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Drei Maßnahmen gegen feuchte Wände und Schimmel im Produktionsbereich

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Produktion Schimmel

Von Günter Stein,

Frage: Wir haben an mehreren Stellen in unserem Produktionsgebäude feuchte Stellen, vor allem in den Raumecken, wo der Luftaustausch wohl besonders gering ist. Aber auch an einigen Stellen mitten an der Wand kommt es immer wieder zur Bildung von feuchten Stellen.

Dadurch haben wir Schäden vor allem durch Korrosion, aber auch durch Auflösung des Putzes oder Schimmelbildung. Wie können wir dieses Problem bekämpfen?

Schimmel ist ein häufiges Problem in Produktionsbetrieben

Antwort: Das von Ihnen beschriebene Problem tritt sehr häufig in Produktionsbetrieben auf. Durch die gestiegene Sauberkeit auch in Industriegebäuden wird es allerdings immer häufiger als Mangel erkannt. Die Ursachen dafür sind auf der einen Seite ein hoher Feuchtigkeitseintrag in das Gebäude und auf der anderen Seite Kältebrücken in den Wandbereichen. Dass sich vor allem in den Raumecken Kondenswasser bildet, hat nicht unbedingt mit der schlechteren Durchlüftung zu tun. Hier steht einer sehr kleinen Innenfläche eine sehr große Außenfläche gegenüber, die eine besonders wirkungsvolle Kältebrücke darstellt.

Kondenswasser als Grund für feuchte Wände und Schimmelbildung

Ist eine Wand erst einmal durchfeuchtet, so führt sie die Wärme noch stärker nach außen ab, und die Luft kühlt weiter aus. Kalte Luft kann aber nicht so viel Wasser binden wie warme, und deshalb setzt sich der gebundene Wasserdampf als Kondenswasser ab. Die Gegenmaßnahmen sind recht aufwendig, aber hilflos sind Sie diesem Phänomen gegenüber nicht.

Dreimögliche Maßnahmen gegen Schimmel

  1. Sorgen Sie dafür, dass die Innenluft möglichst trocken ist. Vermeiden Sie also das Einbringen von Wasserdampf oder saugen Sie ihn an den entsprechenden Stellen ab.
  2. Lüften Sie möglichst gut. Am besten ist eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung (WRG). Dadurch können Sie ein höheres Temperaturniveau realisieren und sparen trotzdem Energie gegenüber einem System ohne WRG.
  3. Dämmen Sie die Außenwände oder zumindest die Kältebrücken. Häufig wird die Wärme über tragende Metallteile oder schadhafte Mauerbereiche abgeführt. Dort kommt es zu den von Ihnen beschriebenen partiellen Feuchtstellen. Messen Sie an diesen Stellen die Temperatur der Innen- und Außenwand und vergleichen Sie die Werte mit den Stellen, wo keine Feuchtigkeit entsteht.
    Liegt die Temperaturdifferenz höher als in den Normalbereichen, können Sie mit einer Teildämmung die Kältebrücke verhindern. Ist die Temperaturdifferenz gleich, liegen andere Faktoren vor (z.B. hygro-skopische Putzanteile oder falsche Anstriche).

 

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