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Das aktuelle Gesetz BDSG ändert sich nicht nur, sondern es wird komplett in die DS-GVO aufgehen. Welche Konsequenzen diese Änderung auch für Sie als...

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Inhouse-Schulung zur EU-DSGVO: Mit dieser Checkliste klappt die Wissensvermittlung

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Datenschutzschulung | Urheber: Rawpixel.com - Fotolia

Von Prof. Dr. Thomas Jäschke,

Mit der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) kommen große Herausforderungen auf Ihre Einrichtung und Sie zu. So z. B., dass das notwendige Wissen im Zusammenhang mit der Deutung und Umsetzung der Anforderungen an die zuständigen Mitarbeiter im Unternehmen vermittelt werden muss.

Das kann nicht nur einen erheblichen Aufwand bereiten, es kann auch Sie als Datenschutzbeauftragten überfordern. Da heißt es: schlau und pragmatisch handeln.

Hinwirkungsauftrag: Sie sind der Wissensmultiplikator Nr. 1

Wenn Sie Ihre Aufgabe als Datenschutzbeaufragter ernst nehmen, dann ist klar: Im Einklang mit Ihrem Hinwirkungsauftrag aus § 4g Abs. 1 Satz 1 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) informieren, schulen und sensibilisieren Sie die Beschäftigten für die Anforderungen des Datenschutzes. Doch gerade im Zusammenhang mit der ab 25.05.2018 verbindlichen DSGVO ist das gar nicht so einfach. Schließlich ist nach wie vor bei vielen Formulierungen unklar, wie diese zu interpretieren sind.

Damit Sie jedoch zum Wissensmultiplikator werden können, brauchen Sie selbst erst einmal das notwendige Knowhow. Kontinuierliche Veränderungen sind längst zur Normalität geworden. In der Regel werden Sie sich also zunächst weiterbilden müssen, beispielsweise durch die Teilnahme an einem Seminar.

Wissensvermittlung durch Inhouse-Schulungen

Vielleicht haben Sie selbst schon ein Seminar zur DSGVO besucht. Dennoch fällt es Ihnen unter Umständen überhaupt nicht leicht, das neue Wissen so aufzubereiten, dass Sie es anderen Beschäftigten Ihrer Einrichtung vermitteln können. Möglicherweise ist aber auch Ihre Einrichtung so groß, dass Sie selbst kaum die Zeit finden, alle Schulungen durchzuführen.

In solchen Fällen sollten Sie an eines denken: Warum nicht die Wissensvermittlung an Spezialisten und Experten übertragen, beispielsweise an externe Datenschutzberater oder Rechtsanwälte mit entsprechender Spezialisierung? Bei der Suche nach einem Referenten sollten Sie die folgende Aspekte prüfen:

Checkliste: Inhouse-Schulung mit einem externen Referenten

Welchen zeitlichen Umfang hat die Schulung?

Grundsätzlich macht Ihr Unternehmen hier die Vorgaben, wobei natürlich auch der Kostenfaktor eine Rolle spielen dürfte. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass Sie ein gutes Maß für das jeweilige Thema finden. Eine erste Infoveranstaltung für das Management zur DSGVO kann kürzer ausfallen als ein Training mit thematischem Schwerpunkt (z. B. Auftragsverarbeitung).

Welche Inhalte soll die Schulung haben und können die Inhalte an die Anforderungen des Unternehmens angepasst werden?

Die Inhalte müssen zu Ihrem Unternehmen passen. Ist man nur auf dem deutschen Markt tätig, braucht man etwa das Thema Drittstaatentransfer nicht zu detailliert zu behandeln. Lassen Sie sich am besten eine Agenda für eine Schulungsveranstaltung vorlegen und vereinbaren Sie mit dem Referenten notwendige Anpassungen, am besten schwarz auf weiß.

Ist der Referent fachlich geeignet?

Klare Sache: Der Referent muss es fachlich draufhaben. Erkundigen Sie sich bei anderen Datenschutzbeauftragten oder schauen Sie, wie gut der Referent bei Datenschutzveranstaltungen „gebucht“ wird. Achten Sie auch auf Berufs- bzw. Beratungserfahrung im Datenschutz. Beispielsweise nicht jeder Jurist hat Kenntnisse im Datenschutz.

Wie wird der Schulungsstoff aufbereitet und präsentiert?

Hinterfragen Sie, wie man das Wissen vermittelt. PowerPoint-Schlachten sind genauso schlecht wie etwa monotone Reden ohne jede Visualisierung des Stoffes.

Erhalten die Teilnehmer Unterlagen?

Zuhören klappt bei einer Veranstaltung meist noch ganz gut. Doch das Gehörte wird oft ziemlich schnell vergessen. Besser ist es, wenn die Teilnehmer zumindest ausgedruckte Präsentationsfolien erhalten, um später noch einmal nachschlagen zu können.

Welche Kosten kommen auf das Unternehmen zu?

Dies ist aus kaufmännischer Sicht einer der wichtigsten Aspekte. Grundsätzlich ist das Honorar Verhandlungssache. Achten Sie dabei darauf, dass die Teilnehmerzahl keine Rolle spielt. Steigt die Teilnehmerzahl, könnte die Veranstaltung ansonsten sehr teuer werden, auch wenn der Aufwand der gleiche bleibt. Denken Sie auch an Reisekosten, einerseits für den Referenten und andererseits für die Teilnehmer. Um letztere Kosten gering zu halten, kann es günstiger sein, höhere Kosten beim Referenten in Kauf zu nehmen.

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Mit jeder Ausgabe neue Tipps, Anregungen, Hinweise auf aktuelle Urteile und Gesetzesänderungen, aber auch auf so manche vorteilhafte Gestaltungsmöglichkeit, die sich Ihnen als Datenschutzbeauftragten bietet.

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