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Vorsicht: Haben Sie Fotos von Mitarbeitern im Internet?

 

Von Karin Intveen,

Zurzeit ist Facebook ja mal wieder mit seiner automatischen Gesichtserkennung in aller Munde, und alle regen sich auch wieder zünftig über Facebook auf. Zu Recht, wie ich finde. Ich bin zwar ein großer Fan von Facebook, aber ich habe eine grundsätzliche Allergie gegen automatische Prozesse, denen ich nicht ausdrücklich zugestimmt habe.

Nur bewegen sich beim Thema Fotos im Internet mehr Menschen auf dünnem Eis, als sie wissen. Was ich meine, wird am folgenden Beispiel deutlich:

Sicher hat Ihr Unternehmen auch eine Website. Vielleicht kommt Ihr Chef dann auch auf die Idee, Fotos von Mitarbeitern auf der Homepage zu veröffentlichen. Das ist im Grunde kein Problem. Weisen Sie ihn aber darauf hin, dass er sich in diesem Fall sicherheitshalber eine Einverständniserklärung der abgebildeten Mitarbeiter zur Veröffentlichung von deren Fotos geben lassen sollte, damit es später nicht zu Streitigkeiten kommt.

Hier ein Fall zu diesem Thema, der für den Arbeitgeber gerade nochmal gut ausging

Ein Unternehmen stellte Fotos von einzelnen Arbeitsplätzen auf seine Homepage. Unter anderem war darauf auch eine Mitarbeiterin des Unternehmens an ihrem Schreibtisch sitzend abgebildet, die gerade telefonierte.
Fünf Monate, nachdem diese Mitarbeiterin aus dem Unternehmen  ausgeschieden war, klagte sie aufgrund des Fotos auf Schmerzensgeld wegen Verletzung ihres Persönlichkeitsrechts.
Der Arbeitgeber entfernte daraufhin das Foto sofort von seiner Homepage und hielt entgegen, dass die Mitarbeiterin sich zuvor niemals ablehnend dazu geäußert hatte, obwohl sie wusste, dass das Foto auf der Homepage veröffentlicht war.
So urteilte das Landesarbeitsgericht (LAG) Köln: Es wies die Klage ab.
Begründung: Solange die Mitarbeiterin nichts Gegenteiliges erklärt hatte, durfte der Arbeitgeber das Foto auch nach der Beendigung ihres Arbeitsverhältnisses auf der Homepage lassen (LAG Köln, 10.07.09, 7 Ta 126/09).

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