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Wer oder Was ist das wichtigste "Kapital" im Geschäftsbetrieb?

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Jede/r Mitarbeiter/in ist das Maß aller Dinge!

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

mal ganz profan gesagt: Karl Marx würde bestimmt Protest einlegen, wenn jemand ‚Mitarbeiter’ als „das wichtigste Kapital“ einer Firma bezeichnet. Nach der Lehre des ‚Alt-Meisters von Kapital, Boden und Arbeit’ zählen Mit-Arbeiter zum Faktor Arbeit. Doch in der praktischen Betriebswirtschaft von heute streben inzwischen viele traditionelle Begriffe inhaltlich zu neuen Ufern, und deshalb blicken wir auf die Mitarbeiter/innen, die im Zeitalter der zunehmend ‚dispositiven Tätigkeiten’ in der Tat immer wichtiger werden. 

Denken wir an z.B. Branchen, in denen am Firmensitz in Deutschland neben der Geschäftsleitung fast ausschließlich nur noch die Bereiche Design, F&E, Marketing und Vertrieb sowie die Verwaltung ‚ansässig’ sind, während die eigentliche Herstellung der Produkte ins Ausland verlagert wurde. Denken wir vor allem an die unzähligen ‚kleinen' Mittelständler, an Freiberufler und Selbständige, die auch in jeder Größeneinheit Personal benötigen, zur Herstellung und Verwaltung, zum Verkauf und für den Service ihrer Leistungen. 

Gerade dorthin, wo sich die Zusammenarbeit von Chef und Beschäftigten sehr eng und persönlich ausgestaltet, wo es fast familiär zugeht, gerade dorthin richten wir heute unser Augenmerk. Warum? Na, weil es zuerst einmal unwahrscheinlich erscheint, dass es dort jemals einen Anlasse gibt, zu dem eine Rede gehalten wird. Darum? „Wir sind doch jeden (Arbeits)-Tag zusammen, quasi wie ein Ehepaar (im Sinne einer privaten Lebensgemeinschaft gemeint)“. Und manchmal sind ja private Partner auch berufliche Partner – da meinen wir dann, dass alles besprochen wird und deshalb kaum jemals ein Grund für eine Rede besteht!? 

Irrtum, Damen und Herren, zusammen leben ist das eine, zusammen arbeiten ist etwas ganz anderes. Und damit dieser Unterschied ganz deutlich wird, nehme ich als Redenanlass ein Ereignis, das auf das eine nicht passt und für das andere geradezu einen Höhepunkt ausmacht: Der Eintritt in den Ruhestand! Den gibt es in der Partnerschaft nicht im Privaten, sondern nur im Beruflichen, einverstanden?! 

Die Pointe von: Das verschiebe nicht auf Morgen … 

Unlängst rief ein befreundeter Anwalt an und sagte, dass seine persönliche Assistentin, die seit der Stunde Null der Kanzlei an seiner Seite arbeitet, jetzt in die vorgezogene Rente gehen werde. Das bewege ihn so stark, dass er seine vielen Gedanken gar nicht in Worte zu fassen vermag, um diese ‚seine rechte Hand' würdig zu verabschieden (das belegt eine Ausnahmesituation, wenn dem Anwalt die Worte fehlen, nicht wahr?)! Dann hat er mir seine Gedanken erzählt, und daraus haben wir eine kleine Rede für die Dame zum Eintritt in den ‚3. Lebensabschnitt’ gemacht. 

Das Hauptmotiv für die Ansprache war die Vermutung des Anwalts, seine Assistentin wolle einzig nur ‚de jure’ und auf keinen Fall ‚de facto’ ihren Arbeitsplatz aufgeben. Da fiel mir spontan ein: „Typisches Syndrom von: Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei!“ Nein, entgegnete er, sein Ziel sei eindeutig: „Rein in die Rente heißt: Büro Ade!“ Das erinnerte mich dann an das Wort eines unbekannten Dichters: „Der Ruhestand ist das, worauf man sein ganzes Leben lang hinarbeitet und sich erschrocken wundert, wenn es dann soweit ist.“ 

Also haben wir Dichterworte gesucht, damit die Mitarbeiterin versteht, dass sie nicht unsolidarisch handelt, sondern einem ganz normalen Prozess im Lebenszyklus folgt. Und das schönste Zitat, das wir fanden, war wie die Fortschreibung des (typisch) deutschen Arbeitsmottos: „Was du heute kannst besorgen, / das verschiebe nicht auf Morgen!“ Es stammt von Mark Twain, der es quasi in eine neue Sinngebung umformuliert: „Verschiebe nichts auf morgen, / was du auch übermorgen / kannst besorgen.“- (Zitat Ende). 

Mit diesem Leitsatz lässt sich im Ruhestand jeder Tag genussvoll beginnen, oder?! 

 

 

Herzlich grüßt 

Jürgen M. Bergfried

 

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