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Für die Sicherheitsfachkraft sind Betriebsanweisungen ein wertvolles Hilfsmittel, um die Mitarbeiter zu unterweisen und vor Gefährdungen am...

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Warum Sie die Regale im Lager regelmäßig kontrollieren sollten

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Von Wolfram von Gagern,

Der folgend Unfall in einem Lager zeigt: Sie können gar nicht oft genug eine Sicherheitsüberprüfung vornehmen. Vor allem aber: Gehen Sie bei Ihrer Gefährdungsbeurteilung stets von der...

Der folgend Unfall in einem Lager zeigt: Sie können gar nicht oft genug eine Sicherheitsüberprüfung vornehmen. Vor allem aber: Gehen Sie bei Ihrer Gefährdungsbeurteilung stets von der Frage aus: „Was wäre wenn?“ Und gehen Sie alle Abläufe im jeweiligen Regal genau durch. Was wird bewegt? Wie wird es bewegt? Von wem? Wo sind mögliche Kollisionspunkte? Schauen Sie dem Treiben vor Ort am besten im Arbeitsalltag immer wieder zu.

Ein echter Fall: In einem Rohstofflager war ein Mitarbeiter mit Ein- und Auslagerungsarbeiten beschäftigt. In den Regalfächern lagerten in 2 und 4 Meter Höhe diverse Säcke auf Paletten. Die Regalstützen bestanden aus einem gelochten U-Profil. Ein Lagerarbeiter stieß beim Rangieren mit dem Hubwagen gegen eine Regalstütze, die einknickte. Tragische Folge: Aus 2 Fächern und 3 Regalfeldern stürzten insgesamt 11 Paletten hinab. Ihr Gesamtgewicht: 9 Tonnen. Der Lagerarbeiter kam bei diesem Umfall ums Leben. Bei der Ermittlung wurde festgestellt, dass eine nicht ausreichend vorgenommene Gefährdungsbeurteilung eine der Ursachen für den Unfall war.

So gehen Sie bei der Gefährdungsbeurteilung eines Lagers richtig vor
In dem Lager, in dem der tödliche Unfall passiert ist, wurden inzwischen unter anderem folgende Maßnahmen ergriffen:

  • Überprüfung und gegebenenfalls Austausch der Regale im Lager Anfahrschutz an allen Regalstützen
  • Zusätzliche circa 1 m hohe mechanische Verstärkung sämtlicher Regalstützen
  • Durchgreifsicherung zwischen allen ebenerdigen Regalfeldern Leitplanken im Durchfahrbereich von Regalreihe zu Regalreihe
  • Es wurden alle Gabelhubwagen mit geteiltem, hervorstehendem Fahrer- Schutzarm gegen Gabelhubwagen mit durchgehendem geschlossenem Fahrer- Seitenschutz ausgetauscht.

Grund für den Unfall, über den auch die Presse berichtete, war unter anderem, dass der rangierende Mitarbeiter um einen Gabelstapler mit hervorstehendem Fahrer-Schutzarm rangieren musste. Dadurch wurde es selbst in dem 1,60 m breiten Gang zu eng.

Im Hinblick auf die Rangier- und Standsicherheit in Ihrem Lager sollten Sie jetzt eine entsprechende Überprüfung vornehmen und eine eventuell vorhandene Gefährdungsbeurteilung auch in dieser Hinsicht aktualisieren. Überprüfen Sie die Regale und die Gefährdungsbeurteilung mindestens halbjährlich.

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