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Zweimal Standing Ovations für wahre Meister des Wortes

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Über die Kombination von kühlem Kopf plus mitfühlendem Herz in der Rede.

 

Wäre es für uns Bewunderer, Freunde und Eiferer in der angewandten Kunst der perfekten Rhetorik nicht ein Fest, wenn solche Ereignisse wie die Rede des Altkanzlers Helmut Schmidt zum Start des Parteitages und die tatsächlich letzte „Wetten dass ...“ Sendung des damit nun frischen Alt-Moderators Thomas Gottschalk nicht fast gleichzeitig stattfinden würden? Wir könnten uns darauf einzeln vorbereiten, unsere technischen Gerätschaften zum Live-Mitschnitt noch besser auf Standby einstellen, den wochenendlichen Nachmittagskaffee bei den Schwiegereltern mit einem guten Grund absagen oder umwidmen und säßen auch, ganz wie früher, mit gezücktem Block und Stift bereit, die eine oder andere Redewendung zu notieren und somit zur eigenen Verwendung festzuhalten, damit sie auf keinen Fall an uns vorbeirauscht und schon gar nicht verloren geht.

Nun, mit unserer Fachkenntnis und Erfahrung über den Wert der Wortgewandtheit eines tiefen Denkers und geschliffenen Formulierers sowie eines vermeintlich spontanen Schnellsprechers konnten wir erahnen, dass uns am soeben vergangenen Wochenende ganz große Redeschule geboten werden würde. Man verzeihe mir, dass ich die beiden Namen Schmidt und Gottschalk hier quasi in einem Atemzug aufschreibe, sind sie doch in der realen Welt jeweils in einer Disziplin tätig, die entfernter von der anderen kaum sein kann, weshalb der Vergleich eher ein Naserümpfen provoziert, wenn auch ohne ein Anzeichen von Hochnäsigkeit!

 



Helmut Schmidt hat einigen unserer heutigen Führungspersönlichkeiten auf die ihm eigene Art seiner durch Altersweisheit gemilderten intellektuellen Schärfe aufgezeigt, dass es in der aktuellen Euro-Krise nicht um Schulmeisterei und Vorschriften machen gehen kann, sondern um von unserer Seite aus vorbildliches Verhalten, das heißt, mit kühlem Kopf, vernünftigem Verstand und eben einem mitfühlenden Herz. Mit Blick auf unsere Geschichte stünde uns eher ein gutes Stück an Demut besser an und Dankbarkeit für alle Unterstützung, die wir erfahren haben, als wir am Boden lagen. Das ist doch einzig, was zählt: In einer Gemeinschaft, auch der von Staaten, ist jeder nun einmal verpflichtet, jeden anderen zu unterstützen, dass dieser wieder festen Boden unter die Füße bekommt. Das lehrt uns der Rückblick auf die eigene Geschichte, und das entschuldigt nicht alles, weist aber vielem den Weg, der zu beschreiten ist. Danke für diese Sichtweise.

Wer reden will, frage zuerst sein Herz und nutze dann erst den Verstand!

Und dann kommen wir zu Tommy. Dem Mann, dem die Worte so schnell über die Zunge gehen, dass ich manches Mal der Meinung war, an seinen Ganglien wären sie gar nicht vorbei gekommen. Warum? Na, weil sie so hart am Rande des guten Geschmacks und guten Tons entlang schrammten, dass mir beispielsweise ein kalter Windhauch den Rücken hinab lief. Eines wohl muss man dem Thomas Gottschalk aber lassen: Auch er ist ein Meister des zu sprechenden Wortes, und wenn er sagt, das sage er jetzt einfach so, ohne das aufgeschrieben zu haben, dann ist halt doch zu spüren, dass er darüber nachgedacht hat. Das gilt für alle seiner Sendungen generell und ganz speziell nach dem bedauerlichen Unfall seines Kandidaten im letzten Dezember, ohne dass man sagen könnte, ihm sei die Unbekümmertheit abhanden gekommen. Und das gilt im ganz Besonderen für die letzte Sendung von letztem Samstag, als 151. Ausgabe von "Wetten dass ..." mit Thomas Gottschalk die tatsächlich auch die bisher allerletzte.

Es ist wohl dieses Gleichgewicht von Emotion und Sachlichkeit auf der einen Seite oder auch die mentale Argumentation bei gefühlter Nachdenklichkeit andererseits, die uns jeweils als ein sehr gutes Beispiel dafür gelten kann, wie eine Rede so funktioniert, dass sie die Zuhörer/innen nicht nur mit-nimmt, sondern geradezu mit-reißt und -zieht, und zwar von ihren Plätzen hoch. Diesen Erfolg wünsche ich Ihnen – und auch ich arbeite dran!

 

Herzlich grüßt

Jürgen M. Bergfried

 



 

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