Gratis-Download

Bei vielen unternehmensinternen Regelungen mit Datenschutz-Bezug ist der Betriebsrat zu beteiligen. Hierbei kommt Ihnen als Datenschutzbeauftragten...

Jetzt downloaden

Bewerberdaten: Über 50.000 Euro Strafe bei Verstoß gegen Datenschutzgesetz

0 Beurteilungen
Bewerber Bewerberdaten Datenschutz

Von Wolfram von Gagern,

Die Frage: Was müssen wir beim Bewerberdatenschutz eigentlich alles beachten? Schließlich handelt es sich ja (noch) nicht um Mitarbeiter unseres Unternehmens.

Die Antwort: Der Arbeitnehmerdatenschutz ist aufgrund der vielen Datenschutzskandale der vergangenen Monate in einer großen Umbruchphase. Bereits seit dem 01.09.2009 haben Sie den § 32 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) zu beachten. Erstmals ist eine gesetzliche Regelung zum Datenschutz für Arbeitnehmer geschaffen worden. Dieser Paragraph gilt für

  • Ihre Arbeitnehmer,
  • Ihre Aushilfen und
  • Ihre Bewerber.

Nach § 32 BDSG dürfen Sie Arbeitnehmerdaten nur erheben, verarbeiten und nutzen, wenn dies für die

  • Einstellungsentscheidung,
  • Durchführung oder
  • Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses

erforderlich ist.

Bewerber und Datenschutz: Gehen Sie derzeit von folgenden Grundsätzen aus

  • Sie dürfen personenbezogene Daten derzeit erheben, verarbeiten und nutzen.
  • Diese Daten sind bei Ihren Bewerbern persönlich zu erheben. Sie dürfen also keine Daten speichern, die Sie aus anderen Quellen als von Ihrem Beschäftigten selber haben.
  • Der Grundsatz der Datensparsamkeit in Verbindung mit § 32 BDSG besagt eindeutig, dass Sie nur die wirklich zwingend notwendigen Daten erheben, verarbeiten oder nutzen dürfen.

Sie dürfen lediglich Daten zur rassistischen oder ethnischen Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, sexuellen Identität, Gesundheit sowie zu Vermögensverhältnissen, Straftaten oder laufenden Ermittlungsverfahren nur dann erfragen, wenn die entsprechenden Merkmale ausnahmsweise für die Eignung des Bewerbers eine Rolle spielen. Fragen nach einer Schwangerschaft, dem Kinderwunsch einer Arbeitnehmerin oder nach Vorstrafen sind im Regelfall unzulässig.

Keine Bewerberdaten aus sozialen Netzwerken!

Informationen über Bewerber haben Sie grundsätzlich bei diesem direkt zu erheben. Nach einem neuen Gesetzentwurf, der aber noch nicht umgesetzt wurde, sind Zugriffe auf soziale Netzwerke grundsätzlich unzulässig. Etwas anderes soll nur bei beruflichen Netzwerken wie beispielsweise XING gelten.

Fazit: Auch für Bewerber gilt Datenschutz!

Datenschutz-Ticker

Mit jeder Ausgabe neue Tipps, Anregungen, Hinweise auf aktuelle Urteile und Gesetzesänderungen, aber auch auf so manche vorteilhafte Gestaltungsmöglichkeit, die sich Ihnen als Datenschutzbeauftragten bietet.

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Ihr starker Berater für ein rechtssicheres Online-Marketing

Praxisnahes Wissen zur Verbesserung und Erleichterung Ihrer Arbeit als betrieblicher Datenschutzbeauftragter!

Schnelle und einfache Mitarbeiterschulung

Umfassender Überblick für Datenschutzbeauftragte

Damit Sie auch die neuen Herausforderungen des betrieblichen Datenschutzes erfolgreich meistern!