Ausbildung und Auszubildende im Unternehmen: Rechte und Pflichten

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In Zeiten des Fachkr√§ftemangels ist es schwer, qualifizierte Arbeitskr√§fte zu finden, die bereits mit Berufserfahrung und Know-how punkten k√∂nnen. Umso wichtiger ist es f√ľr Unternehmen, selbst junge Menschen und Quereinsteiger auszubilden. So kommen Unternehmen nicht nur ihrem gesellschaftlichen Auftrag nach, sondern profitieren auch im Hinblick auf den Mangel an Arbeitskr√§ften. Doch welche Ziele verfolgt eine berufliche Ausbildung und welche Vorteile haben Ausbildungsbetriebe durch eine interne Ausbildung? Von den Rechten und Pflichten von Auszubildenden und dem Ausbildungsbetrieb √ľber die Voraussetzungen f√ľr die Erlaubnis zur Ausbildung bis hin zu den gesetzlichen Regelungen: Im Folgenden erfahren erhalten Sie alle Antworten rund um Fragen zum Thema Ausbildung und Auszubildende im Unternehmen.
Inhaltsverzeichnis

Was bedeutet Ausbildung?

Der Begriff Ausbildung beschreibt allgemeing√ľltig die Vermittlung von Qualifikationen, F√§higkeiten und Wissen. Eine Schule, Hochschule, Universit√§t oder Privatleute treten als Vermittler gegen√ľber dem Empf√§nger (meist ein Absolvent der genannten Institutionen) auf.

Im beruflichen Kontext steht die Ausbildung fast immer synonym f√ľr die Berufsausbildung im Unternehmen. Diese soll einen Absolventen in die Lage versetzen, einen bestimmten Beruf auszu√ľben. Ausbildungsberufe sind in Deutschland staatlich anerkannt, die notwendigen Fertigkeiten werden in einem vorgegebenen System vermittelt. Ausbildungsst√§tte ist in der Regel ein privates Unternehmen oder eine √∂ffentliche Einrichtung, beispielsweise Finanzamt oder Polizei.

Welche Ausbildungsarten werden unterschieden?

Zwei Formen der beruflichen Ausbildung werden unterschieden: die Vollzeitausbildung und das duale System. Während bei ersterem ein Auszubildender dauerhaft an einer Berufsschule ausgebildet wird, wechselt er bei der dualen Ausbildung regelmäßig zwischen Schule und Betrieb.

Was sind die Ziele einer Ausbildung?

Im Berufsbildungsgesetz (BBiG) regelt Paragraf 1 die Ziele der Berufsausbildung. In diese Definition fallen sowohl die klassische Ausbildung als auch Weiterbildungs- und Umschulungsmaßnahmen.

Die Ziele der klassischen beruflichen Ausbildung sind:

  • Vermittlung der F√§higkeiten und Fertigkeiten zur Aus√ľbung eines anerkannten Ausbildungsberufs,
  • Erwerb der n√∂tigen Berufserfahrung zur sp√§teren Aus√ľbung des Berufs,
  • Vermittlung von Sozial-, Methoden- und Fachkompetenz,
  • F√∂rderung berufs√ľbergreifender F√§higkeiten.

Neben diesen individuellen Zielen sind auch gesamtwirtschaftliche Ziele existent. Jede berufliche Ausbildung soll zu volkswirtschaftlich und betriebswirtschaftlich (beispielsweise Ausbau der deutschen Wettbewerbsf√§higkeit im internationalen Vergleich) sowie gesellschaftspolitisch (beispielsweise geringere Arbeitslosigkeit) √ľbergeordneten Zielen beitragen.

Was sind die Vorteile von Ausbildungsbetrieben?

Kein Unternehmen in Deutschland ist als Arbeitgeber dazu verpflichtet, Menschen auszubilden. Dass sich das lohnen kann, zeigt jedoch ein Blick auf die Vorteile von Ausbildungsbetrieben, die √ľber den bereits genannten Vorteil des Entgegenwirkens des Fachkr√§ftemangels hinausgehen.

Diese Vorteile erwarten Sie als Ausbildungsbetrieb bei der Einstellung von Azubis:

  • Hohe Produktivit√§t: In der Praxis herrscht der Irrglaube, Azubis seien ohne Ausnahme mehr Kostenverursacher als Ertragsbringer. Ein Blick auf eine Statistik des BiBB (Bundesinstitut f√ľr Berufsbildung) zeigt: Auszubildende verursachen zwar Kosten (2017/18: knapp 6.500 Euro pro Jahr), diese sind aber nicht exorbitant hoch. Wer seine Azubis von Anfang an ins Unternehmen integriert, profitiert von deren hoher Produktivit√§t und zahlt betriebswirtschaftlich nicht drauf.
  • Qualifizierte Fachkr√§fte: Mit die gr√∂√üte Herausforderung von Betrieben ist der Mangel an Fachkr√§ften. Wer konsequent ausbildet, baut sich Know-how im eigenen Unternehmen auf und schafft sich seine qualifizierten Fachkr√§fte so selbst an.
  • Niedrige Einarbeitungskosten: Kommt eine Fachkraft oder ein ausgelernter Azubi vom Konkurrenten, ist eine kosten- und zeitintensive Einarbeitungsphase notwendig. Wer regelm√§√üig Auszubildende aufnimmt, die sich gegenseitig einlernen, spart an dieser Stelle. Auch die √úbernahme von Auszubildenden nach der Ausbildung spart Einarbeitungszeit.
  • Weniger Fehlbesetzungen: Die klassische Berufsausbildung dauert zwischen zwei und drei Jahren. In dieser Zeit lernen Unternehmen ihre Azubis kennen und k√∂nnen einsch√§tzen, ob und in welcher Funktion diese Mitarbeiter sp√§ter wertvoll sind. Wer hingegen ‚Äď m√∂glicherweise aufgrund der Knappheit kurzfristig und ohne hundertprozentige √úbereinstimmung mit dem Stellenprofil ‚Äď extern einstellt, riskiert Fehlbesetzungen bei Mitarbeitern.
  • Positiver Effekt auf die Arbeitgebermarke: Wer regelm√§√üig ausbildet und wessen Azubis mit ihrer Berufsausbildung zufrieden sind, tr√§gt damit positiv zu seiner Arbeitgebermarke bei. Zudem binden sich zufriedene Auszubildende eher ans Unternehmen als externe Neuank√∂mmlinge ‚Äď gerade, wer von einer intensiven und guten Ausbildung profitiert, zahlt das mit Dankbarkeit und bestenfalls einer langen Betriebszugeh√∂rigkeit zur√ľck.

Zudem kommen mit j√§hrlich neuen Auszubildenden auch neue Impulse ins Unternehmen. Wer sich nur auf seine bestehenden Mitarbeiter beschr√§nkt, riskiert eine Betriebsblindheit. Neue, meist junge Menschen bringen Motivation und andere Blickwinkel mit in ihr neues Arbeitsumfeld ‚Äď davon profitieren alle.

Wann darf ein Betrieb ausbilden?

Nicht jeder Betrieb und jede Person d√ľrfen ohne Vorkenntnisse und die entsprechenden Berechtigungen ausbilden. Ein Unternehmen darf erst dann ausbilden, wenn mindestens ein Ausbilder die sogenannte ‚ÄěAusbildereignungspr√ľfung‚Äú abgelegt hat.

Zus√§tzliche Eignungsvoraussetzungen ‚Äď teilweise festgehalten im BBiG ‚Äď f√ľr die offizielle Anerkennung als Ausbildungsbetrieb sind:

  • Verh√§ltnis zwischen Fachkr√§ften und Auszubildenden: Dieses Verh√§ltnis muss angemessen sein. Bei bis zu zwei Fachkr√§ften sollte maximal ein Auszubildender aufgenommen werden, bei drei bis f√ľnf Fachkr√§ften zwei Auszubildende und so weiter. Die genauen Richtlinien erfahren Sie bei der f√ľr Sie zust√§ndigen Kammer.
  • Pers√∂nliche Eignung des Ausbilders: Wer beispielsweise vorbestraft ist, darf keine Azubis ausbilden. Auch wiederholte Verst√∂√üe gegen das Berufsausbildungsgesetz disqualifizieren Mitarbeiter, die sich aus Ausbilder engagieren m√∂chten.
  • Einhaltung der Ausbildungsverordnungen: F√ľr jeden Ausbildungsberuf gibt es eine Ausbildungsverordnung. Diese wird von der Bundesregierung erlassen und strukturiert inhaltlich und zeitliche jede Ausbildung. Sie muss vom ausbildenden Unternehmen eingehalten werden.

Ein Ausbilder muss neben der pers√∂nlichen auch das Kriterium der fachlichen Eignung erf√ľllen. Neben der Berufserfahrung im zu vermittelnden Beruf, z√§hlen auch p√§dagogische Fertigkeiten zur Grundvoraussetzung. Schlie√ülich muss der Ausbilder den Azubi nicht nur langfristig motivieren und potenzielle Konflikte l√∂sen, sondern auch konstruktive Mitarbeitergespr√§che f√ľhren.

Was beinhaltet ein Ausbildungsvertrag?

Jeder Auszubildende erh√§lt einen Ausbildungsvertrag. Dieser regelt die Rechten und Pflichten beider Parteien und unterscheidet sich in einigen Punkten von einem ‚Äěnormalen‚Äú Arbeitsvertrag.

Folgende Inhalte enthält ein klassischer Ausbildungsvertrag:

  • Beschreibung und Ziele der beruflichen Ausbildung,
  • Beginn und Dauer der Ausbildung,
  • Regelungen zu externen Ma√ünahmen rund um die Berufsausbildung (Beispiel: Berufsschule),
  • Arbeitszeiten,
  • Ausbildungsverg√ľtung (steigt mit den Ausbildungsjahren),
  • Probezeit (Maximum: vier Monate),
  • Urlaubsanspruch,
  • Voraussetzungen und Regelungen zur K√ľndigung,
  • betriebliche Besonderheiten (Beispiel: Tarifvertr√§ge).

Was sind die Unterschiede zwischen Ausbildungsvertrag und Arbeitsvertrag?

Die Unterschiede zum normalen Arbeitsvertrag liegen vor allem in den Regelungen zur K√ľndigung. Azubis d√ľrfen lediglich innerhalb der Probezeit gek√ľndigt werden. Im weiteren Verlauf des Ausbildungsverh√§ltnisses darf eine K√ľndigung nur mit triftigem Grund erfolgen.

Welche Pflichten und Rechte haben Ausbildungsbetriebe?

Die Umsetzung der Pflichten und Rechte als Ausbildungsbetrieb liegen meist im Personalmanagement, das sich federf√ľhrend um die Azubis k√ľmmert. Die Personalverantwortlichen √ľberwachen beispielsweise, dass die Ausbildungsordnungen eingehalten werden.

Gemeinsam mit den Ausbildern im Unternehmen sind die Personalverantwortlichen f√ľr die Einhaltung des Arbeitsrechts in Bezug auf die Auszubildenden zust√§ndig. Weitere Pflichten und Rechte beziehen sich auf Aufsicht, Verg√ľtung, Zeugnisse, Freistellungen und Nachweise.

Ausbildungspflicht

Das Unternehmen und seine Ausbilder sind dazu verpflichtet, den Auszubildenden die Fertigkeiten und F√§higkeiten zu vermitteln, die zum Erreichen des Ausbildungsziels erforderlich sind. Daf√ľr m√ľssen sich Ausbilder entsprechend mit der Mitarbeiterf√ľhrung besch√§ftigen und Zeit f√ľr die Betreuung und Ausbildung investieren.

Dabei d√ľrfen dem Auszubildenden nur die Aufgaben √ľbertragen werden, die seinen k√∂rperlichen Kr√§ften angemessen sind. T√§tigkeiten, die nicht in Verbindung mit dem Ausbildungsziel oder im Ausbildungsvertrag stehen, d√ľrfen nicht verlangt werden.

Aufsichtspflicht

Viele Azubis sind minderj√§hrig. Ausbilder und das ausbildende Unternehmen sind daf√ľr verantwortlich, minderj√§hrige Azubis jederzeit zu beaufsichtigen.

Verg√ľtung, Arbeitsmittel und Urlaub

Analog zu jedem normalen Arbeitnehmer hat auch ein Auszubildender das Recht auf Urlaub. Zudem muss ein Azubi angemessen bezahlt werden, das Gehalt muss mit Dauer der Ausbildung (mindestens jährlich) ansteigen.

Ebenfalls verpflichtend ist eine gesonderte Verg√ľtung von √úberstunden, alternativ k√∂nnen diese mit Freizeit ausgeglichen werden. S√§mtliche Arbeitsmittel, die zur t√§glichen Arbeit erforderlich sind, m√ľssen dem Azubi vom Unternehmen gestellt werden. Dazu z√§hlen auch Sicherheitsausr√ľstungen.

Ausbildungsnachweis und Zeugnispflicht

Jeder Azubi sollte vom ausbildenden Unternehmen angehalten werden, seinen Ausbildungsnachweis (Berichtsheft) zu f√ľhren. Der Arbeitgeber muss das F√ľhren des Berichtshefts am Arbeitsplatz erm√∂glichen.

Der ausbildende Betrieb ist zudem verpflichtet, nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses bzw. des Ausbildungsverhältnisses ein schriftliches Zeugnis auszustellen. Dieses Ausbildungszeugnis muss alle relevanten Daten und Informationen zum Auszubildenden und seinen Leistungen enthalten.

Freistellungspflicht

Stehen Zwischen- und Abschlusspr√ľfungen an, muss der Betrieb seinen Auszubildenden daf√ľr freistellen. Gleiches gilt f√ľr Berufsschultage und √ľberbetriebliche Ausbildungsma√ünahmen. Im Zuge der Freistellung von Azubis wird das Gehalt weiterhin gezahlt.

Welche Pflichten und Rechte haben Auszubildende?

Die Pflichten des Ausbildungsbetriebs sind umgekehrt die Rechte des Auszubildenden. So hat dieser Anspruch auf Urlaub in der Ausbildung, eine angemessene Verg√ľtung, Zeugnisse, Freistellungen f√ľr Berufsschule & Co. sowie das grunds√§tzliche Recht auf eine Ausbildung gem√§√ü Ausbildungsvertrag.

Gleichzeitig verpflichtet sich ein Azubi gegen√ľber seinem Ausbildungsbetrieb zu verschiedenen Punkten, die ebenfalls vertraglich geregelt sind.

Lernpflicht

Der Auszubildende ist dazu verpflichtet, die ihm vermittelten Inhalte bestm√∂glich zu lernen. Dazu z√§hlt auch, dass die ihm durch den Betrieb gestellten Aufgaben sorgf√§ltig erledigt werden und alle zur Verf√ľgung gestellten Arbeitsger√§te pfleglich behandelt werden.

Zur Dokumentation des Lernfortschritts muss ein Ausbildungsnachweis, das Berichtsheft, gef√ľhrt werden. Dieses dient sp√§ter unter anderem zur Beurteilung der Auszubildenden.

Weisungspflicht

Analog zur Aufsichtspflicht des Ausbildungsbetriebs muss der Auszubildende den Weisungen seines Arbeitgebers und den handelnden Personen nachkommen.

Teilnahmepflicht

Im Ausbildungsvertrag sind s√§mtliche Ausbildungsma√ünahmen festgehalten. Dazu z√§hlen unter anderem auch die Besuche des Berufsschulunterrichts. Der Auszubildende ist verpflichtet, daran teilzunehmen ‚Äď gleiches gilt f√ľr damit verkn√ľpfte Pr√ľfungen und Termine.

Geheimhaltungspflicht

√Ąhnlich wie im normalen Arbeitsverh√§ltnis ist jeder Azubi dazu verpflichtet, Gesch√§ftsgeheimnisse zu wahren und keine Interna nach au√üen zu tragen. Je nach Gestaltung des Ausbildungsvertrags sind die Geheimhaltungspflichten unterschiedlich stark ausgepr√§gt.

Auch nach Beendigung des Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnisses gilt die Verschwiegenheitspflicht weiterhin.

Wie lange dauert eine Berufsausbildung?

Im Normalfall dauert die betriebliche Berufsausbildung zwischen zwei und dreieinhalb Jahren. Die Ausbildungsdauer kann durch Vorkenntnisse und -ausbildungen verk√ľrzt sein. In manchen Ausbildungsberufen ist auch eine einj√§hrige Ausbildung m√∂glich ‚Äď beispielsweise bei Altenpflegehelfern oder Wellnessmanagern.

Wie viele Stunden d√ľrfen Azubis arbeiten?

Bei minderj√§hrigen Auszubildenden gelten die Regelungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes (JArbSchG). F√ľr Vollj√§hrige gilt das Arbeitszeitgesetz (ArbZG). Grunds√§tzlich d√ľrfen Azubis nicht l√§nger als acht Stunden am Tag arbeiten. Die maximale w√∂chentliche Arbeitszeit betr√§gt bei vollj√§hrigen Azubis 48, bei minderj√§hrigen 40 Stunden. Je nach Branche, T√§tigkeit und Erfordernis sind Ausnahmen m√∂glich.

Wie viele Monate dauert die Probezeit?

Das BBiG regelt die Probezeit f√ľr Auszubildende. Diese muss mindestens einen Monat betragen. Die maximale Probezeit liegt bei vier Monaten.

Wie viel Geld verdienen Azubis?

Der Verdienst eines Azubis hängt von der Branche, dem gewählten Ausbildungsberuf und dem Bundesland ab. Einheitliche Regelungen gibt es nicht.

Laut einer Studie des Bundesinstituts f√ľr Berufsbildung (BIBB) haben in Tarifvertr√§gen organisierte Azubis im Jahr 2021 987 Euro pro Monat verdient.

Seit 2020 gibt es eine Mindestverg√ľtung f√ľr Auszubildende. Im Jahr 2022 betr√§gt diese 585 Euro im ersten Lehrjahr, im Jahr darauf (2023) steigt sie auf 620 Euro. Alle Betr√§ge sind Brutto-Angaben.

Wann kann das Ausbildungsverh√§ltnis gek√ľndigt werden?

W√§hrend der ein- bis viermonatigen Probezeit kann das Ausbildungsverh√§ltnis jederzeit von beiden Parteien (ohne Angabe von Gr√ľnden) aufgel√∂st und gek√ľndigt werden. Anschlie√üend kann ein Betrieb nur bei triftigem Grund k√ľndigen. Wer als Auszubildender hingegen k√ľndigen will, kann das w√§hrend des Ausbildungsverh√§ltnisses jederzeit tun.

Mehr dazu: Ausbildungsverh√§ltnis k√ľndigen ‚Äď vor, in und nach der Probezeit

Was sind die gesetzlichen Grundlagen der Ausbildung?

Die √ľbergeordnete Rechtsgrundlage der Ausbildung bildet das Berufsbildungsgesetz (BBiG). Dieses enth√§lt s√§mtliche Regelungen zu den Pflichten beider Parteien, den allgemeinen Vorschriften, den Anforderungen an Ausbildungsbetriebe, den Anerkennungen von Ausbildungsberufen, den Verg√ľtungen der Azubis sowie den Vorschriften des Pr√ľfungswesens.

Gemäß BBiG liegt die Verwaltung und Überwachung der Ausbildung bei den zuständigen Stellen, zu denen die Industrie- und Handelskammer (IHK) und die Handwerkskammern zählen.

Die wichtigsten Paragrafen und die dazugehörigen Regeln des BBiG sind:

  • ¬ß 10 ‚Äď 26: Ausbildungsvertrag sowie Rechte und Pflichten beider Parteien
  • ¬ß 27 ‚Äď 33: Vorschriften f√ľr und Eignungen des Ausbildungsbetriebs
  • ¬ß 37 ‚Äď 50: Pr√ľfungswesen
  • ¬ß 71 ‚Äď 83: Organisation der Berufsausbildung

Zus√§tzlich gelten f√ľr alle Auszubildenden allgemeing√ľltige Gesetze rund um das Arbeitsrecht. Dazu z√§hlen die Regelungen aus dem Mutterschutzgesetz, den Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz sowie das Bundesurlaubsgesetz, das Jugendarbeitsschutzgesetz und das Arbeitszeitgesetz.