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Für diese Chemikalien ist REACH tabu

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REACH

Von Wolfram von Gagern,

Die REACH-Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 erfasst Substanzen, sobald die importierte oder produzierte Menge 1 Tonne jährlich erreicht oder überschreitet. „Ausnahmen bestätigen die Regel“ – dieser Spruch findet auch bei REACH Anwendung.

Die REACH-Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 erfasst Substanzen, sobald die importierte oder produzierte Menge 1 Tonne jährlich erreicht oder überschreitet. „Ausnahmen bestätigen die Regel“ – dieser Spruch findet auch bei REACH Anwendung. Bestimmte Substanzen sind von der Registrierpflicht ausgenommen.

Hierzu gehören:

  • Radioaktive Stoffe
  • Polymere
  • Abfälle
  • Stoffe, die nur durch Europa befördert, aber dort nicht verwendet werden (Stoffe im Transit)
  • Substanzen, die während des gesamten Herstellungsprozesses nicht aus dem Reaktionssystem entfernt werden, mit Ausnahme von Probenahmen (nichtisolierte Zwischenprodukte)

Wichtig: Sobald Sie ein Zwischenprodukt aus Ihrem Reaktionssystem entnehmen und z. B. in einem Tank zwischenlagern, wird Ihre Substanz zum registrierpflichtigen isolierten Zwischenprodukt.

Substanzen, die ausschließlich als Arzneimittel oder Lebens- und Futtermittel verwendet werden, sind ebenfalls nicht von REACH betroffen. Ausnahmen von der allgemeinen Registrierungspflicht gelten auch für Stoffe während der produkt- und verfahrensorientierten Forschung und Entwicklung.

Naturstoffe

Auch Naturstoffe brauchen Sie nicht zu registrieren, sofern diese Substanzen chemisch nicht verändert wurden. Dazu gehören Mineralien, Erze, Erzkonzentrate, Zementklinker, Erdgas, Flüssiggas, Erdgaskondensat, Prozessgase und deren Bestandteile, Rohöl, Kohle und Kokss.

Tipp: Unter diese Ausnahmeregelung fallen auch Naturstoffe, die in der REACH-Verordnung nicht namentlich genannt sind, soweit sie nicht chemisch verändert wurden und nicht als gefährliche Stoffe nach dem Chemikalienrecht eingestuft sind und somit nicht mit Gefahrensymbolen bzw. R- und S-Sätzen zu kennzeichnen sind.

Naturstoffe im Sinne von REACH sind natürlich vorkommende Stoffe als solche. Substanzen, die unverarbeitet oder lediglich manuell, mechanisch oder durch Gravitationskraft, durch Auflösung in Wasser, durch Flotation, durch Extraktion mit Wasser, durch Dampfdestillation oder durch Erhitzung zum Wasserentzug verarbeitet oder durch beliebige Mittel aus der Luft entnommen wurden.

Elemente

Bei diesen chemischen Elementen sind die gefährlichen Eigenschaften und Risiken bereits so gut bekannt, dass diese Stoffe ebenfalls nicht zu registrieren sind: Wasserstoff, Sauerstoff, Edelgase (Argon, Helium, Neon, Xenon) und Stickstoff.

Die REACH-Verordnung enthält in Anhang IV eine Liste von Substanzen mit EINECS- und CAS-Nummer. Für diese Substanzen liegen ausreichende Informationen vor, so dass davon ausgegangen wird, dass sie wegen ihrer Stoffeigenschaften ein minimales Risiko verursachen.

Beispiele:

  • Wasser
  • Glucose
  • Ascorbinsäure
  • Sonnenblumenöl
  • Kohlenstoff
  • Stickstoff
  • Argon
  • Kohlendioxid
  • Ölsäure
  • Rapsöl
  • Vitamin A

 

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