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Richten Sie Ihre Prozesse sowohl in der Produktion als auch bei Planungsaktivitäten qualitätsorientiert aus. Falls bei Ihnen dennoch Qualitätsprobleme…

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Qualitätspolitik: Qualitätsziele mit der SMART-Methode richtig formulieren

 
Qualitätsziele
Urheber: Olivier Le Moal | Fotolia

Von Mikko Börkircher,

Die Qualität Ihres Produktes oder Ihrer Dienstleistung entscheidet nicht nur darüber, wie gut Ihr Angebot letztlich beim Kunden ankommt, sondern auch ob der Konsument aufgrund der hohen Kundenzufriedenheit auch Kunde bleibt. Umso wichtiger ist es, dass Sie die Qualität Ihrer Produkte langfristig sicherstellen, wenn nicht sogar steigern. Dies gelingt Ihnen jedoch nur mit den richtigen Qualitätszielen.

Wie zeigen Ihnen nachfolgend, wie Sie erreichen können, dass Qualitätsziele Ihren Mitarbeitern eine Orientierung geben, verständlich sind und von Ihren Mitarbeitern akzeptiert werden. Denn nur so können Sie die Qualitätsziele erreichen und im Folgenden die Kundenzufriedenheit sowie Ihre Umsätze steigern.

Qualitätsziele erfolgreich formulieren: So sorgen Sie für Verständnis und eine motivierte Umsetzung der Ziele

Für die motivierte, fristgerechte Umsetzung von Zielen sorgt zumeist die Art und Weise, wie Ziele von Ihnen im Rahmen des Qualitätsmanagement gesetzt und formuliert werden. Durch die Anwendung der SMART- Methode können Sie sehr systematisch und vollständig die Ziele Ihrer Organisation für Ihre Mitarbeiter formulieren und somit aktiv zur Zielerreichung im Qualitätsmanagement beitragen.

S - Seien Sie bei der Zielformulierung Spezifisch

Jedes Ziel, das Sie formulieren und festlegen, muss eindeutig sein. Am besten fixieren Sie Ihre konkreten Vorgaben und Anforderungen schriftlich und gehen diese dann mit Ihren Mitarbeitern durch. Wichtig ist hierbei, dass wirklich jeder Ihrer Mitarbeiter die QM-Anforderungen vollständig verstanden hat. 

M - Geben Sie Messbare Ziele vor

Stellen Sie bei jedem Ziel sicher, dass dieses auch messbar ist, also mit speziellen Kennzahlen gemessen werden kann. Idealerweise formulieren Sie dazu eine einfach zu prüfende Größe, wie z. B. die Anzahl der zu prüfenden Teile bei einem Qualitätstest. Hierbei sollten Sie auch festlegen, wann, wie und mit welchen QM-Kennzahlen Sie die Ziele messen wollen.

A - Geben Sie Attraktive Ziele vor

 Damit Ihre Mitarbeiter voll motiviert an einer Aufgabe oder einem Prozess arbeiten, setzen Sie immer anspruchsvolle und für den Unternehmenserfolg relevante Qualitätsziele. Außerdem zeigen Sie Ihren Mitarbeitern stets den Zusammenhang ihrer jeweiligen Ziele mit denen Ihrer Abteilung oder Ihres Unternehmens auf. Verdeutlichen Sie Ihren Mitarbeitern klar und verständlich den Mehrwert, der durch das Erreichen des Ziels geschaffen wird.

R - Setzen Sie Realistische Qualitätsziele

 Jedes Ziel, das Sie setzen, sollte für den jeweiligen Mitarbeiter natürlich auch erreichbar sein. Denken Sie immer daran, welche Ressourcen, z. B. zeitlich oder monetär, verfügbar sind, und orientieren Sie die Ziele daran. Kontrollieren Sie anschließend auch, ob durch geänderte Rahmenbedingungen ein Ziel unerreichbar geworden ist und umformuliert werden muss.

T - Terminieren Sie richtig

Abschließend ist es noch wichtig, dass Sie die Ziele entsprechend terminieren. Vereinbaren Sie dazu mit Ihren Mitarbeitern ein Datum, an dem ein vereinbartes Ziel erreicht sein soll. Hilfreich ist es dabei, ebenfalls Termine für einzelne Teilschritte bzw. -ziele festzulegen.

Erfolgreiche Qualitätspolitik durch die SMART-Methode: In 3 Schritten zur Formulierung der Qualitätsziele

An einem Beispiel zeigen wir Ihnen, wie Sie die SMART-Methode für Ihre Qualitätspolitik gewinnbringend einsetzen können, um konkrete Qualitätsziele für Ihr Unternehmen zu formulieren.  Gehen Sie dieses Beispiel mit Ihren operativ zuständigen Mitarbeitern im Unternehmen durch, die für die Umsetzung der daraus folgenden Maßnahmen zuständig sind.

Zeigen Sie in diesem Zusammenhang auf, wie geeignete Qualitätsziele, die zur Verbesserung der Qualität dienen, definiert werden können.

1. Zur Bestimmung von Qualitätszielen richten Sie den Blick auf Ihre Qualitätspolitik.

Sie leiten nämlich idealerweise Ihre Qualitätsziele aus Ihrer Qualitätspolitik im Unternehmen ab. Beispiele:

  • „Wir erwarten von unseren Lieferanten den gleichen Qualitätsanspruch, den wir auch an uns selbst stellen.“
  • „Wir wollen mit unseren hochwertigen Produkten in Zukunft auch auf dem chinesischen Markt überzeugen.“
  • „Was zeichnet eine gute Teilefertigung und Montage aus?“

2. Leiten Sie Kennzahlen für die Qualitätsziele ab, die Ihrer Qualitätspolitik gerecht werden.

Bezüglich der oben genannten Beispiele könnten Sie sich folgende Kennzahlen für Ihre Qualitätsziele überlegen:

  • „Performance Ihres Lieferanten“ 
  • „Mehr Geschäftsabschlüsse/Steigerung unserer Kundenaufträge in China“ 
  • „OEE-Kennzahlen“ 

3. Leiten Sie aus Ihren formulierten Kennzahlen geeignete messbare Qualitätsziele ab, welche Sie an der SMART- Regel „ausrichten“:

  • „Das Ziel ist es, die Quote der Wareneingangsbefunde von jetzt 2,9 % auf 2,5 % abzusenken.“ 
  • „Das Ziel ist es, das Verhältnis abgegebener Angebote zu abgeschlossenen Geschäften von derzeit 10 % 
auf 15 % zu steigern.“ 
  • „Das Ziel ist es, unsere Produkte ohne Nacharbeit sowie mängelfrei und ohne zeitliche Verzögerung auszuliefern, also Nacharbeit = 0 %.“ 

Praxistipp: Beachten Sie generell, dass die Kennzahlen, die Sie definieren, leicht zu erheben, frei von verzerrenden Einflüssen und für die Adressaten, also z. B. Ihre Mitarbeiter, hilfreich sind. 

Anhand der Qualitätsziele können Sie nun gezielte Maßnahmen ableiten, die zur Verbesserung der Qualität dienen und folglich zur Zielerreichung beitragen.

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