Gratis-Download

Bei vielen unternehmensinternen Regelungen mit Datenschutz-Bezug ist der Betriebsrat zu beteiligen. Hierbei kommt Ihnen als Datenschutzbeauftragten...

Jetzt downloaden

So führen Sie den Datenschutz an Arbeitsplätzen ein!

0 Beurteilungen
Datenschutz Arbeitsplatz

Von Wolfram von Gagern,

Die Frage: Wir sind ein kleines Unternehmen und haben insgesamt 8 PC-Arbeitsplätze im Büro. Dazu kommen natürlich noch unsere gewerblichen Mitarbeiter, Außendienstler und ähnliches. Der Datenschutz hatte bisher keinen hohen Stellenwert in unserem Unternehmen.

So etwas wie Passwörter u. ä. gab es nicht. Nun möchte unser neuer Geschäftsführer, dass wir die Arbeitsplätze datenschutzkonform einrichten. Können Sie uns hier einige Tipps geben?

Datenschutz am Arbeitsplatz wird immer wichtiger

Die Antwort: Gerne doch, denn der Datenschutz wird immer wichtiger. Das neue Bundesdatenschutzgesetz mit einem stärkeren Schutz der Arbeitnehmerdaten wird unweigerlich in den nächsten Monaten kommen. Daher ist es jetzt richtig, vorzusorgen. Datenschutz beginnt nicht erst am PC und ist viel mehr! Datenschutz gab es schon bevor der Computer Einzug in das Büro hielt.

Zehn Tipps für effektiven Datenschutz am Arbeitsplatz

Mein 1. Tipp: Vertrauliche Gespräche führen Sie so, dass sie niemand mithören kann. Dies gilt im Übrigen auch für Telefonate!

Mein 2. Tipp: Wenn Sie Ihren Arbeitsplatz verlassen, liegen keine Unterlagen mit sensiblen Daten darauf. Die Unterlagen sind sicher zu verschließen.

Mein 3. Tipp: Ihr Bildschirm ist bei Verlassen Ihres PCs zu sperren. Kennen Sie die Tastenkombination „Windows-Taste“ mit „L“? Probieren Sie es einmal und Ihr Bildschirm ist sofort gesperrt. Das funktioniert natürlich nur, wenn Sie für jeden Arbeitsplatz ein einzelnes Kennwort eingegeben haben.

Mein 4. Tipp: Und genau darum geht es – jeder Nutzer benötigt ein eigenes Passwort, das sonst niemand kennt!

Mein 5. Tipp: Der Schredder. Vertrauliche Unterlagen gehören nicht in den normalen Papierkorb, sondern in den Schredder – und das sofort!

Mein 6. Tipp: Vorsicht vor externen Speichermedien! USB-Sticks, externe Festplatten, CD-Roms, Speicherkarten in Handys u. ä. können zu echten Datenfallen werden. Sie sind nicht nur gefährlich, in dem Sie Schadsoftware in das System bringen können, Mitarbeiter und externe Dritte können auch schnell Daten stehlen. Schieben Sie dem einen Riegel vor! Externe Speichermedien sollten nur dann benutzt werden dürfen, wenn es gar nicht anders geht.

Mein 7. Tipp: Es gilt nach dem Bundesdatenschutzgesetz der Grundsatz der Datensparsamkeit. Sie dürfen nur die Daten erheben, die unbedingt notwendig sind.

Mein 8. Tipp: Sie haben die Daten unverzüglich zu löschen, wenn Sie diese nicht mehr benötigen.

Mein 9. Tipp: Wollen Sie Daten erheben, verarbeiten oder nutzen, ist in aller Regel die Einwilligung des Betroffenen nach § 4 a BDSG erforderlich.

Mein 10. Tipp: Prüfen Sie, ob Sie einen Beauftragten für den Datenschutz benötigen. Wenn mindestens 20 Arbeitnehmer mit personenbezogenen Daten arbeiten, ist die Bestellung eines Beauftragten für den Datenschutz nach § 4 f BDSG zwingend erforderlich!

Datenschutz-Ticker

Mit jeder Ausgabe neue Tipps, Anregungen, Hinweise auf aktuelle Urteile und Gesetzesänderungen, aber auch auf so manche vorteilhafte Gestaltungsmöglichkeit, die sich Ihnen als Datenschutzbeauftragten bietet.

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Ihr starker Berater für ein rechtssicheres Online-Marketing

Praxisnahes Wissen zur Verbesserung und Erleichterung Ihrer Arbeit als betrieblicher Datenschutzbeauftragter!

Einsatzfertige PowerPoint Präsentation zur Schulung Ihrer Mitarbeiter

Schnelle und einfache Mitarbeiterschulung

Umfassender Überblick für Datenschutzbeauftragte