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Die 4 entscheidenden Schritte nach einem Arbeitsunfall

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Arbeitsunfall Maßnahmen

Von Günter Stein,

Ist ein Arbeitsunfall passiert, sind Sie als Arbeitgeber in der Pflicht. 4 Schritte sollten Sie umgehend einleiten, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein.Wichtig:

Hier sind sie:

Schritt 1: Meldung an Ihre Berufsgenossenschaft (innerhalb von 3 Tagen)

Kann der Arbeitnehmer nach einem leichten Arbeitsunfall umgehend oder spätestens am übernächsten Tag wieder arbeiten, ist eine Meldung an die Berufsgenossenschaft zwar nicht notwendig (§ 193 Absatz 4 SGB VII), dennoch sollten Sie zu Ihrer Sicherheit jeden Arbeitsunfall mit ungewisser Arbeitsunfähigkeitsdauer oder hohen Folgekosten melden.

Wird der Verletzte voraussichtlich mehr als 3 Tage arbeitsunfähig bleiben, müssen Sie den Arbeitsunfall melden. Dies gilt natürlich erst recht bei tödlichen Arbeitsunfällen. Die Meldung eines Arbeitsunfalls müssen Sie auf einem vorgeschriebenen Formular (Unfallanzeige) erstatten. Eine Unfallanzeige erhalten Sie auf telefonische Anforderung bei jeder Berufsgenossenschaft oder im Internet unter www.hvbg.de.

Wichtig:

Der Betriebsrat muss die Unfallanzeige mit unterzeichnen, § 193 Absatz 5 Satz 1 SGB VII.

Schritt 2: Nutzen Sie das Fachwissen der Berufsgenossenschaften

Um zukünftig ähnliche Unfälle zu vermeiden, lassen Sie sich kostenlos von der zuständigen Berufsgenossenschaft über Maßnahmen zur Unfallvermeidung beraten. Zur Unfallverhütung sind Sie verpflichtet und sie zahlt sich aus: Prävention kann direkt zur Beitragssenkung führen. Alle meldepflichtigen Unfälle fließen in ein Beitragsausgleichsverfahren ein und können so einen Beitragszuschlag auslösen oder einen Nachlass verhindern.

Schritt 3: Information der Behörden

Bei einem meldepflichtigen Arbeitsunfall übersenden Sie der für den Arbeitsschutz zuständigen Behörde (Gewerbeaufsichtsamt, Staatliches Amt für Arbeitsschutz) eine Kopie Ihrer Unfallanzeige, § 193 Absatz 7 SGB VII.

Wichtiger Hinweis: Ist nach dem Arbeitsunfall mit einer Arbeitsunfähigkeit zu rechnen, so muss der Verletzte einen Durchgangsarzt (D-Arzt) aufsuchen. Darauf müssen Sie als Arbeitgeber wie auch der erstbehandelnde Arzt hinweisen. Der Arzt entscheidet auf Grund des Befundes, ob die weitere Behandlung durch ihn selbst oder durch einen Kassenarzt erfolgen soll.

Schritt 4: Prüfen Sie, ob Sie Regress fordern können

Falls durch einen Dritten der Unfall verursacht wurde, lassen Sie einen Schadensersatzanspruch prüfen, um zum Beispiel die Kosten für die Entgeltfortzahlung zurückfordern zu können.

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