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Vorsicht vor löchrigen WLANs: So machen Sie Ihr Funknetz wirklich sicher

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Urheber: vege | Fotolia

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In Sachen IT-Spionage war in der letzten Zeit viel Ungeheuerliches zu lesen. Doch nicht nur im Bereich Geheimdienste und Werkspionage ist Sicherheit ein großes Thema. Vielmehr gilt es, Störungen und Sabotageakte von Spinnern und Chaoten zu verhindern. Funk-Netzwerke sind aus der modernen Logistik und insbesondere im Lagerbereich kaum noch wegzudenken. So bauen beispielsweise viele Kommissionierungs- und Leittechniken häufig auf dieser Technik auf. Doch mit kaum einer anderen IT-Technik kommen so große Sicherheitsprobleme einher wie bei WLANs. Dabei ist es eigentlich gar nicht so schwierig, bei diesen Funknetzen für ausreichende Sicherheit zu sorgen.

Vor nicht allzu langer Zeit war die EDV-Welt – zumindest was die Sicherheit der Daten anging – noch recht beschaulich. Doch gerade in letzter Zeit häufen sich Meldungen, dass Sicherheitslücken ausgenutzt werden. Zwar sind in Unternehmen auch in der Vergangenheit schon viele Rechner und Maschinen vernetzt worden, doch nach außen waren die meisten Systeme geschlossen. Die Situation änderte sich jedoch schlagartig, als firmenübergreifender Datenaustausch gefordert war. Es dauerte zwar eine gewisse Zeit, aber inzwischen sollten die Kollegen von der EDV diese Probleme sicher im Griff haben.

Heute gilt: Solange die Daten kabelgebunden unterwegs und die Sicherheitssysteme (zum Beispiel Firewalls) richtig eingestellt sind und gepflegt werden, müsste mit der Sicherheit alles zum Besten bestellt sein.

Doch wie das mit dem Fortschritt so ist, neue Techniken finden immer schneller ihren Weg in die allgemeine Anwendung; da sind auch ausgebuffte Experten häufig überfordert. So ist es leider auch bei den Funk-Netzwerken. Als diese Technik noch in den Kinderschuhen steckte, waren die Sicherheitsvorkehrungen derart unzureichend, dass so mancher jugendliche Junghacker sie im Handumdrehen knacken konnte. Heute gibt es allerdings mehr als genügend Mechanismen, an denen sich sogar ausgewiesene Industriespione die Zähne ausbeißen. Doch geben Sie sich niemals allzu trügerischen Sicherheitshoffnungen hin. Untersuchungen haben nämlich gezeigt, dass ein erheblicher Teil der heute betriebenen WLANs so offen ist wie das sprichwörtliche Scheunentor.

Wissen Sie, ob Ihr WLAN sicher ist?

Sie werden jetzt berechtigterweise sagen: „Das ist Sache der EDV-Abteilung, die wird schon alles richtig machen.“

Nur: Wenn schon die Experten der IT-Branche sträflich offene Netze betreiben … Bevor Sie feststellen können, ob Ihr Netz wirklich sicher ist, müssen wir uns einmal ansehen, wie die Technik funktioniert. Keine Angst, es bleibt auch für uns Normalverbraucher verständlich. Wie bei einem Radiosender übertragen die einzelnen Computer und Geräte innerhalb eines Netzwerks ihre Daten über Funkstrecken. Hierzu bedienen sie sich festgelegter Mechanismen und Protokolle. Aber wie bei einem Radiosender kann jeder, der einen Empfänger besitzt, diese Funksignale empfangen. Heute genügt hierzu ein ganz einfacher tragbarer Computer, egal, ob Laptop, Tablet oder ein Smartphone, um sich in ein WLAN einzuklinken. Mit frei verfügbaren oder gar von den Geräteherstellern mitgelieferten Programmen ist es ein Leichtes, sich anzusehen, welche Drahtlosnetzwerke in der Gegend senden.

Die Hackerprofis haben es etwas komfortabler; sie laden ein spezielles Programm aus dem Internet, das einiges mehr kann. Dieses Treiben ist natürlich nicht im Sinne der Erfinder des WLAN – und so wurde schon früh nach Abhilfe gesucht. Weil Computer hervorragend schnell Daten ver- und entschlüsseln können, lag die Lösung auf der Hand. Und so wurde die sogenannte WEP-Verschlüsselung (Wired Equivalent Privacy) geboren. Hier wird das WLAN mit einem Passwort geschützt, und nur der, der dieses kennt, kann auch die Daten entschlüsseln.

Leider sind heutige Computer wesentlich leistungsfähiger als zum Zeitpunkt der WPA-Geburt, und so können die modernen Maschinen diese Verschlüsselung leicht knacken. Also schufen die fleißigen Datentechniker eine neue Verschlüsselung: die WPA (Wi-Fi Protected Access) oder noch besser WPA2.
Diese Methoden verwenden längere Passwörter und arbeiten sicherer. So, das war es auch schon mit der Theorie – jetzt schauen wir, ob Ihr Netz sicher ist.

So bekommen Sie Ihr Netz sicher

Wenn Sie die nachfolgenden Punkte geprüft haben, wissen Sie, ob Ihr Funknetz sicher arbeitet. Falls nicht, dann erfahren Sie hier, woran es liegt, und können schnell Abhilfe schaffen.

  • Prüfen Sie die Verschlüsselungsart. Verwendet Ihr Netz noch die alte WEPVerschlüsselung, ist es wichtig, schnellstens auf WPA oder noch besser WPA2 umzusteigen. Leider sind ältere Geräte nicht WPA-fähig. Tauschen Sie diese deshalb unbedingt aus.
  • Prüfen Sie das Passwort des Funknetzes. Dieses Passwort hat nichts mit Ihrem normalen Passwort gemein; es dient den Stationen nur untereinander. Stellen Sie das Passwort für das Funknetz aus möglichst sinnfreien Buchstaben-/Zahlenkombina - tionen zusammen. Nutzen Sie auf alle Fälle immer die maximale WPA-Passwortlänge von 63 Zeichen aus.
  • Prüfen Sie, ob die Fernkonfiguration des Access Points abgeschaltet ist. Manche dieser Geräte können auch über das Internet konfiguriert werden. Lassen Sie das nur in Ausnahmefällen zu!Gleiches gilt für die Konfiguration über das Funknetz. Kommt nämlich jemand trotz aller Sicherheitsbemühungen in Ihr Netz, dann kann er das Passwort ändern – und Sie sind ausgesperrt!

Wenn Sie Ihr Netz in Eigenregie betreiben, prüfen Sie einfach mit den obigen Tipps, ob Ihr Netz sicher ist. Haben Sie hingegen eine EDV-Abteilung, so seien Sie alarmiert, wenn Sie Zugriff auf die erwähnten Einstellungen haben. Hier sollten Sie in jedem Fall ein ernsthaftes Gespräch mit Ihrer IT-Abteilung führen und um eine bessere Absicherung bitten.

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