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Auslandsgeschäfte: 7 wichtige Zahlungsarten

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Um seine Auslandslieferungen zu bezahlen, gibt es im Wesentlichen 7 Möglichkeiten. Erfahren Sie hier mehr über die 7 wichtigsten Zahlungsarten im Auslandsgeschäft:

1. Zahlung gegen einfache Rechnung

Internationale Bezeichnung: Clean Payment

Die günstigste Zahlungsvariante für den Einkauf, sofern sich der Lieferant auf sie einlässt. Denn bei ihr liegen die Risiken eindeutig beim Zulieferer:

  1. trägt er die Kreditkosten und das Kreditrisiko, und
  2. verzichtet er auf jegliche Zahlungsabsicherung.

Sie bezahlen also erst, wenn

  • die Lieferung erfolgt ist,
  • die Rechnung auf Ihrem Tisch liegt,
  • Qualität, Anzahl und Richtigkeit der Ware mit dem Liefervertrag übereinstimmen.

2. Zahlung gegen Dokumente

Internationale Bezeichnung: Cash against Documents oder Documents against Payment
Abkürzung: C/D bzw. CAD oder D/P

Die häufigste Zahlungsmethode bei Auslandsgeschäften ist eine Art Dokumenten-Inkasso. Die Ware wird vom Lieferanten nicht direkt auf Ihren Betriebshof, sondern in ein Zolllager bzw. ins Lager der importierenden Spedition geliefert. Die Dokumente gehen von der einreichenden Bank des Lieferanten (Remitting Bank) an die Inkassobank des Abnehmers (Collecting Bank). Die Auslieferung erfolgt nur dann, wenn Sie die Sendung bezahlt haben und die von der Inkassobank freigegebenen Originaldokumente vorlegen können.

Beachten Sie: Die Lieferung muss also erst bezahlt werden, bevor sie auf Mängel, Vollständigkeit usw. geprüft werden kann. Eine Regelung, die bei späteren Reklamationen oft Schwierigkeiten macht.

3. Dokumente gegen Wechsel (Akzept)

Internationale Bezeichnung: Documents against acceptance
Abkürzung: D/A

Anders als bei C/D oder CAD ist diese Zahlungsart mit einem größeren Risiko für die Lieferantenseite verbunden.

Die 2 wichtigsten Unterschiede zu C/D:

  1. Sie erhalten alle Dokumente von der Inkassobank bereits vor der Zahlung ausgehändigt und
  2. bekommen ein Zahlungsziel genannt.

Der Zulieferer oder Exporteur hat bei D/A also keinerlei Sicherheit und muss sich auf Ihr Zahlungsversprechen verlassen, das Sie bei der Übergabe der Dokumente durch die Bank abgegeben haben. Wie liquide Sie tatsächlich sind, bleibt ihm bis zum Tag der Fälligkeit der Zahlung verborgen. Denn erst dann zeigt sich, ob Ihr Importkonto eine ausreichende Deckung aufweist. Zur Sicherheit des Lieferanten kann die Inkassobank deshalb von Ihnen einen Wechsel (Akzept) verlangen. Im Normalfall wird das Akzept dem Exporteur von der Inkassobank über die Einreicherbank als Sicherheitsnachweis weitergeleitet und verbleibt bei der Inkassobank, bis die Zahlung erfolgt ist.

4. Dokumenten-Akkreditiv

Internationale Bezeichnung: Letter of Credit
Abkürzung: L/C

Der Letter of Credit ist die sichere Lösung für beide Parteien. Beim Dokumenten-Akkreditiv gehen Sie mit einer von Ihnen bestimmten Bank eine Verpflichtung ein, nach Übergabe der Dokumente die vom Lieferanten gestellte Rechnung zu bezahlen. Der Zulieferer ist abgesichert, weil er die eingekaufte Ware erst nach Zahlungseingang auf die Reise schicken muss, und Sie als Einkäufer, weil die Zahlung durch die Bank erst dann erfolgt, wenn der Exporteur allen Verpflichtungen gemäß den Akkreditiv-Bedingungen nachgekommen ist.

Beachten Sie: Im Fall des Falles trägt die Bank das Risiko – nämlich dann, wenn Sie als Einkäufer die Dokumente nicht auslösen.

5. Zahlung bei Lieferung

Internationale Bezeichnung: Cash on Delivery,
Abkürzung: COD

Eine Zahlungsart, die häufig von Partnern gewählt wird, die sich noch nicht allzu gut kennen. Wie bei einem Nachnahme-Paket an der Haustür erfolgt die Bezahlung direkt nach Erhalt der Lieferung, ohne dass Sie den Inhalt vorab auf Qualität und Richtigkeit prüfen können.

6. Vorauszahlung

Internationale Bezeichnung: Cash before Delivery
Abkürzung: CBD

Auch Advance Payment bzw. Cash in Advance (CIA) genannt. Für Sie als Einkäufer ist das die ungünstigste und risikoreichste Variante, denn Sie zahlen den kompletten Warenwert vor Lieferung!

Praxistipp: Sichern Sie sich deshalb durch ein „Pre-Shipment-Sample“ ab. Sie zahlen erst, wenn das Muster von Ihnen oder einer externen Prüfstelle grünes Licht erhalten hat. Auch der Versand erfolgt erst nach der Musterfreigabe

7. Anzahlung oder Akonto-Zahlung

Internationale Bezeichnung: Payment on Account

Hier ist es in der Regel üblich, dass der Lieferant eine Bankgarantie als Sicherheit zur Verfügung stellt. Er führt für Sie sozusagen ein Schuldenkonto, dessen Negativsalden Sie durch Mehrfach- oder Einmalzahlungen ausgleichen können.

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