Gratis-Download

Für die Sicherheitsfachkraft sind Betriebsanweisungen ein wertvolles Hilfsmittel, um die Mitarbeiter zu unterweisen und vor Gefährdungen am...

Jetzt downloaden

Mit Betriebsanweisungen auf Gefahr durch Feuchtarbeit hinweisen

0 Beurteilungen
Arbeitsschutz Betriebsanweisung

Von Wolfram von Gagern,

Etwa eine Million Menschen in Deutschland haben regelmäßig mit Feuchtarbeit zu tun. Das bedeutet häufigen Kontakt mit Wasser und hinterlässt Spuren auf der Haut („Waschfrauenhände“).

Außerdem kann Feuchtarbeit die Entstehung von Hautkrankheiten fördern. Die Gefahren betreffen zum Beispiel Köche, Hilfsarbeiter in der Gastronomie oder Beschäftigte in Reinigungsbetrieben. Als Sicherheitsfachkraft im Unternehmen sollten Sie Maßnahmen ergreifen, um Feuchtarbeit so weit wie möglich zu reduzieren. Grundlage hierfür bilden Gefährdungsbeurteilungen.

Technische und organisatorische Schutzmaßnahmen können Feuchtarbeit reduzieren. Eine technische Maßnahme kann zum Beispiel sein, manuelle Spülen durch automatische Topfspülen oder Spülmaschinen zu ersetzen. Organisatorische Schutzmaßnahmen bedeuten wie in vielen anderen Gefährdungsbereichen auch in erster Linie Arbeitsplatzrotation. Unvermeidbare Feuchtarbeit wird dabei auf mehrere Beschäftigte verteilt. Zwischen Feucht- und Trockenarbeit muss ein Wechsel erfolgen.

Wo sich Feuchtarbeit nicht vermeiden lässt, helfen Schutzausrüstungen wie Hautschutzmittel und Schutzhandschuhe. Letztere sind aber auch nicht die Antwort auf alle Probleme. So kann das übermäßige Tragen flüssigkeitsdichter Handschuhe der Haut unter Umständen mehr schaden als nutzen. Unter ihnen kann es zu einem Feuchtigkeits- und Wärmestau kommen, was die Haut aufquillen und auf Dauer krank werden lässt.

Als Sicherheitsfachkraft sollten Sie Betriebsanweisungen nutzen, um auf Gefährdungen hinzuweisen. Sie sollten die Schutzmaßnahmen für Feuchtarbeit in eine Betriebsanweisung aufnehmen und Kollegen darin unterweisen.

Die Hauptgefahr bei zu häufigem Kontakt der Haut mit Wasser, Nässe oder Feuchtigkeit ist zum Beispiel eine Störung der intakten Hornschicht der Haut. Ihre Schutzfunktion wird herabgesetzt; Hauterkrankungen können die Folge sein. Häufiges Händewaschen (mehr als 20 Mal pro Schicht) kann die Haut ebenso zusätzlich schädigen wie die Verwendung ungeeigneter Reinigungsmittel. Letztere können darüber hinaus zu Überempfindlichkeiten führen oder Allergien auslösen. Besonders gefährdet sind Personen mit einer empfindlichen Haut und Jugendliche. Auf ihren Schutz ist besonders zu achten.

Innerhalb der Betriebsanweisung muss ganz konkret auf Gefahren für Mensch und Umwelt, Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln und Verhalten im Gefahrfall eingegangen werden. Zum Beispiel die Verwendung von spezieller Hautschutzcreme vor Tätigkeitsbeginn und danach alle drei Stunden. Oder das Waschen der Hände mit einem schonenden Reinigungsmittel. Bei ersten Anzeichen von Hautveränderungen sollte ein Betriebsarzt oder ein Hautarzt aufgesucht werden. Solche Anzeichen sind zum Beispiel Hautrötung, Bläschenbildung oder Schuppung.

Ein Muster für eine geeignete Betriebsanweisung können Sie von unserer Homepage herunterladen.

Arbeitssicherheit aktuell

Sichern Sie sich praxisrelevante Tipps, Anregungen und Hinweise auf aktuelle Urteile und Gesetzesänderungen mit leicht nachvollziehbaren Lösungsansätzen für Ihrer tägliche Arbeit als Sicherheitsbeauftragter oder Fachkraft für Arbeitssicherheit.

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Die wesentlichen Gesetze und Urteile klipp und klar erklärt

erkennen.vorbeugen.handeln: Gesunde Arbeit für zufriedene Mitarbeiter

Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz, Brandschutz, IT-Sicherheit und Werkschutz

Fälle aus der Praxis. Unterweisungsinhalte. Methodik & Didaktik

Risiken erkennen • Maßnahmen ergreifen • Rechtssicherheit schaffen

Praxisnahes Wissen zur Verbesserung Ihrer Unternehmenssicherheit und Unterstützung in Ihrer Tätigkeit als Verantwortlicher für Sicherheitsfragen!