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Wer bist du und wo gehst du hin? - Wie Sie Ihre Produktion mit Einsatz von RFID optimieren

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RFID
Urheber: Сake78 (3D & photo) | Fotolia

Von Matthias Pfeffer,

Ein Transponder an jedem Werkstück, Bauteil oder an jeder Transportkiste ermöglicht die genaue Identifikation des Gegenstandes. So können Sie Materialien beim Durchlaufen des Lagers verfolgen.

Was ist RFID?

Die Abkürzung RFID steht für Radio Frequency Identification. Ein Chip kommuniziert dabei kontaktlos über Funk mit einer Basiseinheit. Entstanden ist diese Idee bereits in den 60er-Jahren. Da die Technologie für kleine und kostengünstige Chips damals aber noch nicht ausgereift war, konnte sich das Verfahren (noch) nicht durchsetzen.

Ein RFID-System besteht aus einem Transponder und einem Lesegerät. Der Transponder dient als elektronischer Datenspeicher, der im Erfassungsbereich des Lesegerätes die gespeicherten Informationen weitergibt. Einige Transponder können dabei auch Daten aufnehmen. Der integrierte Mikrochip enthält Daten über das Objekt, z. B. Größe, Form und vorgesehener Lagerplatz.

Was unterscheidet RFID von einem einfachen Barcode?


Auch ein Barcode gibt Objektinformationen an ein Lesegerät. Das Speichern und Verändern von zusätzlichen Daten sind allerdings nicht möglich. Ein weiterer Nachteil des Barcodes liegt in der Datenweitergabe. Für das Lesen eines Barcodes ist eine direkte Sichtverbindung notwendig, ein Transponder kommuniziert über Funk.

Eine kleine Beschädigung des Barcodes kann dazu führen, dass dieser nicht mehr lesbar ist oder falsch gelesen wird. RFID-Transponder sind im Gegensatz dazu witterungsresistent. Ein weiterer Vorteil des RFID-Systems liegt darin, dass bei einigen Systemen gleichzeitig Daten von mehreren Transpondern empfangen werden können. Barcodes müssen einzeln und meist per Hand gescannt werden.

So erscheint das RFID-System zunächst dem Barcode überlegen. Ein ganz großer Nachteil sind allerdings die Kosten. Ein Barcode besteht quasi nur aus einem Stück Papier, während Sie für jeden Transponder ca. 25 Cent einplanen müssen. Je nach Größe des Lagers und Umfang Ihrer Materialien kann hier eine große Summe entstehen.

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Was kostet ein RFID-System?

Für jeden einzelnen Transponder müssen Sie ein paar Cent bis zu einem Euro einkalkulieren. Je nach Ausstattung, Bauform und Material können diese auch bis zu 35 € pro Stück kosten. Ein solch hoher Preis wird vor allem bei aktiven Transpondern erreicht. Über 60 % der Kosten entfallen dabei auf den eigentlichen Mikrochip. Mit dem technischen Fortschritt und der stetigen Weiterentwicklung der Chip-Technologie werden die Preise in Zukunft aber weiter fallen. Zudem gibt es vom Anbieter hohe Mengenrabatte.

Die Kosten für die Lesegeräte belaufen sich auf 50 bis 5.000 €. Der Preis ist von den Fähigkeiten des Gerätes abhängig. Ein einfaches Gerät, das nur die Daten der Transponder ausliest, ist wesentlich günstiger als ein Gerät mit der Fähigkeit, die Transponder zu beschreiben. Für die Ausstattung eines Lagers brauchen Sie außerdem mehrere Geräte sowie einen Controller. Dieses Steuerungstool kann zwischen 500 und 2.000 € kosten.

Brauchen Sie große Reichweiten mit entsprechenden Antennen, müssen Sie dafür 15 bis 300 € pro Stück einplanen.

Darüber hinaus entstehen Kosten, die Sie nicht so leicht ab- schätzen können. Dazu zählen Anpassungskosten, Kosten für die notwendige Software, Kosten für die Integration und Instandhaltungskosten.

Auch die Schulung Ihrer Mitarbeiter sollte nicht vernachlässigt und in die Kalkulation aufgenommen werden.

Führen Sie eine Kosten-Nutzen-Analyse durch

Ob sich die Anschaffung eines RFID-Systems für Sie lohnt, entscheiden Sie am besten durch eine umfassende Analyse, die den Aufwand dem Nutzen gegenüberstellt. Dafür gibt es ein Excel-basiertes Rechenmodell von GS1 Germany und IBM. Diese bieten außerdem individuelle Beratungen an.

Fazit: RFID-Systeme zahlen sich langfristig aus

Vor allem im Bereich der Logistik ist sich die Fachwelt einig, dass diese von RFID-Systemen profitieren kann. Die höhere Transparenz und die verbesserte Prozesseffizienz sparen langfristig Kosten. Gerade bei Just-in-time-Lieferungen ist die Transparenz und das Wissen über den Materialfluss ein entscheidender Faktor. Auch wenn die Investitionskosten zunächst abschreckend wirken, überwiegen die Vorteile. Ein RFID-System ermöglicht es Ihnen z. B., Kapazitäten optimal zu nutzen sowie Lieferengpässe bereits im Vorfeld zu erkennen und zu beseitigen.

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Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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