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Datenschutz-Software für digitales Verfallsdatum von Fotos vorgestellt

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Datenschutz Digitales Verfallsdatum

Von Wolfram von Gagern,

Viele Diskussionen rund um Profile beispielsweise in sozialen Netzwerken und den häufigen Schwierigkeiten, diese Profile und die darin enthaltenen Bilder zu löschen, haben in der Vergangenheit zu einigen Diskussionen - gerade auch in der Politik - geführt.

Einen neuen Ansatz stellt eine Software vor, mit der ins Internet hochgeladene Bilder mit einem Verfallsdatum versehen werden. Das erinnert zugegebenermaßen an einen allseits bekannten Krimi und dem dort vorkommenden Satz: „Diese Nachricht zerstört sich von selbst“, könnte aber durchaus eine Lösung für die Zukunft darstellen und für so manchem Bewerber seine Bewerbung aussichtsreicher werden lassen.

So funktioniert die Datenschutz-Software für das digitale Verfallsdatum

Wie funktioniert´s? Die (leider kostenpflichtige) Software „X-Pire“ versieht jedes verschlüsselt hochgeladenes Bild mit einem Verfallsdatum. Möchte jemand das Bild anschauen, wird zunächst bei einem vertrauenswürdigen Server nachgefragt, ob für dieses Bild bei ihm ein Schlüssel zur Entschlüsselung vorliegt. Außerdem muss der Betrachtende ein „Captcha“ (das sind diese „wirren“ Zahlenschlüssel, die man in einem kleinen Feld beispielsweise zum Abschicken eines Formulars eingeben muss) eingeben, um das Abgrasen der Bilderseiten durch „Bots“ (eine spezielle Software zur Sammlung von Informationen) zu verhindern. Der Schlüssel zur Entschlüsselung des Bildes wiederum liegt bis zum Verfallsdatum bei diesem vertrauenswürdigen Server (X-Pire-Server) vor. Findet sich der Schlüssel nicht – keine Anzeige des Bildes.

Software für digitales Verfallsdatum führt zu neuen Problemen mit Datenschutz

Grundsätzlich eine pfiffige Idee, der Teufel steckt, neben der Tatsache, dass die Software etwas kostet, im Detail: Der Betreiber des X-Pire-Servers, bei dem die Schlüssel liegen, kann genau nachverfolgen, wer sich wann wo welche Bilder angeschaut hat. Das wiederum führt zu weiteren Datenschutzfragen. Apropos Kosten: Die Nutzung der Software soll 9,90 € kosten – pro Monat oder nach der Anzahl der zu bearbeitenden Bilder. Aber grundsätzlich schon ein guter Denkansatz in die richtige Richtung, ersetzt aber kaum die Vernunft jeden Einzelnen, nicht jedes Bild öffentlich zu machen. Denn: Solange der Schlüssel verfügbar und somit das Bild sichtbar ist, kann man sich beispielsweise durch einen „Screenshot“ eine „Kopie“ des Bildes machen, eventuell in schlechterer Qualität. Und so wird durch den „digitalen Ratzefummel“ eventuell auch nur ein falsches Gefühl von Sicherheit erzeugt.

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