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Warum Heuschnupfen auch den Arbeitsschutz betrifft

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Arbeitssicherheit Heuschnupfen

Von Wolfram von Gagern,

Etwa 15 bis 25 Prozent der Deutschen leiden jedes Jahr unter Heuschnupfen – Tendenz steigend. Und für viele von ihnen begann die Leidenszeit in diesem Jahr früher als gewöhnlich, denn aufgrund des ungewöhnlich warmen Frühlings hat auch der Pollenflug früher eingesetzt.

Pollenallergien sind aber nicht nur ein Thema für die Betroffenen selbst, sondern gehen auch Sie als Sicherheitsfachkraft etwas an. Hier daher drei Gründe, warum Pollenallergien auch den Arbeitsschutz betreffen.

Medikamente gegen Heuschnupfen oft mit Nebeneffekten

1. Fast alle Betroffenen nehmen Medikamente, die die Symptome lindern. Viele frei verkäufliche Pillen, Tropfen und Sprays aber haben den unangenehmen Nebeneffekt, dass sie müde machen und die Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit einschränken – gefährlich beim Bedienen von Maschinen und Führen von Fahrzeugen.Vorsicht auch, wenn Ihre Mitarbeiter Umgang mit Gefahrstoffen haben: Die Zeitschrift Öko-Test hat in einem in Ausgabe 2/2011 veröffentlichten Test in 11 frei verkäuflichen Nasensprays und Augentropfen gegen Heuschnupfen umstrittene PEG/PEG-Derivate gefunden, die die Haut durchlässiger machen und so Fremdstoffe in den Körper einschleusen können – und damit auch Schadstoffe.

Fazit: Raten Sie allen augenscheinlichen Pollenallergikern, die diese Tätigkeiten ausführen, sich unbedingt ärztlich behandeln zu lassen. Denn nur der Arzt weiß, welche Medikamente für wen die richtigen sind.

Gefährlich: Niesanfall am Steuer durch Heuschnupfen

2. Ein plötzlicher Niesanfall am Steuer kann nach Angaben von Verkehrsexperten ähnlich verhängnisvolle Folgen haben wie der berüchtigte Sekundenschlaf – für Kraftfahrer ein Grund mehr, bei Heuschnupfen unbedingt zum Arzt zu gehen. Interessant ist in diesem Zusammenhang ein Urteil des Amtsgerichts Elmshorn: Danach kann es grob fahrlässig sein, sich mit einer starken Pollenallergie ans Steuer zu setzen. Wer durch einen allergischen Niesanfall einen Unfall baut, riskiert deshalb seinen Versicherungsschutz (Az. 54 C 235/94). Weisen Sie Ihre Kollegen mit Fahrtätigkeiten auf dieses Urteil hin.

Asthma droht bei Heuschnupfen

3. Und schließlich: Bei 30 % der Heuschnupfengeplagten wächst sich die Allergie innerhalb von 10 Jahren zu einem handfesten Asthma aus – manche sind dann an ihren bisherigen Arbeitsplätzen nicht mehr einsetzbar.

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