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Kleinunternehmer: Facebook kann gefährlich werden

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Kleinunternehmer Facebook

Von Gerhard Schneider,

Haben Sie es auch schon einmal gemacht: Sie lernen jemanden kennen, telefonieren bei der Arbeit zum ersten Mal mit einem neuen Ansprechpartner oder Kunden und dann suchen Sie bei Facebook, um zu schauen, ob er oder sie dort ein Profil hat.

Und was ist, wenn Sie einen neuen Mitarbeiter suchen? Da liegt es doch auch nahe, zuerst einmal den Namen in die Suchmaschine einzugeben: Mal schauen, ob da nicht ein bisschen mehr zu erfahren ist als in den Bewerbungsunterlagen steht... Eine ganz natürliche Reaktion – doch Sie sollten vorsichtig sein!

Anschauen frei zugänglicher Profile auch weiterhin erlaubt

Dass Sie sich als Arbeitgeber auch die Profile möglicher Bewerber in Social Networks wie Facebook anschauen, ist zunächst einmal kein Problem. Doch jetzt plant die Bundesregierung eine wichtige Änderung. Das Justizministerium plant, Ihre Recherchemöglichkeiten deutlich einzuschränken. Das Gesetz soll spätestens bis zum 1.1.2011 in Kraft treten. Demnach gilt: Was im Internet über einen Bewerber allgemein zugänglich ist, dürfen Sie weiterhin nutzen. Sie können also den Namen des Bewerbers bei Google, Bing und Co,. eingeben, um zu schauen, was die Suchmaschinen über den Bewerber ausspucken. Auf diese Informationen dürfen Sie dann auch zugreifen.

Was bei Facebook & Co demnächst verboten sein könnte

Aber: Gesetzlich verboten wird es Ihnen, sich – beispielsweise unter falschem Namen – in ein soziales Netzwerk einzuschleichen, um auszuforschen, was ein Bewerber auf Facebook treibt. Schon jetzt setzt Ihnen das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) enge Grenzen. Personenbezogene Daten dürfen Sie laut BDSG schon jetzt nur dann berücksichtigen, wenn sie für das Beschäftigungsverhältnis relevant sind.

Religion und Familie sind tabu

Nach Informationen zum beruflichen Werdegang können Sie also suchen. Tabu sind jedoch politische oder religiöse Tätigkeiten, Gewerkschaftszugehörigkeit, sexuelle Neigungen oder der familiäre Hintergrund.

Tipp: Natürlich kann dies im Zweifelsfall niemand beweisen – aber Sie sollten Erkenntnisse, die Sie zu diesen Themen aus dem Web gewonnen haben, nicht ansprechen.

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