Gratis-Download

Um effektive und effiziente Prozesse gestalten zu können, müssen Sie und Ihre Mitarbeiter deren Inhalte, z. B. Ablaufabschnitte, Systeme, Anlagen,...

Jetzt downloaden

Ressourcenplanung in der Produktion: So steuern Sie Produktionsprozesse ohne Engpässe oder Verschwendungen

0 Beurteilungen

Von Günter Stein,

Voraussetzung für den reibungslosen Ablauf aller Prozesse ist das Vorhandensein aller Kapazitäten. Bei der reinen Erfassung der Prozesszeiten mit Hilfe der Netzplantechnik gehen Sie nämlich davon aus, dass alle benötigten Materialien in genügendem Maße vorhanden sind. Kommt es hier zu Liefer- oder Produktionsengpässen, stockt die Fertigung.

 

Auf der anderen Seite können Sie nicht beliebig viele Ressourcen zur Verfügung stellen, das wäre in höchstem Maße unrentabel. Hier das Optimum zu finden ist eine Ihrer größten Herausforderungen.

Die bestandsbezogene Bestellung: Besonders ökonomisch für die Ressourcenplanung in der Produktion

Die zu bestellenden Waren werden in unterschiedlichen Zeiträumen verbraucht. Eine Möglichkeit, den optimalen Bestellzeitpunkt zu bestimmen, ist die Definition einer Bestandsgrenze. Erreicht der momentane Bestand diese Grenze oder wird sie unterschritten, erfolgt eine Bestellung. Hierbei haben Sie wiederum 2 Optionen:

  • Die Bestellmenge ist jeweils konstant (B-Q-Methode) oder
  • Sie füllen das Lager für diese Warenart komplett auf (B-S-Methode).

Die erste Variante bietet sich an, wenn Sie feste Bezugskonditionen ausgehandelt haben, die sehr günstig sind. Die 2. Variante schafft Ihnen eine möglichst hohe Sicherheit in der Verfügbarkeit.

Ressourcenplanung in der Produktion: Terminbezogene Bestellung bei schwer zu erfassenden Waren

Die bestandsbezogene Bestellung lässt sich nur dann realisieren, wenn der Warenbestand leicht zu erfassen ist. Ist das nicht der Fall, bietet sich ein terminbezogenes Modell an. Auch hier gibt es wieder mehrere Alternativen:

Festes Intervall, Bestellung auf Höchstbestand (T-S-Methode): Sie füllen in genau definierten Intervallen das Lager bis zur Höchstgrenze auf. Diese Methode bietet sich vor allem bei annähernd konstantem Verbrauch und geringwertigen Waren an, falls die Bestandsmenge nur schwer erfasst werden kann (Lagerung in sehr vielen Zwischenlagern).

Prüfung in festen Intervallen mit gleicher Bestellmenge (T-Q-Methode): Sie überprüfen den Lagerbestand in regelmäßigen Abständen. Ist die Bestandsgrenze erreicht oder unterschritten, bestellen Sie immer die gleiche Menge. Diese Methode bietet sich bei teureren Waren an, für die Sie spezielle Bedingungen ausgehandelt haben.

Prüfung in festen Intervallen, Bestellung auf Höchstbestand (T-B-S-Methode): Auch hier überprüfen Sie wieder in festen Zeitabständen. Beim Erreichen oder Unterschreiten der Bestandsgrenze wird in diesem Fall das Lager wieder bis zum Höchstbestand aufgefüllt.

Hinweis: Das „T“ steht hier für das feste Zeitintervall. Bei der T-B-Q-Methode wird also in festen Zeitintervallen (T) in Abhängigkeit von der Bestandsgrenze (B) eine feste Menge (Q) bestellt.

Gefahr für Ressourcenplanung in der Produktion durch variable Beschaffungszeiten

Die bisherigen Betrachtungen gingen davon aus, dass die Beschaffungsdauer der benötigten Waren konstant ist. In der Praxis ist dies aber nicht immer der Fall. Sie können sich eine gewisse Sicherheit verschaffen, indem Sie den Lieferanten verpflichten, Sie frühzeitig über mögliche Lieferengpässe zu informieren. Das kann der Fall sein, wenn er z. B. zusätzliche Großaufträge angenommen hat.

Das Risiko lässt sich auch durch eine Aufteilung auf mehrere Lieferanten umgehen, dadurch verschlechtern Sie aber Ihre Einkaufsbedingungen. Am besten, Sie handeln eine Liefergarantie über bestimmte Mindestmengen aus, die auf jeden Fall zur Verfügung stehen müssen, ansonsten drohen Ihrem Lieferanten Konventionalstrafen.

Praxis-Tipp: Erkennen Sie, dass für einen bestimmten Artikel die Beschaffungszeiten variieren, ist ein Übergang von der B-Q- zur B-S-Methode ratsam.

Sie können die beschriebenen Methoden auch noch variieren. So lässt sich das Verbrauchsverhalten in die Methode integrieren. Schwankt die Verbrauchsmenge in regelmäßigen Abständen, können Sie von einer festen zu einer variablen Bestellmenge Q übergehen. Steigt die Verbrauchsgeschwindigkeit, z. B. infolge besserer Produktionsprozesse, können Sie die Bestellmenge bei jedem Bestellvorgang um einen festen Faktor erhöhen.

 

Arbeitssicherheit aktuell

Sichern Sie sich praxisrelevante Tipps, Anregungen und Hinweise auf aktuelle Urteile und Gesetzesänderungen mit leicht nachvollziehbaren Lösungsansätzen für Ihrer tägliche Arbeit als Sicherheitsbeauftragter oder Fachkraft für Arbeitssicherheit.

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Qualität steigern - Kosten senken - QM-Bewusstsein schärfen

Mit einfachen Werkzeugen und Methoden zu nachhaltigem Unternehmenserfolg. Leicht verständlich und sofort umsetzbar.

Die neuesten Praxistipps zur Planung, Überwachung und ständigen Optimierung Ihrer Produktionsprozesse

Das praxisnahe und kompetente Nachschlagewerk für Ihren erfolgreichen Einsatz von Excel

Betriebsabläufe optimieren, Störungen reduzieren, vorausschauend planen

Die neuesten Praxistipps zur Planung, Überwachung und ständigen Optimierung Ihrer Produktionsprozesse