Gratis-Download

Für die Sicherheitsfachkraft sind Betriebsanweisungen ein wertvolles Hilfsmittel, um die Mitarbeiter zu unterweisen und vor Gefährdungen am…

Jetzt downloaden

Für die Gesundheit aller Mitarbeiter - Ihr Hygienemanagement

 
Hygienemanagement im Betrieb
© arcyto | Adobe Stock

Erstellt:

Hygiene ist für viele Branchen eine Grundvoraussetzung zum Arbeiten. Ein erfolgreiches Hygienemanagement hilft Ihnen, mögliche Anforderungen und deren Umsetzung zu überblicken und diese ggf. bei Bedarf anzupassen. Was sich konkret hinter der Bezeichnung Hygienemanagement verbirgt und wie Sie es als wichtige Säule in Ihr Unternehmen integrieren können, erfahren Sie hier.

Was genau ist Hygienemanagement?

Der Begriff ist kaum definierbar, umfasst er doch Maßnahmen aus den unterschiedlichsten Fachgebieten, die oft erst durch die wechselseitige Ergänzung für das Gesamtproblem Bedeutung erlangen.

Das Wort „Hygiene“ entstammt dem Altgriechischen und bedeutet ursprünglich Gesundheit. Mittlerweile schließt der Begriff vieles ein, was nur noch im weitesten Sinne der Gesunderhaltung und der Vorsorge dient. Darüber hinaus werden auch zahlreiche Prozesse im übertragenen Sinne mit diesem Etikett bedacht.

Hygienemaßnahmen sollen schützen. Vermieden werden sollen Infektionen, die zu entsprechenden Krankheiten führen können. Auslöser sind Viren und Bakterien. Das Schutzobjekt ist zunächst alles Lebendige, also Mensch, Tier und Pflanze. In einem zweiten Schritt gelten Hygienemaßnahmen auch Sachen, die Träger von Infektionsauslösern sein können. Hygienemaßnahmen sind sowohl präventiv wie intervenierend. Ihren Erfolg erkennt man daran, dass das befürchtete Ereignis nicht eintritt. Dabei können die präventive Maßnahme und das ihr geltende Ereignis zeitlich und räumlich weit auseinanderliegen. So schützt ein steril verpacktes Wundpflaster erst bei seiner Anwendung auf der Haut.

Die Planung und Koordination von Vorgängen, die im Ergebnis der Hygiene dienen, werden als Hygienemanagement bezeichnet. Dabei kann das Ziel ein bestimmtes persönliches Verhalten sein wie auch eine besondere Verfahrensweise gegenüber Sachen. Gefordert sind alle Bereiche von Wirtschaft und Verwaltung, die in irgendeiner Weise mit „Leben“ verbunden sind: also eigentlich alle. Ein Stahlwerk hat im Produktionsprozess nichts mit Hygiene zu tun, die Toiletten für Sie und Ihre Mitarbeiter schon.

Waren bisher in vielen Unternehmen Hygieneprobleme auf die Sozialräume der Mitarbeiter beschränkt, so hat die aktuelle Pandemie neue Forderungen mit sich gebracht. Dazu gehören die Organisation von Arbeitsplätzen mit Mindestabstand oder die Installation von besonderen Filteranlagen für die Klimaanlage sowie auch eine Kultur der persönlichen Begegnung ohne körperliche Berührung oder großer Nähe.

Hygienemanagement als Unternehmensziel

Für eine ganze Reihe von Unternehmen und Betrieben ist Hygiene eine so zentrale Aufgabe, dass Hygienemanagement eine Säule der Betriebsorganisation darstellt. Das gilt für:

  • die Lebensmittelproduktion
  • die Lebensmitteltransport
  • die Arzneimittelherstellung
  • die Gastronomie
  • die Entsorgungswirtschaft
  • das Verkehrswesen (Personentransporte)
  • die Einrichtungen der medizinischen Versorgung und der Pflege
  • alle weiteren Unternehmen mit bedeutendem Publikumsverkehr

Bei gewerblichen Unternehmen dieser Branchen bedeutet das Bekanntwerden von Hygienemängeln regelmäßig geschäftliche Einbußen. Meist treten solche Missstände bei amtlichen Hygienebegehungen auf. Die teilweise oder temporäre Einstellung der Unternehmenstätigkeit kann zu existenziellen Schwierigkeiten führen. Die völlige Betriebsschließung führt meist zum Totalverlust des gesamten Betriebsvermögens (zuletzt eine Großschlachterei aufgrund des Nachweises von Listerien).

Bildungseinrichtungen und KiTas

Schulleitungen und KiTa-Leitungen sind für den Hygieneplan in ihrer Einrichtung verantwortlich. Allerdings werden diese im öffentlich-rechtlichen Bereich von den Verwaltungen wenig unterstützt.  Doch während der Corona-Pandemie hat sich gezeigt, dass die Möglichkeiten, mit Kindern Hygienekonzepte umzusetzen, zwangsläufig beschränkt sind. So ist auch weiterhin mit Schulschließungen ohne sinnvolle Angebote für Fernunterricht zu rechnen. Als Teil eines Hygienekonzepts wären entsprechende elektronisch-technische Ausrüstungen sowie die informatisch-didaktische Aufarbeitung des Lehrstoffs notwendig. In unserem international vernetzten Land muss auch damit gerechnet werden, dass nach Corona irgendein anderes ähnliches Problem auftritt, vielleicht Ebola: Unter den jetzigen Rahmenbedingungen erleidet ein Teil der Jugend dann den nächsten Stillstand.

Wichtige Rechtsvorschriften zum Hygienemanagement

Um ein sinnvolles Hygienekonzept entwerfen zu können, sollten Sie sich zunächst über die einschlägigen Rechtsvorschriften für Ihren Betrieb informieren. Vermutlich sprengt eine nur annähernd vollständige Übersicht diesen Rahmen, aber die folgenden Regelungen führen auf die richtigen Wege:

  • das Infektionsschutzgesetz (IfsG)
  • das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)
  • die Richtlinien des Robert-Koch-Instituts (RKI-Richtlinien)
  • die Richtlinien des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten
  • die Biostoffverordnung (BioStoffV)
  • die Hygieneverordnungen der Bundesländer
  • die Trinkwasserverordnung (TrinwV)
  • die Vorgaben der Berufsgenossenschaften
  • bei Lebensmitteln das HACCP-Konzept
  • die Desinfektionsmittelliste des Verbunds für angewandte Hygiene
  • das Medizinproduktegesetz (MPG)
  • die Medizinproduktbetreiberverordnung
  • das Abfallrecht des Bundes und der Länder
  • das Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch
  • die Tierische Lebensmittel-Hygieneverordnung – Tier-LMHV (Verordnung über
    Anforderungen an die Hygiene beim Herstellen, Behandeln und Inverkehrbringen von bestimmten Lebensmitteln tierischen Ursprungs)

Weitere Vorschriften bestehen hinsichtlich der Durchführung der Kontrolle von Produkten und Herstellungsanlagen sowie in Gesetzen und Verordnungen zum Arbeitsschutz, Jugendschutz, Mutterschutz etc.

Als Verantwortlicher dürfen Sie eines nicht aus dem Blick verlieren: Die Verantwortung für die Existenz eines Hygienekonzepts und dessen Umsetzung trägt immer die Geschäftsführung. Die Entlastung im Einzelfall ist immer schwierig.

Hygiene und Mitarbeiterführung

Persönliche Hygiene ist für Vorgesetzte auf allen Ebenen eines der heikelsten Themen. Die individuelle Einstellung zu körperlicher Sauberkeit wird meist entscheidend durch die Erziehung geprägt und gewöhnliches Verhalten kann nur schwer verändert werden. Auch gibt es enorme kulturelle Unterschiede, die zu berücksichtigen wären, wobei die Deutschen keineswegs zu den reinlichsten Völkern zählen. Des Betriebsfriedens wegen ist das strikte Einfordern üblicher Grundverhaltensweisen aber notwendig, wobei die gegenwärtige Pandemie durchaus hilfreich sein kann.

Allgemeine Regeln

Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist mittlerweile weitgehend akzeptiert. Inwieweit sich eine Intensivierung der Basis- und der Händehygiene durchgesetzt hat, ist schwer zu beurteilen. Für Ihren Betrieb sollten Sie abwägen, ob in stark frequentierten Räumen eine gezielte oder häufigere Reinigung sinnvoll wäre.

Besondere Tätigkeiten

Besondere Regeln nach dem Infektionsschutzgesetz gelten für Mitarbeiter, die folgende Lebensmittel herstellen, behandeln oder in den Verkehr bringen:

  • Fleisch, Geflügelfleisch und Erzeugnisse daraus
  • Milch und Erzeugnisse auf Milchbasis
  • Fische, Krebse oder Weichtiere und Erzeugnisse daraus
  • Eiprodukte
  • Säuglings- und Kindernahrung
  • Speiseeis und Speiseeishalberzeugnisse
  • Backwaren mit nicht durchgebackener oder durcherhitzter Füllung oder Auflage
  • Feinkost-, Rohkost- und Kartoffelsalate, Marinaden, Mayonnaisen, andere emulgierte Soßen, Nahrungshefen

Vor der ersten Arbeitsaufnahme ist durch das Gesundheitsamt oder einen Arzt/eine Ärztin, die von dieser Behörde dazu beauftragt wurden, eine Belehrung durchzuführen. Diese Belehrung ist vom Arbeitgeber jährlich zu wiederholen.

Sinn dieser Maßnahme ist es, über Hinderungsgründe für die Arbeitsaufnahme aufzuklären. Dies können u. a. Hauterkrankungen, Durchfallerkrankungen, infizierte Wunden sein. Die Belehrung ist schriftlich von jedem neuen Mitarbeiter zu bestätigen, verbunden mit der Erklärung, dass keine Hinderungsgründe bestehen.

HACCP - die Hygienebibel für den Lebensmittelbereich

Ein Unternehmen der Lebensmittelbranche wird durch einen Hygieneskandal sicherlich am direktesten getroffen. Kunden können meist problemlos auf einen Konkurrenzbetrieb oder ein anderes Produkt ausweichen. Daher ist es verständlich, dass der Lebensmittelbranche durch die HACCP eine Vorreiterrolle bei Hygienekonzepten zukommt. Ursprünglich eine Präventionsmaßnahme für die Verköstigung in der bemannten Raumfahrt ist diese Strategie seit Langem ein Eckpfeiler des Hygienemanagements. Die Abkürzung steht für Hazard Analysis and Critical Control Points, übersetzt etwa „Gefahrenanalyse und zu überwachende Lenkungspunkte“.

Unternehmer, die Lebensmittel herstellen, sind von der EU verpflichtet worden, HACCP-Grundsätze zu beachten (EU-Verordnung 852/2004). In Deutschland besonders zu beachten ist zusätzlich die Lebensmittelhygieneverordnung LMHV, letztmalig angepasst im Jahr 2018.

Ein HACCP-Konzept besteht aus einer Abfolge von zu dokumentierenden Schritten. Diese sind nicht notwendigerweise am selben Ort oder von nur einer Person auszuführen, sondern führen bei Beachtung der Struktur zu einem hygienischen Prozess, der ein Produkt hervorbringt, das den gestellten Ansprüchen genügt.

HACCP – die Risikobewertung

Welche Folgen können auftreten, wenn das Produkt nicht ordnungsgemäß behandelt wird (z. B. Lebensmittelvergiftung)?

  • Der Weg des Produkts vor der Übernahme der direkten Verantwortung: Auch die Lieferanten von Roh- und Halbfertigprodukten müssen sich an die Hygienerichtlinien halten. Dies gilt ebenso für die Transporte, die unter besonderen Bedingungen stattfinden müssen.
  • Die Übernahme des Produkts und deren Verarbeitung: Produkte sind nach der Anlieferung bei der richtigen Temperatur zu lagern. Die innerbetrieblichen Transporte und schließlich die Verarbeitung müssen festgelegten Kriterien entsprechen.

Die „critical control points“ (CCP)

Bei einem Lebensmitteltransport interessieren typischerweise die Temperatur beim Eingang in das Lager, der Zustand der Ware (visuelle Kontrolle auf Unversehrtheit, Faulstellen) und die korrekte Lagerung (Temperatur, Luftfeuchtigkeit). Zu prüfen sind die Stadien der Weiterverarbeitung auf die dazu bestimmten Mitteln und Methoden. Daher sind geeignete Kontrollen und deren Nachweis (Checklisten, Messprotokolle etc.) festzulegen.

Die Festlegung der Grenzwerte

Für die gesamte Produktion sind zu den „CCP“ die entsprechenden Grenzwerte festzulegen. Nur wenn sich die gesamte Produktionskette innerhalb der Grenzwerte bewegt, handelt es sich um ein einwandfreies Produkt.

Bestimmung der Reinigungsintervalle

Ergänzend müssen alle Arbeitsflächen, mit denen das Produkt in Kontakt kommt, regelmäßig gereinigt und möglicherweise sterilisiert werden.

Prozesskontrolle als Mittel der Qualitätskontrolle

Nur wenn alle Vorgänge korrekt durchgeführt werden und nachweisbar sind, kann eine sinnvolle Kontrolle erfolgen. Neben der peniblen Erfüllung der vorgegebenen Regeln spielt auch die Reinigung und Instandhaltung der Messinstrumente eine wichtige Rolle.

Korrekturmaßnahmen in die Wege leiten

Stellen Sie in Ihrem Betrieb sicher, dass für den Havariefall angedachte Maßnahmen in der Betriebsanweisung existieren. Das gilt vor allem dann, wenn nachgeordnete Mitarbeiter darüber entscheiden müssen, ob ein Produkt entsorgt werden muss oder ob „es noch geht“. Klare Grenzwerte und die klare Kommunikation von deren Bedeutung erübrigen falsch loyale Entscheidungen und schützen Ihr Unternehmen vor möglicherweise fatalen Folgen.

Die Verifizierung: eine erfolgreiche Anwendung von Methoden und Verfahren

Als Geschäftsführung liegt es in Ihrer Verantwortung, planmäßige Abläufe regelmäßig zu überprüfen und gegebenenfalls Korrekturmaßnahmen einzufordern. Diese Kontrollen können in Form einer Hygienebegehung von Ihnen selbst oder von externen Dienstleistern durchgeführt werden.  Bei wiederholten Verstößen gegen die festgelegten Regeln stellt es sich meist als sinnvoll heraus, die Gründe nicht nur bei den Mitarbeitern zu suchen, sondern sowohl den Prozess als auch die Entsprechung zu den HACCP-Regeln zu hinterfragen.

Gemessen an der Zahl der Betriebe kommt es in Deutschland sehr selten zu nennenswerten Zwischenfällen in der Lebensmittelbranche. Es darf also insgesamt von einem hohen Standard der Hygienekonzepte und deren Umsetzung ausgegangen werden.

HACCP in verwandten Branchen

Nicht nur im Lebensmittelhandel, sondern auch in deren Produktion, Logistik und Endverarbeitung sowie in der Gastronomie ist die HACCP-Methodik für die Erarbeitung eines individuellen Hygienekonzepts hilfreich. Sicherlich sind Teile der Methodik auf andere Branchen übertragbar, hier sollte dennoch immer der Aufwand mit dem möglichen Risiko abgeglichen werden.

Hygiene in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen

Der Schutz von Patienten in medizinischen Einrichtungen hat oberste Priorität im Hygienemanagement. Nach Schätzungen des Bundesgesundheitsministeriums erkranken jährlich etwa 400 000 – 600 000 Menschen in Krankenhäusern an Infektionen und 10 000 – 15 000 Patienten versterben daran. Es besteht daher Handlungsbedarf. Ein Förderprogramm des Bundes erleichtert die Einstellung von entsprechendem Personal, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen und die Inanspruchnahme von externen Beratungsdienstleistungen. Externe Dienstleister nehmen Hygienebegehungen vor, um sich ein exaktes Bild der Hygienesituation in Ihrer Einrichtung zu verschaffen. Solche Hygienebegehungen finden stichprobenartig auch durch Gesundheitsämtern statt, um mögliche Hygienemängel aufzudecken.

Standardlösungen gibt es im gesamten Hygienemanagement nicht. HACCP kann als Grundlage für die Entwicklung eines Hygieneplans, angelehnt an die Lebensmittelbranche, dienen. Ein vergleichbares Instrument gibt es für medizinische und pflegerische Einrichtungen nicht. Ob Krankenhaus, Einzelarztpraxis, Pflegeheim oder Seniorentagesbetreuung, in jedem Fall muss der besonderen Struktur der Einrichtung und den davon ausgehenden Risiken Rechnung getragen werden.

Fachberatung hilft weiter

Die Inanspruchnahme von Beratungsdienstleistungen ist auf viele Arten möglich. Neben der Ämter, der gesetzlichen Unfallversicherung und der Fachverbände sind eine große Zahl von Beratungsfirmen zu nennen, die auch Komplettlösungen für verschiedene Betriebe anbieten. Eine besondere Rolle spielt hier auch das Gebäudereinigerhandwerk, das die Mehrzahl der Krankenhäuser mit allen entsprechenden Dienstleistungen versorgt. Es ist immer auch der erste Ansprechpartner, wenn Sonderdienstleistungen wie die Desinfektion ganzer Räume benötigt werden.

Hygiene als Beruf

Hier werden zwei Bildungsgänge und ein Berufsbild vorgestellt, die im Zusammenhang mit Hygienemanagement immer wieder genannt werden. Die Mehrzahl aller in diesem Bereich Tätigen hat sich seine Qualifikation jedoch selbst erarbeitet.

Nach Weiterbildung als Hygienefachkraft

Hygienefachkraft ist ein in Deutschland anerkannter Weiterbildungsberuf. Voraussetzung ist ein anerkannter Abschluss zum/zur Gesundheits- oder Krankenpfleger/in bzw. Kindergesundheits- oder Kinderkrankenpfleger/in und eine mehrjährige Berufspraxis. Die Ausbildung dauert in Vollzeit ein Jahr und berufsbegleitend zwei Jahre und enthält neben der Theorie auch Praktika in Krankenhäusern und Laboren. Gegenstand der theoretischen Ausbildung sind u. a. Mikrobiologie und technische Krankenhaushygiene. Der Aufgabenbereich umfasst in Krankenhäusern:

  • Überwachung der Krankenhaushygiene und krankenhaushygienischen Maßnahmen
  • Mitwirkung bei der Fachaufsicht über die Bettenzentrale und die Krankenhausgebäudereinigung
  • Mitwirkung bei der Fachaufsicht über die Sterilisationsabteilung
  • Durchführung von Inspektionen der Stationen und der sonstigen pflegerischen,
    diagnostischen, therapeutischen und versorgungstechnischen
    Bereiche
  • die Berichterstattung an die Verantwortlichen
  • das Führen von Statistiken
  • das Erstellen von Arbeitsanweisungen und Hygieneplänen 
  • ggf. die Durchführung von Schulungsmaßnahmen zu Hygienefragen

Hygienebeauftragte als zusätzliche Funktion

Während es sich bei der Hygienefachkraft um eine Weiterbildung im Gesundheitswesen handelt, ist der Hygienebeauftragte eine Funktionsbeschreibung und nicht an eine Branche gebunden. In kleineren Krankenhäusern übernimmt diese Aufgabe oft ein Arzt nebenberuflich oder in Teilzeit, in Lebensmittelbetrieben ein Ingenieur der Fachrichtung Lebensmittelproduktion oder in pharmazeutischen Betrieben ein Apotheker. Die Zuständigkeiten sind je nach Stellenbeschreibung unterschiedlich, umfassen aber im Regelfall die Aufstellung von Regeln zur Personal-, Produktions-, und Betriebshygiene und deren Durchsetzung.

Hygiene als Studiengang

Verschiedene Hochschulen bieten Hygienemanagement als Spezialisierungsrichtung im Zusammenhang mit einem BBA an. Die Studienausrichtung zielt auf eine spätere Tätigkeit im Gesundheitswesen und kann sicherlich durch die allgemein betriebswirtschaftliche Komponente ein guter Einstieg in die Krankenhausverwaltung sein.

Ausblick und Appell

Das Thema Hygiene wird Sie in Ihrer Verantwortungsrolle stets weiter begleiten. Der gegenwärtigen Pandemie zum Trotz ist aber vor Übertreibungen zu warnen: Der beste Schutz des Menschen ist sein Immunsystem und alle menschliche Erfahrung lehrt, dass jede gebannte Gefahr durch eine neue ersetzt wird. Im betrieblichen Alltag wird Hygiene regelmäßig zum – leidigen – Thema. Ein belastbares Hygienekonzept vermeidet überflüssige Diskussionen und schützt dadurch alle Beteiligten und den Betrieb. 

Hygienemanagement ist eine immerwährende Herausforderung, die die Verantwortlichen nur mit der Unterstützung aller erfolgreich bewältigen können.

Arbeitsschutz aktuell

Sichern Sie sich praxisrelevante Tipps, Anregungen und Hinweise auf aktuelle Urteile und Gesetzesänderungen mit leicht nachvollziehbaren Lösungsansätzen für Ihrer tägliche Arbeit als Sicherheitsbeauftragter oder Fachkraft für Arbeitssicherheit.

Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
Sie können den kostenlosen E-Mail-Newsletter jederzeit wieder abbestellen.

Datenschutz
Produktempfehlungen

Alles rund um das Thema Betriebliches Gesundheitsmanagement

Die wichtigsten Informationen zur Ersten Hilfe

Was Aufsichtsbehörden wichtig ist, wenn die psychische Gefährdungsbeurteilung kontrolliert wird. Wissen kompakt.

Jobs