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Überlast mit Todesfolge: Kranführer verurteilt!

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Von Wolfram von Gagern,

Wegen fahrlässiger Tötung verurteilte das Amtsgericht Marburg am 22.12.2005 einen Kranführer zu einer Geldstrafe von 1.200 €.

Der 37-Jährige wollte im April 2004 mit seinem Kran eine 1.700 kg schwere Palette mit Steinen von einem Lkw abladen, obwohl das Hebegerät nur eine höchstzulässige Tragkraft von 1.300 kg besaß. Der Kran kippte um und verletzte dabei den Bauleiter tödlich.

Der Richter sah es als erwiesen an, dass der Kranführer durch die Überbelastung das Unglück verschuldet hatte. Sein Chef, dem der Kran gehörte, wurde zu einer Geldbuße von 200 € verurteilt, weil er den Kranführer nicht ausreichend kontrolliert hatte: Er besaß nicht einmal den vorgeschriebenen Kranführerschein (Urteil vom 22.12.2005) Az. 51Ds4JS 4984/04. .

Nehmen Sie das Urteil zum Anlass für eine Unterweisung über die Sicherheitsregeln für das Führen von Kranen. Erinnern Sie auch die Geschäftsleitung bzw. die Vorgesetzten daran, welche Verpflichtungen sie bei der Auswahl und Beauftragung von Kranführern haben:

  • Nur Personen bauftragen, die mindestens 18 Jahre alt sind, körperlich und geistig geeignet sind und von denen zu erwarten ist, dass sie ihre Aufgabe zuverlässig ausführen.
  • Die Personen müssen durch eine Kranführerschulung (z. B. bei der Berufsgenossenschaft) im Führen von Kranen unterwiesen sein und einen entsprechenden Befähigungsnachweis nach dem berufsgenossenschaftlichen Grundsatz (BGG) 921 „Grundsätze für Auswahl, Unterweisung und Befähigungsnachweis von Kranführern“ besitzen.
  • Nicht vergessen: Beides gelegentlich auf der Baustelle kontrollieren.

 

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