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Lenk- und Ruhezeiten: Wie Sie jetzt Urlaubs- und Krankheitstage nachweisen müssen

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Betriebsanweisung Ruhezeiten

Von Wolfram von Gagern,

Sobald Sie Güter mit einem Fahrzeug über 2,8 t zulässiges Gesamtgewicht (zGG) befördern, müssen Sie der Behörde für jeden Tag eines Jahres Tätigkeitsnachweise vorlegen können. Für den Nachweis berücksichtigungsfreier Tage gilt jetzt EU-weit ein neues Formblatt!

Lenk- und Ruhezeiten sind stets zu dokumentieren. Liegen für einen Tag, also den Zeitraum zwischen 0:00 und 24:00 Uhr, keine Aufzeichnungen vor, muss der Fahrer einen Nachweis erbringen, warum er keine Aufzeichnungen vorlegen kann bzw. dass er seiner Fahrertätigkeit nicht nachgegangen ist.

Bescheinigung über "berücksichtigungsfreie Tage" ausstellen

Grundsätzlich muss Ihr Chef eine Bescheinigung über „berücksichtigungsfreie Tage“ ausstellen, sobald Sie als Fahrer für einen der dem Kontrolltag vorausgehenden 28 Kalendertage die vorgeschriebenen Tätigkeitsnachweise (Schaublätter, Eintragungen auf der Fahrerkarte bzw. Ausdrucke aus dem digitalen Kontrollgerät oder Aufzeichnungen) nicht vorlegen können, weil Sie

  • erkrankt waren,
  • sich im Urlaub befanden,
  • aus anderen Gründen kein Fahrzeug gelenkt haben, weil Sie z.B. im Lager beschäftigt waren,
  • ein Fahrzeug gelenkt haben, für das keine Aufzeichnungspflichten gelten (also ein Fahrzeug mit max. 2,8 t zGG),
  • aus anderen Gründen kein Fahrzeug gelenkt haben.

Mein Tipp für Sie: Wenn Sie beispielsweise an einem Tag nur 20 Minuten ein aufzeichnungspflichtiges Fahrzeug lenken, darf für diesen Tag keine Bescheinigung ausgestellt werden. Vielmehr müssen die anderen Arbeitszeiten auf dem Tageskontrollblatt, der Tachoscheibe oder im digitalen Kontrollgerät vermerkt werden.

Lenk- und Ruhezeiten: Warum handschriftliche Bescheinigungen nicht erlaubt sind

Ihr Chef muss jedem Fahrer die Bescheinigung vor Fahrtantritt ausstellen. Sie ist maschinenschriftlich auszufüllen und vom Fahrer zu unterzeichnen. Eine handschriftlich ausgestellte Bescheinigung wird von der Behörde nicht akzeptiert. Kann eine Bescheinigung nicht ausgestellt werden, weil die berücksichtigungsfreien Tage unterwegs angefallen sind, hat der Arbeitgeber diese auf Verlangen der Behörde nachträglich auszustellen und vorzulegen. Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) verzichtet grundsätzlich auf die Vorlage einer Bescheinigung für Sonn- und Feiertage. Es sei denn, es werden Güter, wie z. B. frisches Fleisch, befördert, für die das Sonn- und Feiertagsfahrverbot nicht gilt.

Tipp: Das BAG empfiehlt, bei Fahrten im grenzüberschreitenden Verkehr auch für Sonn- und Feiertage Bescheinigungen des Unternehmers mitzuführen. Bei Fahrten nach Österreich, Portugal und Belgien wird die Verwendung des EU-Formblatts ausdrücklich empfohlen. Bei Verwendung anderer und veränderter Nachweise drohen sehr hohe Bußgelder!

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