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Apple und Google betätigen sich als Standort-Spitzel

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Datenschutz Handy

Von Wolfram von Gagern,

Mal wieder hat sich gezeigt, dass Apple nicht viel auf den Datenschutz gibt. Wie vor ein paar Tagen publik wurde, speichern iPhones und iPads dauerhaft den Standort des Besitzers und senden ihn alle 12 Stunden in anonymisierter Form an Apple.Übrigens:

Die Ortsdaten werden anhand der Signallaufzeiten zu den Funktürmen und zu WLANs ermittelt, was eine Ungenauigkeit in den Daten hervorrufen kann. Prinzipiell können hierdurch Bewegungsprofile des Smartphone-Besitzers erstellt werden.

Apple behält sich Weitergabe von Standortdaten vor

Dieser Vorgang wird von Apples Datenschutzrichtlinie vom Juni 2010 gedeckt. In einem Absatz lässt sich das Unternehmen pauschal erlauben, „präzise Standortdaten“ zu erheben, zu nutzen und diese weiterzugeben, einschließlich „des geografischen Standorts Ihres Apple-Computers oder Geräts in Echtzeit“. Das größte Problem, das Apple mit diesem „Standortdienst“ hat, ist, dass der Besitzer ihn nicht abschalten kann.

Apple-Chef wiegelt in Sachen Standortdaten ab

Apples Chef Steve Jobs hat sich mittlerweile zum Thema geäußert und meint: Es werden keine Bewegungsprofile erstellt. Und: Die anderen machen es doch auch. Vertrauensfördernd wirken diese Aussagen nicht, zumal die Datensammel- und Sende-Wut bei Android-Handys weitaus geringer und auch nur temporär sein soll. Und noch wichtiger: Google fragt vor der ersten Verwendung dieses „Dienstes“ nach und ermöglicht auch nachträglich die Deaktivierung (unter -> Einstellungen -> Standort & Sicherheit gibt es den ersten Punkt „Drahtlosnetzwerke verwenden“; dieser Pfad kann je nach Modell variieren). Beim iPhone ist beides nicht möglich.

Trotzdem: Google ist der größere Schnüffler bei Standortdaten

Fast möchte man Google hier loben… Aber auch nur fast. Denn wenn man die Standortfreigabe aktiviert, überträgt das Android-Handy die Informationen in nicht anonymisierter Form inklusive des Unique Phone Identifiers, mit dem die Trackingdaten einem ganz konkreten Telefon zugeordnet bleiben. Das haben verschiedene Experten herausgefunden. Das ist natürlich Datenschnüffelei par excellence…

 

Übrigens: Neu ist das Standort-Tracking nicht, das gab es auch schon bei früheren Handy-Generationen. Neu ist allerdings, dass diese Daten lokal auf dem Smartphone gespeichert werden und – wie bei Google – in nicht anonymisierter Form abgerufen werden.

Verschiedene Datenschutzbehörden haben bereits Ermittlungen eingeleitet. Hoffen wir, dass Apple und Google schnell reagieren und den Datenschutz verbessern.

 

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