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Schichtarbeit: Überprüfen Sie jetzt, ob die Arbeitszeiten ein Risiko darstellen

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Von Wolfram von Gagern,

Mitarbeiter, die mit Gefahrstoffen arbeiten, müssen mit voller Konzentration bei der Sache sein.

Doch in vielen Unternehmen wird derzeit eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit und die Einführung von Schichtbetrieb diskutiert. Vor dem Hintergrund der Arbeitssicherheit müssen Sie sich in Ihrem Unternehmen unbedingt in die Diskussion einbringen.

Das Berufsgenossenschaftliche Institut Arbeit und Gesundheit hat in einer Studie den Einfluss von Lage und Dauer der Arbeitszeiten untersucht. Ergebnis: Nacht- und Schichtarbeit beeinflusst die körperlichen Funktionen und kann die Leistungsfähigkeit deutlich verringern. Ausreichender und guter Schlaf ist für die Arbeitsfähigkeit des Menschen eine wichtige Voraussetzung.

Achten Sie auf die folgenden 7 Punkte:

  1. Die tägliche Arbeitszeit von Mitarbeitern, die mit Gefahrstoffen umgehen, sollte 8 Stunden nicht überschreiten, weil danach das Risiko eines Arbeitsunfalls erheblich ansteigt. Dies lässt sich aus den Unfallstatistiken ablesen.
  2. Wechselschichten sind besser als dauernde Nachtschichten. Sie sollten schnell vorwärts rotierend gestaltet werden.
  3. Ältere Menschen (über 40 Jahre) sind besser für dauerhafte Frühschichten als für Wechsel- oder Nachtschichten geeignet.
  4. Körperlich schwere Tätigkeiten sollten möglichst tagsüber verrichtet werden. Nachts nimmt die Leistungsfähigkeit des Menschen bei körperlicher Tätigkeit stärker ab als bei geistiger.
  5. Bei Nacht- und Wechselschichten sollten auf eine begrenzte Anzahl von Arbeitstagen (3–4) mehrere (möglichst 4) freie Tage folgen. Andere Regelungen wirken sich ungünstig auf den Schlaf und auf die Regenerationsfähigkeit aus.
  6. Personen mit starker Sozialbelastung (z. B. pflegebedürftige Angehörige) sind für Nacht- und Schichtarbeit ungeeignet. Ungünstige Arbeitszeiten führen zu zusätzlichen Belastungen, was sich wiederum auf die Sicherheit auswirkt. Vor Einsatz im Schichtbetrieb sollten Sie deswegen die persönliche Situation der Betroffenen berücksichtigen.
  7. Erarbeiten Sie für Ihren Betrieb ein Betreuungs- und Beratungsprogramm für Nacht- und Schichtarbeiter. Wichtig ist, dass Beschäftigte im Schichtdienst besonders fit bleiben. Individuell angepasstes Freizeit-, Schlaf- und Ernährungsverhalten, die Aufrechterhaltung sozialer Kontakte, aber auch die Beratung bei Problemen mit der Nacht- und Schichtarbeit können dazu beitragen.

 

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