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Wieviel Gen >Rampensau< braucht ein/e gute/r Redner/in?

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Von Jürgen M. Bergfried,

Warum sind wir eigentlich größtenteils der Meinung, dass jede/r, der/die sprechen kann auch Reden halten können muss? Na, weil wir genau in diesem Vorurteil befangen sind. Unsere Erziehung bringt uns selbstverständlich das Sprechen bei oder besser gesagt die Worte, die wir brauchen, um uns auszudrücken und die Aussprache der Worte, damit wir uns überhaupt verständlich machen können.

Was Sie von Schauspieler/inne/n lernen können. 

Obwohl: Verständigen können wir uns auch ohne Worte, das haben mir z.B. gerade in den letzten Tagen wieder meine Enkel klar gemacht, die mit ihren 17 bzw. 12 Monaten ohne Worte sehr gut deutlich machen können, worauf sie gerade Lust oder auch überhaupt keinen Bock haben!

Und unsere Ausbildung nimmt natürlich die Stichworte Aussprache und Verständigung, Wortbildung und Wortschatz, Satzbau und Betonung auf, damit wir uns dann auch gewählt und ansprechend artikulieren können, wenn wir z.B. vorlesen, ein Gedicht aufsagen, im Chor oder als Solist ein Lied singen, ja, das kann auch gerne einen Hit sein, in welcher Sprache auch immer! Wer aber dann einen Beruf wählt, in dem das Vortragen von Texten zur Arbeitspraxis gehört, der wird dann auch noch ganz speziell geschult. Und Sie und ich, die wir keinen solchen Beruf ausüben und trotzdem gerne mal eine Rede halten wollen oder sollen oder müssen?

Na, jetzt kommen Sie mir nicht mit Talent oder der Spaßrede zum 60stem Geburtstag des Chefs oder der Theater-AG in der Schule und überhaupt allen Leuten, die immer kräftig applaudiert haben, wenn wir mal was zum Besten gegeben haben. Obwohl – von alledem gehört immer etwas dazu; was jedoch fehlt, ist die Systematik im Lernen und Trainieren, die fachliche Begleitung oder auch die selbstkritische Eigenbeobachtung oder Manöverkritik im Kreise von Gleichgesinnten. Dazu empfiehlt sich auch ein stets offenes Auge und Ohr für alle diejenigen, die unangefochten professionell auf der Bühne oder am Podium stehen, und denen wir gerne zuhören und zuschauen, wenn sie dort agieren oder auf Neudeutsch: 'performen'. Diese Selbstorientierung ist gerade in unserer Zeit der Medienberichterstattung so einfach und aufschlussreich wie selten zuvor. So hörte ich in den letzten Jahren des Öfteren über Moderatoren oder Entertainer, er oder sie sei eine 'Rampensau' – bisher kannte ich diesen Ausdruck nur im Zusammenhang mit Schauspieler/inne/n.

Wer einen Auftritt zu seiner Sache macht, hat das Zeug dazu!

Ganz klassisch definiert sich die Rampensau als ein/e Darsteller/in, der/die sich vor Publikum gerne in den Vordergrund spielt, auch wenn es die Rolle von der Bedeutung und dem Charakter gar nicht vorsieht. In engerer Auslegung wird durch eine Rampensau die Gesamtleistung des Ensembles untergraben und (über)betont die persönliche Präsentation in einer unangemessenen Art und Weise. Doch, frage ich Sie, wie sonst können Sternchen als Stars entdeckt werden (ich meine das allein aus rhetorischer Sichtweise!)?

Oft wird der Begriff 'Rampensau' aber auch als Kompliment benutzt, um jemanden zu charakterisieren, der/die auch mit einer undankbaren Rolle noch spektakuläre Effekte zu erzielen und die Aufführung schwacher Stücke vor dem Verriss durch Kritiker und Publikum retten können. Das gilt heute übrigens nicht mehr nur für Theater- oder Opernaufführungen, sonder für fast alle Bereiche des Lebens, etwa auch für Politiker, die mit besonderem Engagement um Wählerstimmen kämpfen. Gerade neulich haben so z.B. zwei politische 'Rampensäue' ihre Partei durch die Landtagswahlen zu ungeahnten Erfolgen fernab jeder Prognose geführt und damit vor dem weiteren Sturz in die bodenlose Bedeutungslosigkeit gerettet!

Abschließend gebe ich Ihnen noch ein Beispiel über die persönliche Einschätzung des als eine Rampensau anerkannter Michael Mittermeier aus einem Interview mit gala.de im Dezember 2008: „(Das) soll nicht heißen, dass ich mich unbedingt ins Lampenlicht drängen muss. Aber wenn ich dann auf der Bühne stehe, gibt es nichts und niemanden, der mir etwas anhaben kann.“ - Ich will hier nicht im negativen Sinne 'rampensäuig' sein, aber genau so fühle ich mich als Redner, wenn ich auf dem Podium stehe und mein Manuskript raushole!

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