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Für die Sicherheitsfachkraft sind Betriebsanweisungen ein wertvolles Hilfsmittel, um die Mitarbeiter zu unterweisen und vor Gefährdungen am...

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Mit Sicherheitsrundgängen Betriebsanweisungen überprüfen

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Arbeitsschutz Betriebsanweisung

Von Wolfram von Gagern,

Hand aufs Herz: Wann haben Sie zuletzt geprüft, ob Ihre Betriebsanweisungen alle an Ort und Stelle sind?

Würden Sie die Hand dafür ins Feuer legen, dass Ihre Servicetechniker die vorgeschriebenen Warnwesten noch an Bord haben? Und wissen Sie eigentlich genau, ob die Leiharbeitnehmer in Ihrem Betrieb die vorgeschriebenen Schutzhelme tragen? Um sicherzustellen, dass der Arbeitsschutz bei Ihnen tatsächlich zuverlässig funktioniert, sind regelmäßige Sicherheitsrundgänge für Sie ein Muss.

Keine Frage: Als Sicherheitsfachkraft können Sie Ihre Augen nicht überall haben. In jedem Betrieb werden neue Mitarbeiter eingestellt, kommen neue Arbeitsmittel zum Einsatz, wird mal schnell „improvisiert“. Die Hauptsache ist dann meistens, dass die Arbeit weitergeht – auch auf Kosten der Sicherheit. Von kritischen Veränderungen erfahren Sie als Sicherheitsfachkraft dabei manchmal zuletzt. Da hilft nur eines: Sie müssen die einzelnen Arbeitsbereiche aufsuchen und sich vor Ort selbst ein Bild machen. Das verlangt auch das Arbeitsschutzgesetz: Arbeitschutzmaßnahmen müssen auf ihre Wirksamkeit überprüft und an veränderte Gegebenheiten angepasst (§ 3 ArbSchG) werden.

Erstellen Sie einen jährlichen „Besuchsplan“

Überlassen Sie die Betriebsbegehungen nicht dem Zufall, sondern erstellen Sie jährlich im Voraus einen Besuchsplan. Gehen Sie dabei von einem Organigramm oder Hallenplan Ihrer Firma aus, in dem alle Betriebsteile aufgeführt sind, und tragen sie in eine Tabelle ein.

TIPP: Wenn für bestimmte Bereiche Sicherheitsbeauftragte eingesetzt sind, können sie Ihnen einen Teil der Rundgänge abnehmen – sorgen Sie allerdings dafür, dass sie in die Terminplanung einbezogen werden und Ihnen über das Ergebnis Bericht erstatten. Denken Sie bei der Planung auch an Arbeiten außerhalb des Betriebs. Be gleiten Sie auch ruhig einmal die Servicetechniker bei ihren Kundenbesuchen und prüfen Sie, ob sie die für den Außendienst geltenden Arbeitsschutzvorschriften einhalten. Danach tragen Sie die geplanten Termine ein.
TIPP: In der Regel sollten Sie jeden Arbeitsbereich 3- bis 4-mal im Jahr aufsuchen; besondere gefährliche Bereiche auch öfter, z. B. wenn im Wareneingang häufig Aushilfskräfte beschäftigt sind, Lieferanten dort mit ihren Lkws rangieren usw.

Bei diesen Anlässen sollten Sie außerdem prüfen

Neben den geplanten Sicherheitsrund gängen können bestimmte Anlässe auch außerplanmäßige „Ortstermine“ erforderlich machen, etwa wenn

  • Arbeitsverfahren geändert wurden,
  • Unfälle oder Beinahe-Unfälle aufgetreten sind,
  • sich Sachschäden häufen.

Bereiten Sie Ihre Sicherheitsrundgänge richtig vor

Machen Sie sich vor dem Rundgang mit allen geltenden Schutzvorschriften für den zu besuchenden Bereich vertraut, damit Sie nicht nur Zufallsbeobachtungen machen. Dazu gehören externe Vorgaben (u. a. berufsgenossenschaftliche Vorschriften) ebenso wie Ihre internen Betriebsanweisungen, Regelungen zum Tragen von Schutzausrüstungen usw. Sorgen Sie rechtzeitig dafür, dass ein erfahrener Mitarbeiter aus der jeweiligen Abteilung Sie begleitet, um Fragen zu Ihren Beobachtungen zu beantworten.

So werten Sie Ihre Beobachtungen aus

Halten Sie Ihre Beobachtungen vor Ort in Stichworten schriftlich fest – und zwar sofort, damit Sie nichts Wichtiges vergessen.

Lassen Sie die Mitarbeiter bzw. Verantwortlichen für den jeweiligen Arbeitsbereich die Sicherheitsmängel aus ihrer Sicht kommentieren, z. B.: „Die Schutzhandschuhe werden deshalb nicht getragen, weil sie nicht passen.“ Das hilft Ihnen, die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen, um die Schwachstellen zu beseitigen. Erstellen Sie zum Schluss einen Maßnahmenplan mit Terminen und Verantwortlichen für die Beseitigung der Mängel. Beziehen Sie dabei die betroffenen Beschäftigten ein – so werden die Maßnahmen eher akzeptiert. Dringende Mängel müssen Sie sofort abstellen (z. B. wenn Feuerlöscher fehlt); alle anderen erledigen Sie der Reihe nach rechtzeitig vor dem nächsten fälligen Rundgang durch die betreffende Abteilung.

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