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Wie wär's, wenn Redeargumente liefen wie die Wellen auf den Strand?

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Großmutter sagte: Steter Tropfen höhlt den Stein.

 

In den Rhetorik-News vom Montag vergangener Woche erzählte ich Ihnen im 1. Teil, wie sportlich Sie als Redner/in sich auf Ihren Vortrag vorbereiten können. Es ging ums Manuskript vom ersten Entwurf bis zur redefertigen Fassung, wir gingen die Schritte durch, wie Sie Ihren Text für Ihre Zuhörer/innen optimieren, und ich zeigte Ihnen Trainingsmöglichkeiten auf, mit denen Sie Ihr Ziel erreichen, Ihre Rede erfolgreich an Ihr Publikum zu bringen. 

Wir sprachen dann nur noch kurz an, dass Ihre Argumente mit Bedacht gewählt und sorgsam in das Manuskript aufgenommen werden sollten. Denn wie ein Läufer nicht vom Start weg los sprintet und alle seine Kraft auf den ersten 25 Metern verpulvert, so verausgaben sich auch erfolgreiche Redner nicht in den ersten 5 Absätzen. Zur Erläuterung der so genannten 'Intervalltechnik' im heutigen Teil 2 orientieren wir uns an einem weiteren Bild aus der Natur: Wir sitzen entspannt an einer Küste, am Strand im Sand und betrachten das Ankommen und Zurückfließen der Wellen. Was sehen wir da? Das Wasser läuft in Wellen auf und wieder ab. Und dazwischen ist stets eine kleine Pause, bevor sich die nächste Welle an Land bricht, denn eine jede von ihnen baut sich zuerst einmal auf. Stellen Sie sich nun noch die Tiede vor, die Gezeiten von Ebbe und Flut, wenn das aufsteigende Wasser die Wellen immer stärker und höher auf den Strand drückt oder der Druck bei einsetzender Ebbe langsam nachlässt, so dass die Wellen immer mehr Land wieder freigeben.

Heute lautet die Erfolgsformel: Die Zuhörer/innen abholen und mitnehmen.

 

Bevor Sie nun Ihr Manuskript zu schreiben beginnen, machen Sie sich eine Liste: 

  1. Notieren Sie alle Ihre Argumente als Stichpunkte. Das gilt sowohl für die positiven, also die, die Ihre Meinung unterstützen und teilen, als auch für die negativen, also die, die gegen Position sprechen oder einer anderen Meinung sind.
  1. Sortieren Sie Ihre Stichpunkte nicht nur nach Pro und Contra, sondern auch nach ihrer Stärke und Rangfolge im Vergleich aller Argumente. Sie wollen Ihr Publikum doch dazu bringen, dass jeder einzelne davon sich innerlich mal sagt: Ja, ich stimme zu. Ja, recht so. Ja, das darf doch nicht wahr sein. Das kann sich äußerlich in Zwischenbeifall äußern oder auch in einem Grummeln, manchmal gar in einem Zwischenruf, wie: Hört, hört!
  1. Jetzt verteilen Sie Ihre Stichpunkte nach den Regeln des Aufbaus und Ablaufs einer Rede. Die einfachste Form ist die Gliederung, die Sie (hoffentlich) noch aus der Schule für einen Aufsatz erinnern: A) Einleitung – B) Hauptteil – C) Schluss. Damit haben Sie nun eine übergeordnete Brücke, auf der Sie mit Ihren Zuhörer/innen immer wieder eine kleine Standortbestimmung machen können, z.B. mit dem berühmten Satz: „Ich komme zum Schluss!“ Oder, fast ebenso berüchtigt: „Das war erst der Anfang, meine Damen und Herren!“
  1. Fürs Schreiben haben Sie nun einen Leitfaden, an dem sie alle Ihre Argumente aufreihen und verteilen können. Und gleichzeitig behalten Sie den Überblick, dass Sie Ihre Rede Punkt für Punkt aufbauen und gestalten wie eine Wellenbewegung, also: Ansprechen, benennen, begründen, werten und abschließen. Ihr Publikum hört Ihre Worte und geht innerlich mit. In der Weihnachtsgeschichte steh dazu der wunderbare Satz: „Maria aber behielt alle diese Worte (die ihr die Hirten gesagt hatten) und bewegte sie in ihrem Herzen.“ Man muss nicht gläubig sein um dieses Beispiel von Abholen und Mitnehmen zu verstehen. 

Zum Schluss noch ein Witz als profane Richtschnur zur schnellen Überprüfung, ob in Ihrem Manuskript alles ‚zusammenpasst’. Auf der Jahres-MV des Klein-XY-Vereins berichtet der Vorsitzende: „Und überhaupt, liebe Freunde: Unser Kassierer … (Zwischenruf: Bravo!) … ist mit der Kasse … (Zwischenruf: Bravo!) … durchgebrannt! (Zwischenruf: Ohhh!)“ Vorsitzender: „Sie haben ihn … (Zwischenruf: Bravo!) … an der Grenze … (Zwischenruf: Bravo!) … durchgelassen! … (Zwischenruf: Ohhh!)“

 

 

Herzlich grüßt 

Jürgen M. Bergfried

 

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