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Wie Sie aus dem Karneval mehr Wissen über Spaßreden ziehen:

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Es ist nicht leicht lustig zu sein und witzig zu formulieren.

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

ein besonderer Gruß heute gilt Ihnen, wenn Sie am Rosenmontag ganz normal Ihrer Arbeit nachgehen. Da ich jedoch "in Kölle am Rhing jebore“ und nur in die Ferne verzogen bin, „schlächt ming Hätz“ selbstverständlich für alle Jecken und Fassnachtsfierer. Deshalb grüße ich auch alle Leser mit: „Fastelovend zesamme!“ 

Der Rosenmontag gibt den Anlass, das Genre der Spaßrede etwas genauer zu betrachten, denn dabei handelt es sich um eine der schwierigsten Disziplinen der Redekunst. Es beginnt damit, dass es sich um einen Vortrag handelt, also nicht etwa einfach ein Witz erzählt wird, sondern quasi eine Menge Witze hintereinander gereiht werden, die aber alle zu einem Thema oder zu einer Figur passen müssen. 

Vom Witz zur Wurzel: Wo kommt sie her, die Spaßrede?

Locker vom Hocker erzählt ist die Spaßrede so alt wie die Menschheit. Zu einer besonderen Blüte brachten sie die Hofnarren. Die hatten vor allem ihre Fürsten zu bespaßen und ihnen den Alltag zu erheitern. Dazu nahmen sie aktuelle Ereignisse, gute und auch schlechte Nachrichten auf die Schippe und kommentierten sie durch die Brille des Narren gesehen. Das war harte Arbeit, denn wenn ob der unpassenden Späße ihren Fürsten gar das Lachen im Halse stecken blieb, dann mussten die Hofnarren um ihren eigenen Hals fürchten und am besten schnellstens vom Hofe flüchten

Die nächste, große Evolutionsstufe sind sicher die Kabarettisten, entsprungen aus einer Nebenlinie des Varietees, eng verbunden mit der Zauberei und den damit zur Ablenkung der Zuschauer verbundenen ‚flotten Sprüchen’ – Kalauern oder auch witzigen Bemerkungen zur Tageslage. Das Kabarett ist durchaus eine ernste Kunst, die Menschen zum Lachen zu bringen. Es hatte und hat stets die Aufgabe und große Konjunktur, wenn uns die Politik und die Wirtschaft harte Zeiten bescherten. Kabarettisten haben immer nicht nur auf der Bühne gestanden, sondern auch mit geschliffener Feder Artikel geschrieben oder sogar selbst Zeitschriften herausgegeben. 

Die jüngere und jüngste Generation hat dem Fernsehen und dem Rundfunk viel zu verdanken. Da sind z.B. die Alleinunterhalter und Moderatoren von Peter Frankenfeld bis Rudi Carrell, da sind Autoren Schrift und Bild wie u.a. Heinz Erhardt, Loriot, dann Ausnahmetalente wie Otto oder Hape Kerkeling oder Harald Schmidt und Live- und TV-Shows wie Klimbim, Sketchup, Nonstop Nonsens, RTL Samstag Nacht, der Quatsch Comedy Club, die Heute-Show und unendlich viele andere Events und vor allen Dingen: Könner, Künstler, Stars – sorry, die Aufzählung sprengt jeden Rahmen. Wenn Sie aber deren Werke lesen, hören und sehen, deren Auftritte studieren und Vortragskünste analysieren, dann haben Sie nicht nur Freude und Spaß an Text und Attitüde, sondern Sie können sich auch etliches abgucken und erfahren einiges von den Regeln, nach denen das alles funktioniert, zu Ihrem eigenen Nutzen

Nicht nur, weil Karneval ist, noch ein Blick auf die Büttenredner. 

Die witzigste Spezies der Spaßredner sind auf Karnevalssitzungen die Büttenredner, vor wenigen Jahren stark von Nachwuchssorgen gebeutelt. Der Liedvortrag hatte sich zum Nachteil der gesprochenen Prosa- oder Reim-Rede entwickelt, so dass etwa das 'Festkommitee Kölner Karneval' extra eine Rednerschule einrichtete. Die Frage war ja auch, wie und von wem das rednerische Können bei extrem reduzierter Gestik von den Meistern ihres Fachs, wie etwa Hans Hachenberg als ‚Doof Noss’ oder Hans Bols als ‚Et Botterblömche’ u.a. nach ihrem Bühnenabschied weitergeführt werden könnten? Da machen die bisherigen 2 Best-Absolventen der Redner-Akademie großen Mut: ‚Ne bergische Jung’ alias Dekan Wilibert Pauels und ‚Dä Blötschkopp’ Marc Metzger, beide sind bereits weit über Köln hinaus berühmt. Die sprengen nämlich z.B. das althergebrachte Format der starren Haltung und minimalen Gestik auf in Richtung: Bewegung bringt noch mehr Spaß! So poliert etwa dä Blötschkopp den ganz alten Witz über den Besuch eines Coca Cola-Vertreters beim Papst, um dieses Getränk im ‚Vater Unser’ unterzubringen – früher: ‚Coca Cola’ statt ‚Amen’ zu sagen und heute: ‚Unser tägliches Coke’ statt ‚Unser tägliches Brot’ ganz neu auf: Natürlich geht Der Heilige Vater damals wie heute nicht sogleich auf den Wunsch ein und weist dem Vertreter mehrmals die Tür, so dass der Coke-Mann dreimal innerhalb von drei Wochen sein Angebot immer weiter erhöht. Die Pointe macht nun aber neu aus, dass Marc Metzger jeweils sagt: „Eine Woche spätermit einer getanzten Pirouette dazu. Diesen ‚Trick der gesprochen-getanzten Wiederholung’ kann man auch nur sprechen. Das sollten Sie sich bitte merken, und wir lesen uns wieder, wenn Sie mögen: Eine Woche später. Bis dahin

 

 

Herzlich grüßt 

Jürgen M. Bergfried

 

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