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Druckluftanlagen sind Energiefresser – Doch die Kosten lassen sich halbieren

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Betriebsleitung Druckluftanlagen

Von Günter Stein,

Kaum ein Betrieb mag auf Druckluft verzichten, obwohl es billigere Alternativen gibt. Lesen Sie hier, warum sich das Nachrechnen mit dem spitzen Bleistift lohnt.

Hand aufs Herz: Erfassen Sie die Kosten für die Erzeugung Ihrer Druckluft separat? Wahrscheinlich nicht und deshalb ist den meisten Betreibern von Druckluftanlagen gar nicht bewusst, wie hoch der Anteil für die Erzeugung von Druckluft an den gesamten Energiekosten ist.

Nutzen Sie Druckluftanlagen nur, wenn es keine Alternativen gibt

Bevor Sie sich an die Sanierung und Optimierung Ihrer Druckluftanlage machen, halten Sie sich bitte die folgende Berechnung vor Augen:

Für einen pneumatischen Antrieb mit einer Abgabeleistung von 1 kW benötigen Sie je nach Wirkungsgrad zwischen 10 und 20 kW elektrischer oder hydraulischer Leistung. Würden Sie das System direkt elektrisch betreiben, reichen ca. 2 kW aus.

Untersuchen Sie die Einsatzfelder Ihrer Druckluftanlage ganz genau, und setzen Sie überall dort, wo es möglich ist, geeignete Alternativen ein. Das hat gleich 2 Vorteile:

  • Sie eliminieren teure pneumatische Verbraucher und
  • Sie können eventuell das Leitungsnetz verkleinern und so eine potenzielle Fehlerquelle für Undichtigkeiten reduzieren.

Beispiel: Druckluftbetriebene Torantriebe haben gegenüber einem leichten elektrischen Schnellläufer keine Vorteile und können ohne großen Aufwand ersetzt werden.

Dezentrale Druckluftanlagen mit optimiertem Maximaldruck

Die industrieüblichen Kompressoranlagen arbeiten häufig mit einem Nenndruck von 10 bar. Die meisten Druckluftgeräte kommen aber mit einem Betriebsdruck von 5 bar aus. Wenn Sie mit einem kleinen Druckspeicher arbeiten, brauchen Sie die Überdimensionierung, um Lastspitzen abzufangen. Der höhere Betriebsdruck wird auch dann notwendig, wenn nur wenige Geräte einen Betriebsdruck von 8 oder 9 bar benötigen.

Praxis-Tipp: Achten Sie bei der Anschaffung von Druckluftgeräten auf einen möglichst geringen und einheitlichen Betriebsdruck.

Setzen Sie besser mehrere dezentrale Druckluftsysteme als einen großen Kompressor ein. Dadurch haben Sie diverse Vorteile:

  • Sie können die Einschaltzeiten besser optimieren,
  • Sie können den Betriebsdruck besser anpassen und
  • eine Leckage wirkt sich nicht auf das gesamte System aus.

Allein durch die Absenkung der oberen Abschaltgrenze beim Kompressor von 10 bar auf 7 bar sparen Sie 25 % der zugeführten elektrischen Energie.

Dichten Sie Lecks in der Druckluftanlage ab

Keine drucklufttechnische Anlage ist zu 100 % dicht. Trennen Sie deshalb selten benötigte Zweige und Zapfstellen mit einem Absperrhahn und prüfen Sie die Anlage regelmäßig auf undichte Stellen.

Hinweis: Der Verlust von 1 l Druckluft/s kostet Sie im Jahr zwischen 250 und 300 g.

Maßnahmen zur Einsparung bei Druckluftanlagen:

Komponente Maßnahme Einsparung bis
Kompressor Abschalten bei Nichtbedarf 50%
  Austausch gegen effektiveren Verdichter. 10%
  Reinigung des Luftfilters 5%
  Optimale Anpassung der Kompressorgröße 10%
  Nutzung der Kompressorabwärme 60%
  Nachlaufzeiten reduzieren oder thermisch regeln 10%
  Reduzierung des Nenndrucks 25%
Gesamtanlage Dezentralisierung 30%
  Integration einer Regel- und Schaltanlage 30%
  Austausch uneffektiver Druckluftverbraucher 20%
  Vergrößern des Druckluftspeichers 20%
  Einsatz alternativer Technologien k.A.
Leitungsnetz Einsatz von Absperrventilen 50%
  Durchführung regelmäßiger Leckageprüfungen 80%
  Größere Rohrquerschnitte 5%
  Hochwertige Filter zur Vermeidung von Wartungskosten 5%

 

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