrophe in Japan unsere Bundesregierung gezwungen hat - abgeschaltet werden sollen.

 

Ich bin mir fast sicher, dass Sie die Szene ebenfalls gesehen haben, denn die erschütternden und aufwühlenden Ereignisse in Japan und die Entwicklungen in Libyen binden uns ja nahezu an die Fernsehgeräte.

 

 

Der Beitrag, von dem ich spreche, wurde vor gut einer Woche gesendet. Angela Merkel sprach in etliche Mikrofone, die vor ihr aufgereiht waren. Und plötzlich war ihre Stimme nicht mehr zu hören - stattdessen ein lautes Plätschern.

Die Ursache: Der Herr, der neben ihr saß und im Bild nicht zu erkennen war, schenkte sich just in dem Moment, als die Bundekanzlerin das weitere Vorgehen der Bundesregierung in Bezug auf die Atomkraftwerke in Deutschland ansprach, ein Mineralwasser nach. Weil er offensichtlich Durst hatte. Denn gleich darauf war zwar die Stimme der Bundeskanzlerin wieder zu hören, aber dafür war ihr Gesicht verdeckt: durch den Ellbogen des Herren, den er beim Trinken für ein Millionenpublikum sichtbar anhob.

Und was machte Angela Merkel? Nichts! Sie ließ sich von all dem nicht aus dem Konzept bringen und fuhr unbeirrt fort.

Mein Tipp für Sie, liebe Leserin, lieber Leser: Nehmen Sie sich daran ein Beispiel und lassen Sie sich bei Ihren Reden von anderen nicht aus der Ruhe bringen.

Hier einige Anregungen, wie Sie souverän mit Störungen umgehen.

 

 
 

Und so geht's:

Wenn Sie zum Beispiel bei einer Hochzeit oder einer großen Geburtstagsfeier sprechen, ist es sehr wahrscheinlich, dass Ihr Publikum vor sich auf dem Tisch Gläser hat. Und das ist auch gut so! Denn zum Schluss Ihrer Ansprache werden Sie gewiss einen Toast auf den Jubilar oder das Brautpaar ausbringen. Und dann sollen ja auch alle mit Ihnen das Glas erheben können.

Am besten sprechen Sie sich in diesem Fall vorher mit dem Servicepersonal ab, dass die Gläser vor Ihrer Rede aufgefüllt werden und während Ihrer Rede kein Service erfolgt. Sollte sich während Ihrer Rede jemand selbst sein Glas nachschenken, so ignorieren Sie das einfach.

Sollte es Sie allerdings sehr stören, da dadurch zu große Unruhe entsteht, dann werfen Sie einfach augenzwinkernd einen Satz ein wie: "Na, da empfindet aber jemand meine Rede als sehr trocken ..." Ich kann Ihnen versichern, liebe Leserin, lieber Leser, dass daraufhin niemand mehr unaufgefordert zur Flasche oder zum Glas greift.

Was Ihnen bei Ansprachen im privaten Rahmen immer wieder passieren kann: Einer Ihrer Zuhörer weiß zu allem, was Sie sagen, auch etwas beizutragen. Schließlich kennt er das Geburtstagskind, das Brautpaar etc. ja auch! Das mag Sie beim ersten und vielleicht auch noch beim zweiten Einwurf darin bestätigen, dass Ihre Rede ankommt und Ihr Publikum mitgeht. Aber spätestens beim dritten Mal fängt es an zu nerven.

Auch in diesem Fall: Bewahren Sie Ruhe - und wenden Sie diesen Kniff an: Sprechen Sie Ihren "Mitredner" direkt an und sagen Sie freundlich etwas wie: "Ich merke schon, auch der Hubert hat eine tolle Rede vorbereitet. Und wenn es dir, Hubert, nichts ausmacht, dann halte ich meine Rede noch fertig und übergebe das Wort dann gleich an dich."

Glauben Sie, liebe Leserin, lieber Leser, dass Hubert nach dieser Ansage noch einmal dazwischenfunken wird? Gewiss nicht! Vielmehr wird er zittern, dass Sie ihm das Wort tatsächlich übergeben.

Eine weitere Unhöflichkeit, die sich Redner immer wieder gefallen lassen müssen: Jemand aus dem Publikum steht auf und verlässt den Raum.

Nehmen Sie auch das gelassen! Vielleicht ist der Grund, der diesen jemand aus dem Raum lockt, ja wirklich ein dringendes Bedürfnis, das nicht aufgeschoben werden kann. Und unter diesen Umständen ist Ihnen dieser jemand dann auch sehr dankbar, wenn Sie ihn kommentarlos entkommen lassen. Und wenn er wieder zurück ist, wird er Ihnen sicherlich aufmerksamer und entspannter zuhören.

Noch ein Störfaktor, der im privaten Rahmen (schon fast) dazugehört: Babys, die quengeln oder gar schreien, Kinder, die anfangen, ihre eigenen Gespräche zu führen, Jugendiche, die gelangweilt mit den Fingern auf den Tisch trommeln etc.

Auch hier gilt: Bewahren Sie die Ruhe, liebe Leserin, lieber Leser - und denken Sie daran, wie gerne Sie als Kind den Reden der Erwachsenen gelauscht haben.

Bei einem schreienden oder quengelnden Baby tun Sie auch dessen Eltern einen Gefallen, wenn Sie die Störung souverän und mit Humor nehmen und lächelnd etwas sagen wie: "Na, da ernte ich wohl Widerspruch/Zustimmung" oder "Die/der Kleine hat Recht: Ein Redner soll sich kurz fassen. Ich werde es beherzigen ..."

Und bei Kindern und Jugendlichen sollten Sie es mit Blickkontakt versuchen. Reicht das nicht, hilft es oft, wenn Sie die Kinder/Jugendlichen namentlich ansprechen, etwa: "Gell Simon, damals warst du noch nicht geboren ..." oder "Ja, Julia, damals waren die Zeiten noch etwas anders als heute ..." Und wenn auch das nichts bringt, dann bitten Sie die Kinder bzw. Jugendlichen einfach offen um Ruhe ... und hoffen darauf, dass auch deren Eltern Sie verstanden haben.

 

In diesem Sinn wünsche ich Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, einen störungsfreien Tag!

 

Herzlichst Ihre

 

 

 

Alexandra Sievers<br/>

 

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