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Wissen Sie, warum es uns schlecht geht?

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Warum Schwester Hildegard den pluralis benevolentiae benutzt ...

 

Gestern habe ich zufällig unseren früheren Hausarzt getroffen. Ein sehr netter Herr, der seine Praxis schon lange aufgegeben hat. Und obwohl wir uns viele Jahre nicht mehr gesehen haben, hat auch er mich sofort wiedererkannt. „Na, wie geht es uns denn?“, hat er mich freundlich lächelnd gefragt und mir die Hand geschüttelt.

Bei diesem Satz musste ich sofort an die vielen Male denken, bei denen er sich in seiner Praxis mitfühlend bei mir erkundigt hat: „Na, was haben wir denn?“

An sich hätte ich ihm damals ja antworten müssen, dass ich nicht wüsste, was er hat, er es mir aber gerne erzählen könne. Vorausgesetzt seine Zeit würde dann noch reichen, um sich des Problems anzunehmen, das mich zu ihm geführt hat.

Aber das habe ich natürlich nicht gesagt, sondern die Frage auf mich bezogen. Und genauso ichbezogen habe ich ihm auch erzählt, wo es „uns denn weh tut.

 

 

Der Krankenschwesternplural

Dieses „wir“, das vor allem von Personen in Fürsorgeberufen benutzt wird, hat einen eigenen Namen. Es nennt sich „pluralis benevolentiae“ oder auch „Krankenschwesternplural“ und dient dazu, Mitgefühl auszudrücken.

 

 

Unter dem Aspekt des Mitfühlens bin ich übrigens der Ansicht, dass ruhig auch die Apothekerinnen und Apotheker fragen könnten: „Na, was müssen wir denn heute wieder dazuzahlen?“ - Was meinen Sie, liebe Leserin, lieber Leser?

 

 

Und wie werden Krankenschwestern und Pfleger angesprochen?

Früher war es üblich, die Krankenschwester mit „Schwester“ und ihrem Vornamen anzusprechen, also beispielsweise „Schwester Hildegard“. - Aber ist das heute noch so?

Das kommt ganz darauf an.

Mittlerweile gilt in vielen Krankenhäusern per Dienstanweisung die Regelung, dass das Pflegepersonal mit dem Nachnamen angesprochen wird. Der Zusatz „Schwester“ fällt bei weiblichen Pflegkräften weg und „Schwester Hildegard“ ist in diesen Kliniken „Frau Mustermann“.

Als Anrede für die vielen männlichen Pflegekräfte, die es heutzutage gibt, ist es ja auch schwierig, für das „Schwester“ ein Pendant zu finden. „Bruder“ kann das sicher nicht sein. Und „Pfleger Helmut“ oder „Pfleger Mustermann“ klingt auch nicht gerade sehr schön. "Herr Mustermann" ist da schon besser. Und auch angebracht, denn die Patienten werden schließlich auch nicht mit „Patient Heinrich“ oder „Patientin Gisela“ angesprochen.

In Kliniken, in denen die Nachnamen-Regelung gilt, sollten Sie sich also daran halten und das Pflegpersonal mit „Frau“ oder „Herr“ ansprechen.

Oft lässt ein Namensschild oder die Aufschrift auf der Kleidung erkennen, welche Anrede gewünscht wird. Ist Schwester Hildegard dadurch als „Schwester Hildegard“ erkenntlich, ist diese Anrede richtig.

Wenn Sie sich allerdings nicht sicher sind, welche Anrede angebracht ist, fragen Sie einfach nach: „Ist es in Ordnung, wenn ich Sie mit Frau Mustermann anspreche?“

Lautet die Antwort „Ich bin Schwester Hildegard“, sollten Sie sich für diese Anrede entscheiden. Selbst wenn Sie der Ansicht sind, dass das Pflegepersonal eine Anrede auf Augenhöhe verdient: Das ist ein Wunsch, den Sie respektieren sollten.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihre

 

Alexandra Sievers

 

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