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Schritt für Schritt zum richtigen Hautschutzplan

3 2 Beurteilungen
Urheber: Africa Studio | Fotolia

Von Martin Weyde,

Der Hautschutz wird in vielen Unternehmen immer noch etwas stiefmütterlich behandelt, dabei kann mangelhafter Hautschutz zu langwierigen und unangenehmen Hauterkrankungen führen.

Hautschutz ist PSA (Persönliche Schutzausrüstung)

Für Mitarbeiter, die beispielsweise mit Chemikalien arbeiten, gehört der Hautschutz zur PSA, genauso wie bei einem Bauarbeiter, der mit einem Presslufthammer arbeitet. Achten Sie deshalb in Ihrem Betrieb darauf, dass betroffene Mitarbeiter diese PSA auch erhalten.

Achtung: Betriebsrat bestimmt mit

Nach § 91 Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) bestimmt der Betriebsrat bei der Auswahl von PSA mit. Das Mitbestimmungsrecht bezieht sich sowohl darauf, ob die PSA zur Gefahrenvermeidung geeignet ist, als auch darauf, ob sie zweckmäßig ist.

Bei der Auswahl des Hautschutzes sollten Sie auf Folgendes achten:

Spezifische Hautgefährdungen durch Hautschutzmittel Hautreinigungsmittel Hautpflegemittel
  • Wassermischbare Chemikalien (Zement, Laugen, Säuren)
  • Wasserabweisend, stark (rück-)fettend
  • Reibemittelhaltig (ähnlich Peeling) oder waschaktive Substanzen
  • Berücksichtigen Sie hier bei der Auswahl die Belastungen am Arbeitsplatz:
  • Nichtwassermischbare Chemikalien (Petroleum)
  • Stark hauthaftende Verschmutzungen und Chemikalien (Altöl, Klebstoffe, Beschichtungen)
  • Wasserlöslich, fettarm, Einsatz von hautfreundlichen Spezial-Emulgatoren
  • Je nach Verschmutzungsgrad waschaktive oder reibemittelhaltige Substanzen
  • bei Friseuren ist eine reichhaltige Creme ausreichend, bei der Fleischfachverkäuferin muss es eine „wärmende“ Creme sein.

In 6 Schritten zum optimalen Hautschutz

Wenn Sie nun in Ihrem Betrieb den Hautschutz implementieren wollen, dann gehen Sie am besten die folgenden 6 Schritte:

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Schritt 1: Nehmen Sie sich die obige Tabelle zur Hand und treffen damit eine Vorauswahl aller in Frage kommenden Produkte.

Schritt 2: Gehen Sie nun zu Ihrem Betriebsarzt. Klären Sie mit ihm, ob die Vorauswahl so korrekt ist, ob er Produkte streichen oder ergänzen möchte.

Schritt 3: Informieren Sie sich bei den Herstellern. Gibt es kostenlose Proben? Diese könnten Ihre Kollegen dann testen. Schließlich wissen diese am besten, was ihrer Haut gut tut.

Schritt 4: Berücksichtigen Sie die Testergebnisse bei der abschließenden Auswahlentscheidung. •

Schritt 5: Legen Sie Ihre Auswahl schriftlich nieder. Erstellen Sie nun, gemeinsam mit Ihrem Betriebsarzt, dem Arbeitgeber und der Sicherheitsfachkraft, einen Hautschutzplan. Auf diesem sind Anweisungen für Ihre Kollegen zu vermerken sowie die Produkte, die zum Hautschutz ausgewählt wurden.

Schritt 6: Hängen Sie den Plan am Arbeitsplatz sowie in den Waschräumen bzw. Toiletten aus.

So sieht Ihr Hautschutzplan aus

Hier noch ein Hautschutzplan für Arbeitnehmer, die besonders viel UV-Strahlung ausgesetzt sind:

HerstellerHautschutzmittelHautreinigungsmittelHautpflegemittel
Firma XY HandschuheSeifeCreme
Anweisungen Hautschutzmittel sind vor Aufnahme der Arbeit zu tragen Hautreinigungsmittel sind nach der Arbeit aufzutragen bzw. zu verwenden Hautpflegemittel sind nach der Hautreinigung aufzutragen
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